Sterben eine Milliarde Menschen durch CO2?

Just Stop Oil, Öl tötet, Stopp CO2
https://juststopoil.org/

Eine Studie, die in der Zeitschrift „Nature“ veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass die Emission von 4.434 Tonnen Kohlendioxid im Jahr 2020 – das entspricht den Lebenszeitemissionen von 3,5 durchschnittlichen Amerikanern – weltweit einen zusätzlichen Todesfall verursacht, der zwischen 2020 und 2100 erwartet wird.

Der weltweite Ausstoß von Kohlenstoffdioxid nahm seit 1960 kontinuierlich zu und erreichte im Jahr 2022 einen Wert von knapp 37,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid. (Statista). Das wären durch diesen Jahresausstoß 8 389 715 Tote in den Jahren bis 2100. Die globalen energiebedingten CO2-Emissionen stiegen im Jahr 2023 um 1,1 % und erreichten mit einem Zuwachs von 410 Millionen Tonnen im Vergleich zu 2022 einen neuen Rekordwert von 37,4 Milliarden Tonnen.

Das wären durch diesen Jahresausstoß 8 434 821 Tote in den Jahren bis 2100. Das heißt, jedes Jahr kommen über acht Millionen Tote dazu. In 125 Jahren sind das über eine Milliarde Tote.

Nicht berücksichtigt ist dabei, dass es zu Kipppunkten kommt oder zu Wendepunkten für die Industrieproduktion und die Nahrungsmittelproduktion, die noch mehr Tote verursachen.

Quelle Nature: https://www.nature.com/articles/s41467-021-24487-w
Nature PDF: https://www.nature.com/articles/s41467-021-24487-w.pdf

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Es war leider viel zu lange „fünf vor zwölf“

Es war leider viel zu lange „fünf vor zwölf“ – Christa Chorherr

Wir alle müssen lernen, um zu verstehen, warum wir unser Verhalten ändern MÜSSEN

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Sicherlich habe ich nicht vor, mich auf eine viel befahrene Straße zu setzen und mich anzukleben. Das heißt aber noch lange nicht, dass mich die Entwicklung unseres Klimas kalt lässt. Nur missfällt mir die Methode des Anklebens – aber mit welcher anderen Methode kann man noch Aufmerksamkeit erregen, aufrütteln – vieles wurde schon probiert, „nix hat’s g’nutzt“.

„Meine“ Methode ist: Aufklärung über die Fakten und deren Folgen. Besser gesagt: Aufzeigen von Fakten (geschieht in den Medien ohnedies: derzeit „der Lake Powell trocknet aus“), wesentlich wäre  es, die Ursachen, aber auch die Folgen davon klar aufzuzeigen.

Die Politik allerdings muss ziemlich dringend Taten setzen, nicht nur in Österreich, in Europa, der Klimawandel macht an Grenzen nicht halt. Und jetzt schaut’s so aus, als ob dieser Wandel  langsam (oder plötzlich) wirklich irreversibel wird.

Damit kommen z.B. zwei Begriffe ins Spiel, der Rückkoppelungseffekt und die Kipppunkte. (Ich gebe zu, es klingt  nicht einfach und ist es auch nicht)

Rückkopplungsmechanismen sind Prozesse, die ausgehend von der Änderung eines Faktors Änderungen anderer Faktoren anstoßen, die wiederum auf den ersten Faktor verstärkend (positive Rückkopplung) oder abschwächend (negative Rückkopplung) zurückwirken. Höhere Temperaturen der Atmosphäre erwärmen z.B. auch den Ozean, der dadurch weniger CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen kann, wodurch sich diese weiter erwärmt (positive Rückkopplung). Höhere Temperaturen verstärken aber auch das Pflanzenwachstum, wodurch mehr CO2 aus der Atmosphäre für die Photosynthese verbraucht wird, was für die Atmosphäre einen Abkühlungseffekt bedeutet (negative Rückkopplung).

D.h. wünschenswert wäre „mehr negative“ Rückkopplung

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Die 27 Beschleuniger des Klimawandels

CORVALLIS, Ore. – Eine internationale Zusammenarbeit unter der Leitung von Wissenschaftlern der Oregon State University hat 27 Beschleuniger der globalen Erwärmung identifiziert, die als verstärkende Rückkopplungsschleifen (Kipppunkte, Feedback Loops) bekannt sind, darunter einige, von denen die Forscher sagen, dass sie in Klimamodellen möglicherweise nicht vollständig berücksichtigt werden.

Sie stellen fest, dass die Ergebnisse, die heute in der Zeitschrift One Earth veröffentlicht wurden, die Dringlichkeit erhöhen, auf die Klimakrise zu reagieren, und politischen Entscheidungsträgern einen Fahrplan bieten, der darauf abzielt, die schwerwiegendsten Folgen eines sich erwärmenden Planeten abzuwenden.
Beispiele im Bild:
A. Verringerung der Meereis-Rückstrahlung
B. Auftauen des Permafrosts
C. Schwelende Waldbrände in Mooren
D. Waldbrände
E. Wolkeneigenschaften
F. Austrocknen und Wüstenbildung
G. Waldsterben
H. Insektenbefall
I. Verringerung der Schneedecke-Rückstrahlung

In der Klimawissenschaft sind verstärkende Rückkopplungsschleifen Situationen, in denen eine klimabedingte Veränderung einen Prozess auslösen kann, der noch mehr Erwärmung verursacht, was wiederum die Veränderung verstärkt.

Ein Beispiel wäre die Erwärmung in der Arktis, die zum Schmelzen des Meereises führt, was zu einer weiteren Erwärmung führt, da Meerwasser die Sonnenstrahlung absorbiert und nicht reflektiert.

Die 56 Loops (20 physikalische, 21 biologische, 15 menschliche Loops, von den 41 ersteren sind 27 verstärkende, 7 ausgleichende und 7 unsicher Loops):

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