Der Jesuit Jörg Alt macht Feuer

„Ich versuche jeden Tag so zu leben, dass ich am Abend sagen kann: heute war nicht umsonst!“

„Jörg Alt spricht (darüber), warum ziviler Ungehorsam für ihn in diesen Zeiten eine legitime Form des Aktivismus ist – und warum sich das prima mit dem katholischen Glaubensbekenntnis vereinen lässt.“ Ab sofort für 48 Stunden online
https://pioneersofchange-summit.org/speaker/joerg-alt-christaktivist/

Klimakleben als letzter Aufschrei

Warum ein Jesuitenpater in den zivilen Widerstand geht und gemeinsam mit Mitgliedern der „Letzten Generation“ als Klimaaktivist die Gesellschaft wachrütteln möchte. Ein Interview mit Pater Jörg Alt, der erklärt, dass Beten alleine in der Klimakrise nicht reichen wird.

Für den deutschen Jesuitenpater Jörg Alt und den oberösterreichischen HTL-Maturanten Jonas Seyr ist eines klar: Die Zeit, um die von der Politik gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen, läuft ab. Das „Klimakleben“ auf Autostraßen mit Staus als Folge bezeichnet der Sozialwissenschaftler Alt als notwendigen symbolischen Akt, sich der fahrlässigen Säumigkeit der Politik buchstäblich in den Weg zu stellen. Geht der Kohlendioxid-Ausstoß im bisherigen Ausmaß weiter, steuert die Welt auf eine Katastrophe zu, alarmiert der junge Klimaaktivist der „Letzten Generation“.

Die globale Erderwärmung bis 2100 unter 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, ist aktuell das wichtigste Klimaziel. Eine neue Studie der Universität Stanford sagt, dass die Grenzen schon weitaus früher erreicht werden. 1,5 °C bereits in den 2030ern und die Schwelle 2,0 °C mit 2060. Wie geht es Ihnen mit solchen Prognosen?

Jörg Alt: Das 1,5-Grad-Ziel schaffen wir sowieso nicht mehr. Also, kein seriöser Wissenschaftler glaubt mehr daran. Mit ganz viel Glück gelingt uns vielleicht noch das 2-Grad-Ziel. Aber wenn man schaut, was die Regierungen der Welt tun, sind wir gerade auf Kurs in eine 2,7 bis 3 Grad heißere Welt. 

Quelle: https://www.dersonntag.at/artikel/klimakleben-als-letzter-aufschrei/

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Papst: Widerstand kann notwendig sein

Der Jesuit Jörg Alt, der bei der Letzten Generation mitmacht, schreibt als Wort zum Sonntag ein Zitat von Pius XI, anwendbar auf zivilen Widerstand gegen die fossilen Mächtigen:

„Andererseits wurde unter Ihnen auch gesagt, dass, wenn diese Mächte sich gegen Gerechtigkeit und Wahrheit erheben und sogar die Grundlagen der Autorität zerstören, nicht ersichtlich ist, wie jene Bürger verurteilt werden sollen, die sich zusammengeschlossen haben, um sich zu verteidigen und die Nation mit legalen und angemessenen Mitteln gegen diejenigen zu verteidigen, die öffentliche Macht nutzen, um sie in den Ruin zu treiben. (übersetzt von mir, HD)

Die Stelle ist im Vatikanischen Archiv:

“You have more than once recalled to your Faithful that the Church protects peace and order, even at the cost of grave sacrifices, and that it condemns every unjust insurrection or violence against constituted powers.
On the other hand, among you it has also been said that, whenever these powers arise against justice and truth even to destroying the very foundations of authority, it is not to be seen how those citizens are to be condemned who united to defend themselves and the nation, by licit and appropriate means, against those who make use of public power to bring it to ruin”

Es folgen Kriterien zur näheren Bestimmung der Aussage, die nach Meinung von Jörg Alt SJ auch auf Aktionen der @AufstandLastGen anwendbar sind.

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