Leo XIV für Solarstrom im Vatikan

Der neue Papst Leo XIV, Robert Prevost spricht sich offen für dringende Maßnahmen gegen den Klimawandel aus. Er betonte kürzlich, die Kirche müsse ihren Worten Taten folgen lassen. Wie sein Vorgänger Franziskus will er Photovoltaik und E-Autos im Vatikan fördern. Er warnte vor den schädlichen Folgen ungebremster technologischer Entwicklung und plädierte für einen reziproken, nicht tyrannischen Umgang mit der Umwelt. Gerade arme Menschen leiden unter den Extremereignissen des menschengemachten Treibhauseffekts. Er steht in enger Übereinstimmung mit den Umweltprioritäten von Papst Franziskus mit dessen Enzykliken Laudato Si und Laudate Deum. Er ist bekannt als Pragmatiker. Er will den Worten Taten folgen lassen.
Quellen: https://collegeofcardinalsreport.com/evidence/cardinal-prevost-on-focusing-on-climate-change https://www.fastcompany.com/91331254/the-new-pope-leo-xiv-has-spoken-out-about-urgent-need-for-climate-change-action

Die Elektromobilität hat Zukunft

Die Diskussion begann, als Josef Christian Aigner in der Furche gegen die Elektromobilität als Allheilmittel gegen die Klimakrise anschrieb. (Furche 32, 2024), Dagegen schrieb Johannes Schmidl eine Replik.

Josef Christian Aigner „erhebt in seinem Artikel den Vorwurf, die Elektro-(Auto-)Mobilität werde engstirnig als Allheilmittel zur CO₂-Reduktion gepriesen, demgegenüber bleibe die Gesellschaft gänzlich unaufgeklärt über die Schattenseiten der für die Akkus in den Elektroautos notwendigen Lithiumproduktion. Elektromobilität ist ein Element im großen Technologie- und Methodenkoffer, mit dem man die Klimakrise eindämmen und letztlich verhindern will. Sie ist sicher kein „Allheilmittel“, wie es Aigner in den Raum stellt, genauso wenig wie Windenergie, Geothermie, Pelletsheizungen, Photovoltaik usw. eines sind. Niemand behauptet ernsthaft, ein „Allheilmittel“ gegen die Klimakrise zu haben.“

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Wie nachhaltig sind E-Autos?

Es wird zunehmend zum Glaubenskrieg: Sind Elektroautos nun nachhaltiger als Benzin-, Diesel-, Gas-, eFuel-Pkw – oder nicht? Die Studienlage zur Ökobilanz ist überraschend eindeutig.

Ein Artikel von Andreas Winter, veröffentlicht 21.5.2024 in Utopia.de Dieser Artikel ist Teil der Utopia eMobility-Wochen, präsentiert von Naturstrom. Hier findest du alles rund um’s Thema Mobilitätswende, Elektromobilität, E-Autos, Ökostrom und mehr.

Die Frage nach der Nachhaltigkeit von Elektroautos ist wichtig: Nur wenn wir darauf eine überzeugende Antwort haben, ergibt es Sinn, wenn wir als Land unsere Schlüsselindustrien elektrisch umbauen. Und nur dann werden einzelne, wirkungsbewusste Autofahrer:innen beim Autokauf die anfallenden Mehrkosten tragen wollen. 

Die gute Nachricht: Es gab nie wirklich Zweifel daran, dass bei Betrachtung der klimaschädlichen Emissionen die Elektroautos klimafreundlicher sind als fossil betriebene Autos. Die bessere Nachricht: Bei neuerer und noch eingehender Betrachtung zeigt sich, dass das weiterhin stimmt und sich die Ökobilanz von E-Autos sogar noch verbessern wird.

Ökobilanz Elektroautos: besser, aber nicht perfekt

In Deutschland verursacht der Verkehrssektor 20 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen. Deswegen ist es sinnvoll, auch hier nach Alternativen zu suchen – und Elektroautos sind derzeit die beste Alternative, so die neueste Studie des UBA.

Die Fakten in Kürze:

  • Ein neues Elektroauto reduziert die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu einem neuen Verbrenner über die gesamte Lebensdauer um fast die Hälfte.
  • Die „Stromer“ nützen dem Klimaschutz tatsächlich auch mehr als Pkw mit alternativen eFuel- oder Wasserstoff-Antrieben.
  • E-Autos fahren weniger klimaschädlich als sogar gebrauchte Fossil-Fahrzeuge.

Dass Elektroautos von Vorteil für das Klima sind, steht schon jetzt fest. Dieser Vorteil fällt aber umso stärker ins Gewicht, 

  • je grüner der Strom ist, mit dem sie betankt werden,
  • je kleiner die Autos und ihre Batterien sind,
  • je mehr erneuerbare Energien für die Produktion von Autoteilen genutzt werden,
  • je intensiver der Stromer gefahren wird und
  • je mehr das E-Auto als Ersatz, nicht als Ergänzung zu Fossilen gefahren wird. 
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Klimarat fordert einen autofreien Tag

Monatlichen autofreien Tag einführen

In allen größeren Städten soll es jeden Monat einen verpflichtenden autofreien Tag für alle geben, ausgenommen sind Fahrten für Notfälle sowie Einsatzfahrzeuge. So werden zum einen Vorteile von autofreien Innenstädten erlebbar gemacht (u. a. weniger Lärm, bessere Luft, freie und sichere Straßen für Fußgänger und Fahrradfahrende und auch schnelleres Vorankommen von Einsatzfahrzeugen) und zum anderen Möglichkeiten geschaffen, unsere Alltagsgewohnheiten aktiv zu hinterfragen beziehungsweise neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Zum Ausgleich soll der öffentliche Verkehr höher getaktet fahren und kostengünstiger oder kostenfrei verfügbar sein.

Kerosinsteuer einführen!

Österreich soll sich für eine EU-weite Umsetzung einer Kerosinsteuer (auf der gesamten Flugstrecke) einsetzen. Dadurch könnten die Preise für Flugtickets den wahren Klimakosten angenähert werden und so das Flugverkehrsaufkommen verringert werden. Es lohnt sich dann auch eher, alternative Treibstoffe zu entwickeln. Die Einnahmen aus der Kerosinsteuer sollten dafür genutzt werden, Infrastruktur für die Erzeugung von erneuerbarer Energie und für den (internationalen) Bahnverkehr (insbesondere Nachtzugverbindungen) zu errichten. Dem eventuellen Verlust von Arbeitsplätzen in der Flug-Branche stehen neue Arbeitsplätze durch Investitionen in erneuerbare Energie und öffentlichen Verkehr gegenüber.

Die Forderungen des Österreichischen Klimarates

Allgemeine Empfehlungen
Quelle: https://klimarat.org/

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Ein lebenswertes Österreich: Klimarat-Forderungen zugespitzt

Stoppt das Öl! Die Letzte Generation Österreichs fordert, auf den Klimarat zu hören. Beim Lesen der Forderungen des Österreichischen Klimarates merkt man, dass sie angesichts der neueren Entwicklung, der riesigen Erhitzung und der ganz schlimmen Katastrophen sehr wichtig sind. Aber man muss die Forderungen griffig machen. Das musste ich wegen der Dringlichkeit machen:

Gegen den Zusammenbruch

  1. Beschließt sofort ein Grundrecht auf Klimaschutz!
  2. Schafft die klimaschädlichen Subventionen sofort ab!
  3. Erhöht die CO2-Bepreisung um 200% je Tonne CO2!
  4. Gebt den Klimabonus jenen, die es brauchen und die Energie sparen!
  5. Schult die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in regenerative Branchen um.
  6. Klärt alle über den kommenden Zusammenbruch auf!

Schafft erneuerbare Energien

  • Steigt jetzt auf erneuerbare Energiequellen um!
  • Erhöht die Energieeffizienz und reduziert den gesamten Energieverbrauch!
  • Beschließt endlich das Klimaschutzgesetz für alle Länder und Gemeinden!
  • Baut Windkraftanlagen in allen Bundesländern!
  • Baut Solarthermie, Geothermie und Wärmepumpen!
  • Regelt die Energiepreise sozial und gerecht!
  • Schluss mit den Subventionen für fossile Energie!
  • Nutzt jede versiegelte Fläche zur Energiegewinnung!
  • Baut Photovoltaik als Schattenspender!
  • Installiert auf jedem Dach Photovoltaik!
  • Baut Solarstraßen!
  • Baut Schwammstädte!
  • Baut jede Gemeinde zur Sonnengemeinde um!
  • Bestraft klimaschädliche Investitionen!
  • Gebt Geld für klimafreundliche Investitionen!
  • Gebt Geld für Forschung an fossilfreien Technologien!
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Über Rationierung zur Kreislaufwirtschaft

Ulrike Herrmann

Die Kreislaufwirtschaft nutzt die Rohstoffe effizient und vermeidet Abfall. Aber wie kommen wir dahin? Ulrike Herrmann bringt eine Idee in die Diskussion ein, die sie von der Kriegswirtschaft der Briten im zweiten Weltkrieg übernimmt. Sie rationierten die Ressourcen, sodass sie gegen Hitler Waffen produzieren konnten. Ulrike Herrmann fragte sich, wie wir von unserer Einwegwirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft kommen, die die Rohstoffe effizient nutzt und Abfall vermeidet. Ein Weg wäre, gewisse Dinge zu rationieren. Wie der Kapitalismus transformiert wird, ist meines Erachtens eine offene Frage.
(Video Ulrike Herrmann in Freiburg https://www.youtube.com/watch?v=JrIj87UaXMA)

Ich schau mir das einmal an.
Rationierung ist sinnvoll bei knappen Produkten oder von Ressourcen, die unsere Lebensgrundlagen zerstören. Es gab in der Geschichte schon Rationierungen und Wikipedia listet eine Vielzahl von Rationierungsarten auf (https://de.wikipedia.org/wiki/Rationierung). Für unser Problem mit der Zerstörung der Lebensgrundlage müssen wir nach einer sanften Rationierung von Erdöl, Erdgas, Kohle, Strom, Wasser, Autos, Flugreisen, Böden, Wohnungen, Sand, Holz, Dünger und Biozide (= Pestizide wie die Unkrautgifte (Herbizide), die Insektengifte (Insektizide), die Pilzgifte (Fungizide), die Antibiotika u.ä.) fragen.

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Die wahren Extremisten

Viele setzen beim Thema Klimawandel auf Wunschdenken. Ein Gastkommentar von Michael Praschl im Kurier 11.08.2023.

Aktuell werden häufig diejenigen, die sich für wissenschaftlich belegte, überlebenswichtige Klimaschutzmaßnahmen engagieren, als Extremisten bezeichnet – nicht nur die „Klimakleber“, deren Methodik auch ich nicht befürworte. Wer unangenehme Wahrheiten ausspricht, gilt oft als radikaler Extremist.

UN-Generalsekretär Guterres – von Rechtspopulisten bereits als Extremist bezeichnet – spricht solche Wahrheiten aus: „Die aktuelle Klimapolitik führt bis zum Ende des Jahrhunderts zu einer Erderwärmung von 2,8 °C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. Wir rasen sehenden Auges auf eine Katastrophe zu – mit zu vielen, die auf Wunschdenken, auf unerprobte Technologien und Wunderlösungen setzen. Es ist Zeit, aufzuwachen und aufzustehen.“ Er stellt auch die Frage, ob nicht eher die Länder, die weiterhin fossile Brennstoffe produzieren, die echten Klimaextremisten sind. Leider werden die 2,8 Grad Temperaturerhöhung möglicherweise bereits Mitte des Jahrhunderts erreicht.

Im Gegensatz dazu meint beispielsweise die ÖVP wörtlich: „Das gebetsmühlenartige Verteufeln von Verbrennermotoren ist eine reine ideologiegetriebene Verbotskultur von Schein-Klimaaktivisten.“ Nachdem hier die Wissenschaft ignoriert und den Menschen suggeriert wird, dass alles durch Technologie gelöst wird (z. B. E-Fuels) und niemand sein Verhalten ändern muss, kann man das durchaus als extremistisch bezeichnen. Auf das Wissen der vielen hochkompetenten Experten im Klimaschutz-/Verkehrsministerium wird bewusst verzichtet.

Die FPÖ leugnet – wortgleich mit der AfD – entweder den Klimawandel generell (Leugner Typ A), oder den menschlichen Einfluss darauf (Leugner Typ B). Viele lassen sich dadurch tatsächlich ködern, weil sie bei Nichtexistenz der Erderhitzung ja nichts am eigenen Verhalten ändern müssten und auch keinerlei Schuld auf sich geladen hätten. Das würde ich sogar als radikal-extremistisch bezeichnen.

Quelle und Weiterlesen:
https://kurier.at/meinung/gastkommentar/die-wahren-extremisten/402550772

Michael Praschl befasst sich wissenschaftlich mit dem Klimawandel und mit sicherer und nachhaltiger Mobilität

Die Autogesellschaft macht die ganze Welt gleich

Jeder Ort schaut gleich aus. Supermärkte und Tankstellen, Autohändler, Autowerkstätten.
Ironisch könnte ich sagen: „Ich fahr so gern durch Österreich, durch Deutschland und durch die ganze Welt, es ist überall gleich.“
Es muss nicht so sein. Einige Gemeinden können es anders.

Ich bin auf die Kultband Querschläger aus dem Salzburger Lungau gestoßen, die eine ironisches Lied singt: „i fåhr so gern durch Österreich“. Sie nennt das Lied Klondorf-Ralleye. Die Orte schauen geklont aus. Alles ist gleich.

Der Grund: Das Benzin und der Diesel, produziert aus Erdöl lassen uns mit dem Verbrenner-Auto in die Arbeit und zum Supermarkt fahren. Diese Benzinzeit neigt sich dem Ende zu. Mit Erdöl ist bald Schluss und das Treibhaus Erde wird immer wärmer, sodass unsere Welt unwirtlich wird. Damit das nicht so leicht passiert, machen wir, der Arbeitskreis „Zukunft der Erde“ eine Zukunftswerkstatt.

Dazu passt aber auch das Lied klondorf-rallye:

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Verbrennungsmotor Ade!

Gestern konnte ich bei Freunden im Elektro-Auto mitfahren. Es war sehr leise und für die Fahrerin sehr angenehm zu fahren. Ich lerne dazu. Christoph Chorherr empfahl auf Twitter zweimal einen Artikel, der sich mit dem Boom der Elektrofahrzeugen beschäftigt. Autor ist „Science is Strategic“. Er schreibt:

Der weltweite Absatz von Elektrofahrzeugen explodiert, wobei der Gesamtabsatz im Jahr 2022 voraussichtlich 10,6 Millionen erreichen wird, was einem Anstieg von unglaublichen 60 % entspricht. Das ist ein äußerst folgenreichen Entwicklung, die wirtschaftliche, ökologische und geopolitische Auswirkungen hat.

Die Verkäufe von Elektrofahrzeugen machen jetzt 13,2 % der gesamten Autoverkäufe aus, gegenüber 8,7 % im Jahr 2021 und mehr als das Dreifache des Niveaus von 2020 von 4,3 %.

Auf Länderebene gehören zu den führenden Märkten einige der größten Volkswirtschaften der Welt wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich und China.

Der chinesische EV-Markt (Electric Vehicle) explodiert geradezu mit über 1 von 4 Neuwagenverkäufen.

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Psychologie und Kommunikation des Klimawandels – Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie

Wissen4Future Teil 9: Psychologie und Kommunikation des Klimawandels Prof. Dr. Thomas Brudermann von der Universität Graz beschäftigt sich mit verschiedenen Themen aus Umwelt- und Klimapsychologie, Wirtschaftspsychologie, Verhaltensökonomie und Nachhaltigkeitsforschung. Einen besonderen Fokus legt er dabei auf das Entscheidungsverhalten von Bürgerinnen, Konsumenten, Haushalten und Organisationen. In seinem Vortrag zum 9. Teil des Grundkurses Klimabildung von Scientists4Future erklärt er, warum es uns als Person, wie auch als Gesellschaft, schwer fällt, etwas an unserem Verhalten zu ändern, und was wir tun können, um die Blockade zu überwinden. Die Aufzeichnung erfolgte online am 27.1.2023.

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