Warum gibt es bei Starkregen mehr allergische Reaktionen? Weil der heftige Regen die Pollen aufplatzen lässt. Starkregenereignisse nehmen mit der Erhitzung im Treibhaus Erde zu. So entstehen kleine Partikel, die noch tiefer in die Lunge kommen und sogar Asthma verursachen. Das wird Gewitterasthma genannt.
Es gibt äußere und innere Ursachen der Allergien. Eine äußere Ursache der Allergien ist der Klimawandel mit der Verschiebung der Jahreszeiten. Frühling und Sommer werden länger. Pflanzen fangen früher an zu blühen und blühen länger.
In der Quarkssendung „Allergien gegen Pflanzen: Haben wir bald alle Heuschnupfen?“ bringt die Moderatorin als Beispiel die Haselblüte. Die Blüte hat sich von März in den Januar verschoben. „Heute blühen Pflanzen schon drei Wochen länger als noch vor 30 Jahren.“ Auch die Pollenkonzentration hat bei einigen Pflanzen zugenommen.
Es kommen aber auch invasive Arten (Neophyten) zu uns. Eine der wichtigsten Pflanzen für Allergiker*innen ist das Beifußblättrige Traubenkraut oder Ambrosia. Es wird sich bis 2050, bedingt durch den Klimawandel, auf ganz Europa ausbreiten. Eine Pflanze Ambrosia setzt bis zu einer Milliarden Pollen frei. Sie sind kleiner als die von anderen Pflanzen und dringen tiefer in die Lunge ein. Leider wird im Jahr 2050 in Europa jeder 2. Mensch eine Allergie haben.
Wer mehr über die 1. umweltbedingten Ursachen (Neben Starkregen, Änderung der Jahreszeiten, Pollenkonzentration, invasive Arten auch Feinstaub, Schadstoffe in der Luft), 2. die inneren Ursachen (z.B. Hygiene, Mikrobiom, Mikroben, Lebensstil, Ernährung von Kindern, Antibiotika in der Nahrung) und 3. die medizinische Hilfe (regelmäßige und kontrollierte Hyposensibilisierung) sehr differenziert hören möchte, kann das Quarks-Video sich ansehen: Quarks: Allergien gegen Pflanzen: Haben wir bald alle Heuschnupfen?
Die Ursachen für das verstärkte Aufkommen von Allergien und allergischem Asthma sind 1. Klimawandel, 2. Luftschadstoffe und 3. unser über-hygienischer Lebensstil.
Der NOAA-Index zeigt, wie die Treibhausgasverschmutzung die globale Erwärmung im Jahr 2022 verstärkte. Die National Oceanic and Atmospheric Administration NOAA ist die Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten.
Laut dem jährlichen NOAA-Bericht hat die durch menschliche Aktivitäten verursachte Treibhausgasverschmutzung im Jahr 2022 49 Prozent mehr Wärme in der Atmosphäre gespeichert als dieselben Gase im Jahr 1990.
Der NOAA Annual Greenhouse Gas Index (AGGI) erfasst den Anstieg des erwärmenden Einflusses wärmespeichernder Gase, die durch menschliche Aktivitäten erzeugt werden, darunter Kohlendioxid, Methan, Lachgas, Fluorchlorkohlenwasserstoffe und 15 weitere Gase. Diese Abbildung zeigt die Zunahme des Strahlungsantriebs praktisch aller langlebigen Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 1750. Auf der rechten Achse ist der AGGI dargestellt, der für das Jahr 1990 auf 1 indexiert ist. Bildnachweis: NOAA Global Monitoring Laboratory
Diese Grafik zeigt auf der linken Achse den im Laufe der Zeit zunehmenden Erwärmungseinfluss von CO2- und Nicht-CO2-Treibhausgasen in CO2-Äquivalenten. Der entsprechende Anstieg des AGGI ist auf der rechten Achse dargestellt. Bildnachweis: NOAA Global Monitoring Laboratory.
Hier sind die globalen durchschnittlichen Häufigkeiten der wichtigsten, gut gemischten, langlebigen Treibhausgase – Kohlendioxid, Methan, Lachgas, CFC-12 und CFC-11 – aus dem globalen Luftprobennetz der NOAA seit Anfang 1979 dargestellt. Diese fünf Gase sind für etwa 96 % des direkten Strahlungsantriebs durch langlebige Treibhausgase seit 1750 verantwortlich. Die restlichen 4 % werden von 15 anderen halogenierten Gasen beigetragen, darunter HCFC-22 und HFC-134a, für die hier auch NOAA-Beobachtungen gezeigt werden . Bildnachweis: NOAA Global Monitoring Laboratory
Nikolas Zimmermann über lebensbedrohliche Schwüle:
Die Kombination von Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit kann lebensbedrohlich für den Menschen sein, weil sich unser Körper bei extremer Schwüle nicht mehr abkühlen kann. Die Verdunstung nimmt nämlich ab, je feuchter die Luft ist. Ein geeignetes Maß dafür stellt die Feuchtkugeltemperatur dar (englisch: wet-bulb temperature).
Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit kann der Schweiß nicht mehr verdunsten und damit kann auch keine Körperwärme abtransportiert werden. Steigt die Feuchtkugeltemperatur auf über 31 Grad, werden die Bedingungen selbst für gesunde, junge Menschen lebensbedrohlich (neue Studie dazu), bislang galten 35 Grad als das theoretische Überlebenslimit für den Menschen (siehe Studie).
Ungewöhnlich hohe Luftfeuchtigkeit kombiniert mit hohen Temperaturen machen den Menschen in Indien, Bangladesch und Pakistan große Probleme.
Diese hohen Temperaturen in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit sind tödlich. 6 Stunden Überlebenszeit bei bestimmten Werten. Die Nachttemperaturen bleiben auch in vielen Teilen über 30 °C. Millionen Menschen schlafen draußen.
Hanna Zemlic, eine Schülerin des Wienerwaldgymnasiums Tullnerbach hat zu diesem Vortrag eingeladen. Sie sagte: Der Klimawandel – ein ausgelutschtes Thema? Nein, denn unser Klima betrifft uns alle, jeden einzigen von uns. Das Problem ist nur: der Klimawandel ist sehr komplex. Deshalb verstehen viele Menschen nicht, wie problematisch die Erderwärmung wirklich ist. Genau deshalb werde ich am 16. 06. 2023 im Hotel Wiental um 19:00 zusammen mit der Meteorologin und Klimaforscherin Prof. Kromp-Kolb einen Vortrag halten. Am Programm stehen ein fachlicher Überblick – Was ist der Treibhauseffekt? Was sind die Ursachen des Klimawandels? Was hat der Mensch damit zu tun? Was sind die Auswirkungen? – und die daraus zu folgernden Handlungskonsequenzen – was zu tun ist.
Im Anschluss haben Sie dann die einmalige Möglichkeit, Ihre Fragen direkt an die Expertin, Helga Kromp-Kolb zu stellen.
Der Titel des Vortrags ist „Klima-Wand – Was jetzt?“. Die Klimawand steht metaphorisch für die kommenden Konsequenzen der Klimakatastrophe. Diese werden uns vor den Kopf stoßen, wie eine Wand. Rekordtemperaturen und Hitze machen sommerliche Bewegung im Freien für viele unmöglich. Vermehrte Naturkatastrophen – Hitze, Dürre, Hochwasser – und Ressourcenknappheit stellen uns vor globale Herausforderungen. Man kann nicht als Einzelperson die ganze Welt verändern, aber man kann doch einen wichtigen Beitrag leisten. Deswegen: Kommen Sie zu meinem Vortrag!
Hanna Zemlic Schülerin des Wienerwaldgymnasiums Tullnerbach
Mitveranstalter ist der Arbeitskreis „Zukunft der Erde“, die „Science Academy Niederösterreich“ und das „Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit“ der Universität für Bodenkultur Wien. Nach dem Vortrag und der Diskussion gibt es auch die Möglichkeit einer Umweltberatung durch einen Umweltberater Niederösterreichs, DI Fritz Brandstetter. Veranstaltung aufFacebook. Veranstaltung auf der Stadtgemeinde Pressbaum
„Es gibt keinen Wandel, es gibt aber eine Wand, weil viele politische Akteure keine Änderung wollen. Sie stellen eine Wand auf.“ Mag. Hannes Daxbacher
Ich maße mir nicht an, dass ich alles weiß. Aber es gibt einige Mitmenschen, die die Naturwissenschaft unbewusst oder bewusst ablehnen. Ein Bekannter sagt von sich, er sei Sozialwissenschaftler und kenne sich in der Naturwissenschaft nicht aus. Trotzdem maßt er sich an, über medizinische Maßnahmen ein Urteil fällen zu können. Oder ein bekannter Psychiater warnt vor der Angstmache der Klimaaktivisten ohne auf die Grundlagen der Physik, der Klimawissenschaften und die Auswirkungen der fossilen Energie im Treibhauseffekt einzugehen.
Die gesicherten Fakten der Physik werden links liegen gelassen. Da gibt es dann diejenigen, die Seminare anbieten, um aus der Angst vor dem Klimawandel wegzulaufen. Da wird dann die Klimakrise klein geredet und die naturwissenschaftliche Arbeit als Panikmache abgewertet. Dadurch bekommen Menschen Scheuklappen und können nichts gegen den realen Klimawandel tun. Das ist so, wie wenn ich einem Tiger begegnen und ein Freund sagt: Das ist ohnehin nur eine Katze. Hab keine Angst. Es kommt das böse Erwachen. Info Treibhaus
Ein Kernteam aus Purkersdorf, Gablitz und Sieghartskirchen machen etwas Starkes. Es organisiert am ersten Samstag im Mai eine sogenannte Mitmachkonferenz mit den vielen Inititiven der Region. Am 06. Mai 2023, 10-17:00 Uhr im Kulturpavillon 3443 Sieghartskirchen, Wiener Straße 12-14 beginnen der Biobauer und Mitbegründer von Evi-Naturkost Fred Schwendinger und die Kabarettistin und Biobäurin Maria Vogt mit interessanten Impulsreferaten.
Dann gibt es die • Thementische: biologische Landwirtschaft, Solidarische Landwirtschaft gründen, Regionalwert schaffen, Zukunfts-Vision gestalten, alternative Mobilität, Lernwerkstatt Selbstbau, Permakultur Salat und Naturschutz am Ort. • Es gibt ein regionales Buffet • und eine Life-Musik zum Ausklang.
Sie wollen die Veränderung zum Guten in der Region vorantreiben. Der Fokus liegt auf den Themen Ernährung, regenerative Landwirtschaft und Selbstwirksamkeit.
Sogenannte Mitmach-Regionen entstehen überall im Land, wo Menschen sich zusammentun und gemeinsam vor Ort Lösungen für die drängenden ökologischen und sozialen Fragen unserer Zeit umsetzen.
Z.B. ist Neulengbach auch eine der 100 Mitmach-Regionen. Mitmach-Region Neulengbach Am 23. April startet im Neulengbacher Stadtpark um 15:00 die Veranstaltungsreihe Offene GartenGespräche. Die Termine in Neulengbach findest du hier.
Diese Initiative ist im ganzen deutschsprachigen Bereich vertreten. Was wäre, wenn überall Menschen zusammenkommen, um sich der dringlichsten Themen unserer Zeit anzunehmen? Die Mitmach-Regionen zeichnen sich durch einen 9 bis 18-monatigen Kooperationsprozess aus, mit dem Ziel, mit vielfältigen Akteur:innen Deine Region zukunftsfähiger zu machen. Das Besondere ist, dass Du bei der Organisation der Mitmach-Region systematisch begleitet wirst und mit Gleichgesinnten in anderen Regionen im Austausch bist.
Prof. Sigrid Stagl kam Mitte April 2023 nach Pressbaum und informierte die 100 Besucher*innen über die Bedingungen des Klimawandels und was möglich ist aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht. Hier einige Lichtblicke:
Es gibt mehrere Planetare Grenzen: Klimawandel, Aussterberate E/MSY Rate des Biodiversitätsverlusts, Landsystemwechsel, Neue Sachen: Plastik, Chemische Produkte, Biogeochemical Kreisläufe, Ozeanversauerung, Aerosolbeladung, Ozonabbau in der Stratosphäre, Globale Süßwassernutzung. Eingriff in den globalen Phosphor- und Stickstoffkreislauf, Chemische Verschmutzung.
Der Mathematiker Eliot Jacobson, Ph.D. beschäftigte sich jahrelang mit der Klimakrise. Er listet die 40 wichtigsten Auswirkungen des Klimawandels auf. Einige sind wirklich interessant, einige sind meiner Ansicht nach überprüfungsbedürftig.
1. Saurer Regen durch Verbrennen von Kohle und Erdöl (Benzin, Diesel, Heizöl). 2. Algenblüte. Es vermehren sich die Algen im Frühling explosionsartig. 3. Asche und Rauch schädigt die Lunge und den Boden 4. Bienensterben und Bestäubungsverlust 5. Klimaflüchtlinge & Migration 6. Korallenbleiche durch Erwärmung des Meerwassers 7. Ernteausfälle 8. Entwaldung 9. Wüstenbildung 10. Krankheiten, Pandemien (Pflanzen & Tiere)
Der Verkehr ist einer der größten Probleme beim Klimaschutz. Die Begleitforschung zum Klimarat habe gezeigt, so Marianne Penker Professorin für Landsoziologie an der BOKU Wien im Gespräch mit topos.ORF.at, dass Menschen mit Klimaschutzmaßnahmen mitgehen, wenn sie genug Informationen erhalten, sich bei der Entwicklung der Maßnahmen eingebunden fühlen und wenn diese mit ihrer Lebensrealität vereinbar sind. Nach Oberösterreich haben Niederösterreich und die Steiermark den höchsten CO2-Verbrauch pro Kopf. https://topos.orf.at/klima-co2-stadt-land100