
Wenn kein Gletscherwasser zum Rhein und zur Donau kommt, gibt es keinen Schiffverkehr.
Helmut Habersack: Wir müssen entscheiden, wer bekommt das Wasser am Ende des Tages. Wenn die Gketscher weg sind, haben wir 2050 um 25% weniger Wasser im Rhein.
Wasserexperte und Präsident der Internationalen Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes Helmut Habersack spricht in Stöckl über die Folgen des Wassermangels auf Grund der schwindenden Gletscher. Hier seine Aussagen, die ich an Hand des Facebook-Reel von Barbara Stöckl verschriftlicht habe:
Was kann man tun? Jetzt könnte ich noch mehr regulieren. Das ist ein Problem: Noch enger werden geht nicht, wo es jetzt schon so eng ist in den Flüssen. Ein Vorschlag, der kolportiert wurde: Kann ich nicht Wasser aus den Stauhalterungen in den Bergen von Schweiz und Österreich ablassen, damit man dort schifffahren kann. Können Sie sich vorstellen, welches politische Spektrum jetzt auftaucht ist. Weil die brauchen es für die Stromproduktion, die anderen brauche es für die Schiffahrt, die anderen wollen bewässern und Strom unten produzieren. Das Wasser wird wärmer, das ist für die Fische ein Problem. Kühlwasser für die Kernkraft brauche ich zum Beispiel in Frankreich.
Ich habe erstmals einen Schock gehabt und war sehr verblüfft, dass es in Mitteleuropa – in der Donau wird das noch erforscht werden – in diese Richtung geht.
Wir müssen entscheiden, wer bekommt das Wasser am Ende des Tages.
