-
Vernünftig, notwendig und um Vieles besser
Die Wende ist einerseits notwendig, andererseits macht sie vieles besser. Wir können es jetzt ändern. Wollen wir es?
Kevin Anderson und Johan Rockström machen es vor:
-
Sie verhindern den Klimaschutz
https://www.srf.ch/wissen/klimaerwaermung/bremser-des-klimaschutzes-die-geschichte-der-klimaleugner

Zweifel säen – die Geschichte der Klimaleugner
Bremser des Klimaschutzes-Die Geschichte der Klimaleugner
Seit über 30 Jahren ist sich die Klimawissenschaft einig, dass der Klimawandel nicht nur stattfindet, sondern dass er weitgehend menschgemacht ist. Bis heute ziehen Klimaleugnerinnen und -leugner den wissenschaftlichen Konsens in Zweifel – auch in der Schweiz – und bremsen damit den Klimaschutz.
Autor:Klaus Ammann
Dienstag, 25.07.2023, 17:46 Uhr
«Die wissenschaftlichen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Mensch einen erkennbaren Einfluss auf das globale Klima hat.» Dieser eine Satz im zweiten Sachstandsbericht des Weltklimarats der UNO von 1995 hatte es in sich. Erstmals war sich die Klimawissenschaft weltweit einig, dass der Mensch einen Einfluss hat auf den Klimawandel.
Der Mann, der damals die zuständige Arbeitsgruppe im Weltklimarat leitete, der US-amerikanische Klimamodellierer Benjamin Santer, kam in der Folge massiv unter Druck.
Unter anderem von der Erdölindustrie. Diese engagierte selbst Wissenschaftler als Lobbyisten. So wurde Santer vom einst hoch angesehenen emeritierten Physiker Frederick Seitz frontal angegriffen. Seitz hatte die US-Atombombe mitentwickelt und in den 1960er-Jahren die Nationale Akademie der Wissenschaften präsidiert.
Frontalangriff auf den Hauptautor
In einem Meinungsbeitrag im renommierten «Wall Street Journal» vom Juni 1996 schrieb Seitz unter dem Titel «Eine grosse Täuschung über die globale Erwärmung» zum Bericht des Weltklimarats: Der Bericht sei, nachdem er vom Plenum abgesegnet worden war, von gewissen Autoren abgeändert worden und erwecke nun den falschen Eindruck von Einigkeit unter den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
Und weiter: «Ich bin nicht in der Lage zu wissen, wer die Änderungen vorgenommen hat; aber der Hauptautor des Berichts, Benjamin D. Santer, muss vermutlich die Hauptverantwortung tragen.»

Das war ein harter Schlag für den jungen Klimawissenschaftler – und nicht der einzige. Ein republikanischer Abgeordneter im US-Kongress startete eine Untersuchung gegen ihn. Seine damalige Anstellung beim Lawrence Livermore National Laboratory wurde öffentlich infrage gestellt.
Benjamin Santer verteidigte sich. Im Wall Street Journal antwortete er Frederick Seitz in einem Leserbrief und sezierte dessen Kritik Punkt für Punkt.
Es sei zu keinen Verstössen gegen die Regeln des Weltklimarats gekommen, und diese Regeln entsprächen der Wissenschaftlichkeit, schrieb er und betonte: «Dr. Seitz ist kein Klimawissenschaftler. Er war nicht an der Ausarbeitung des Weltklimarat-Berichts von 1995 über den Stand des Wissens zum Klimawandel beteiligt. Er hat nicht an der Weltklimarats-Sitzung in Madrid teilgenommen, über die er berichtet. Und vor allem hat er vor dem Verfassen seines Meinungsbeitrags keinen der Hauptautoren kontaktiert, um Informationen darüber zu erhalten, wie oder warum nach Madrid Änderungen vorgenommen wurden.»
Die Zweifel waren gesät
Dutzende führende Klimawissenschaftler aus aller Welt unterstützten Benjamin Santer. Die Kritik an ihm und am Weltklimarat IPCC war offensichtlich unbegründet. Doch die Zweifel waren gesät.
Quelle und weiterlesen: https://www.srf.ch/wissen/klimaerwaermung/bremser-des-klimaschutzes-die-geschichte-der-klimaleugner
-
Sie hören nicht auf die Prophetinnen und Propheten

Man kann aus der Geschichte lernen. Man kann von den israelitischen Propheten lernen. Sie sagten die Katastrophe voraus, wenn sich die Israeliten nicht hochmütig gegen die Mächte aufspielen. Aber die Regierenden und Reichen missachteten die Botschaft der Propheten und das Südreich Israel wie das Nordreich Juda wurden ausgelöscht und die Bevölkerung in die Gefangenschaft geführt.
Die Prophetinnen und Propheten in unserer Zeit warnen seit 40 Jahren vor dem Treibhauseffekt, den wir Menschen mit unserem CO2 und dem Methan hochtreiben. Sie sagen die Katastrophe voraus, wenn sich die Menschen nicht hochmütig gegen die Naturmächte aufspielen. 40 Jahre lang ist es nicht Gott, sondern die Physik, die uns sagt, dass da etwas Schreckliches auf uns zu kommt. Aber die Regierenden und Reichen missachten die Botschaft der Physik und die Menschen auf den Kontinenten werden jetzt der Reihe nach durch die Hitze und die Trockenheit ausgelöscht.
-
Jetzt merkt ihr’s auch! – Klimakrise in Afrika
Ein Kommentar von Heiner Hoffmann
Während seines Deutschlandurlaubs stellt der Afrika-Korrespondent des Spiegels fest: Nun, da das Gras in den Vorgärten gelb wird, spüren auch hier alle den Klimawandel. Der ist in seiner Wahlheimat längst bittere Realität.

Plötzlich reden alle in Deutschland über den Klimawandel. »Dürre«, »Rekordtrockenheit«, »Unwetter«. Nicht mehr abstrakt sei er, dieser Klimawandel, sondern ganz konkret. Das merke man jetzt auch in Deutschland. Ich habe seit meiner Ankunft vor einer Woche viele solcher Diskussionen gehört und gelesen. Und das gelbe Gras gesehen, das einfach nicht mehr grün werden will. Oder nicht mehr bewässert werden darf, weil das Wasser knapp wird. Die Tage in Hessen haben mich ein wenig an Namibia erinnert, nur dass dort gerade Winter ist. Globale Gesellschaft
Ich lebe in Kenia und berichte von dort über den afrikanischen Kontinent. Das gelbe Gras kommt mir sehr bekannt vor. Ende 2021 war ich in Madagaskar, um über die Hungersnot zu schreiben, damals war der Tenor in vielen Medien: Der Hunger in Afrika ist wieder da. Dabei galt er zwischendurch als fast besiegt. Der Direktor des Welternährungsprogramms sprach von der »ersten klimabedingten Hungersnot«, auch wenn unter Experten umstritten war, ob es sich so monokausal herleiten ließ.
In „Europa trocknen Flüsse und Seen aus, aber in Afrika sterben bereits Tausende Menschen. Zuallererst Kinder, das musste ich in Somalia selbst mit ansehen.“
Quelle und weiterlesen: Spiegel
Bild: Durch Hitze zerstörte Sonnenblumen in Deutschland Foto: Krisztian Bocsi / Bloomberg / Getty Images
-
Riesige Überflutungen in Saragossa
Die Klimaleugner und die Klimaverzögerer sagen noch immer: Das geht vorüber. Aber sie gehen dabei über Leichen. Es ist die größte Zivilisationskrise – und das schlimmste Gesellschaftsversagen.
Das Treibhaus Erde wird mit CO2 und Methan immer hermetischer abgeschlossen. Wer sind die fossilen Mächtigen und wer unterstützt sie noch weiter in der größten Krise der Menschheit?
Tormenta en Zaragoza. El Barranco de la Muerte. Tercer Cinturón.
Sturm in Saragossa. Die Schlucht des Todes. Dritter Gürtel.
Es ist der Klimazusammenbruch, Climate Breakdown.Feuerwehrleute versuchen zu helfen. -
Klimakleben als letzter Aufschrei

Warum ein Jesuitenpater in den zivilen Widerstand geht und gemeinsam mit Mitgliedern der „Letzten Generation“ als Klimaaktivist die Gesellschaft wachrütteln möchte. Ein Interview mit Pater Jörg Alt, der erklärt, dass Beten alleine in der Klimakrise nicht reichen wird.
Für den deutschen Jesuitenpater Jörg Alt und den oberösterreichischen HTL-Maturanten Jonas Seyr ist eines klar: Die Zeit, um die von der Politik gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen, läuft ab. Das „Klimakleben“ auf Autostraßen mit Staus als Folge bezeichnet der Sozialwissenschaftler Alt als notwendigen symbolischen Akt, sich der fahrlässigen Säumigkeit der Politik buchstäblich in den Weg zu stellen. Geht der Kohlendioxid-Ausstoß im bisherigen Ausmaß weiter, steuert die Welt auf eine Katastrophe zu, alarmiert der junge Klimaaktivist der „Letzten Generation“.
Die globale Erderwärmung bis 2100 unter 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, ist aktuell das wichtigste Klimaziel. Eine neue Studie der Universität Stanford sagt, dass die Grenzen schon weitaus früher erreicht werden. 1,5 °C bereits in den 2030ern und die Schwelle 2,0 °C mit 2060. Wie geht es Ihnen mit solchen Prognosen?
Jörg Alt: Das 1,5-Grad-Ziel schaffen wir sowieso nicht mehr. Also, kein seriöser Wissenschaftler glaubt mehr daran. Mit ganz viel Glück gelingt uns vielleicht noch das 2-Grad-Ziel. Aber wenn man schaut, was die Regierungen der Welt tun, sind wir gerade auf Kurs in eine 2,7 bis 3 Grad heißere Welt.
Quelle: https://www.dersonntag.at/artikel/klimakleben-als-letzter-aufschrei/
(mehr …) -
Papst: Widerstand kann notwendig sein

Der Jesuit Jörg Alt, der bei der Letzten Generation mitmacht, schreibt als Wort zum Sonntag ein Zitat von Pius XI, anwendbar auf zivilen Widerstand gegen die fossilen Mächtigen:
„Andererseits wurde unter Ihnen auch gesagt, dass, wenn diese Mächte sich gegen Gerechtigkeit und Wahrheit erheben und sogar die Grundlagen der Autorität zerstören, nicht ersichtlich ist, wie jene Bürger verurteilt werden sollen, die sich zusammengeschlossen haben, um sich zu verteidigen und die Nation mit legalen und angemessenen Mitteln gegen diejenigen zu verteidigen, die öffentliche Macht nutzen, um sie in den Ruin zu treiben. (übersetzt von mir, HD)
Die Stelle ist im Vatikanischen Archiv:
“You have more than once recalled to your Faithful that the Church protects peace and order, even at the cost of grave sacrifices, and that it condemns every unjust insurrection or violence against constituted powers.
On the other hand, among you it has also been said that, whenever these powers arise against justice and truth even to destroying the very foundations of authority, it is not to be seen how those citizens are to be condemned who united to defend themselves and the nation, by licit and appropriate means, against those who make use of public power to bring it to ruin”Es folgen Kriterien zur näheren Bestimmung der Aussage, die nach Meinung von Jörg Alt SJ auch auf Aktionen der @AufstandLastGen anwendbar sind.
(mehr …) -
Zerstörung der Natur durch Businessparks

In Oberpullendorf im Burgenland wird ein Businesspark gebaut. Ich wandere hin und habe es als Demonstration angemeldet. Wer möchte, kann mitgehen. Wir treffen uns am Mittwoch 5.7.2023 um 12:00 am Kirchenplatz in Oberpullendorf und gehen Richtung Steinberg-Dörfl zur Baustelle des Businessparks und zurück.
Die Zerstörung der Natur schreitet voran mit Auswirkungen auf das Grundwasser, auf die Bienen und auf die Gesundheit. Die Einkaufszentren fördern den Autoverkehr mit noch mehr CO2 Ausstoß und lassen die Zentren veröden.

Es gibt auch ein einfaches, freies, schönes und gutes Leben ohne die fossilen Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle.
Wichtig ist es, die Naturzerstörung zu dokumentieren. Deswegen lade ich ein.
https://www.blop.at/
https://www.facebook.com/blop.oberpullendorf
https://www.facebook.com/andrea.roschek
https://www.facebook.com/events/3483913795201472
https://www.meinbezirk.at/oberpullendorf/c-leute/gruendung-der-initiative-naturraeume-mittleres-burgenland_a6083595#likes
Mit Bus nach Oberpullendorf 
-
Luisa Neubauer: Die Macht der Fossilen

Ein gutes Leben ohne Fossilem ist Befreiung. Die fossile Party ist vorbei. Lasst uns umziehen ins Haus der Freiheit. Ins fossilfreie Haus.
Luisa Neubauer ruft zur Befreiung von der Fossilität auf.
Und doch gibt es immer wieder das Rätsel der wissenden Ignoranz. Die klassische Idee von Aufklärung im Angesicht dieser Klimakrise funktioniert nicht.
Warum ist es bisher nicht gelungen, genug Menschen für echten Klimaschutz zu gewinnen?
Wie ist es gelungen, die Menschen für mehr Klimazerstörung zu gewinnen?
Aus der wissenschaftlichen Natur des Problems hat man geschlossen, dass es durch wissenschaftliche Überzeugung gelöst werden könnte. Das war ein großer Fehler.Luisa Neubauer nennt das Problem Fossilität, die Macht des Fossilen. Die Fossilität ist auch in uns. Wir leben in zwei Welten. In der Welt der Fossilität und in der Welt der Freiheit von Fossilität.
Wer hat die Macht zu entscheiden, dass die Katastrophe eine Katastrophe ist?Viele pflegen eine selektive Komplexitätsverweigerung und unterstützen den fossilem Machterhalt.
Wer in der Klimakrise nur recht haben will, der wird nicht gewinnen. Gewonnen wird nicht mit Wissen, gewonnen wird mit Macht und wer die Sehnsüchte der Menschen konstruiert und erzählt.
Mit den Erzählungen belügen und Betrügen uns die fossilen Konzerne. Eine Niederländische Radfirma hat eine Werbung in Frankreich geschaltet, die auch die negativen Seiten des Automobils brachte. Die Werbung wurde wegen der Kritik verboten (VanMoof) .Man wird gegen die Klimakrise nicht links gewinnen. Sondern mit einem ökologischen Momentum.
Im Treibhaus Erde können wir ein einfaches, freies, schönes und gutes Leben führen ohne Erdöl, Erdgas und Kohle.Befreiung von fossilen Energieträgern
Die Sommerhitze, die wir jetzt erleben kommt vom menschengemachten Treibhauseffekt. Luisa Neubauer analysierte in einem Vortrag an der Universität Tübingen die Klimakrise. Die fossile Industrie hat es geschafft, den Menschen ein bestimmtes Lebensgefühl zu verkaufen. Ein Gefühl, das auf der Nutzung von fossilen Brennstoffen beruht. Als Beispiel dazu verweist die Klimaaktivistin auf die unzähligen Werbespots, in denen sich Autos durch endlos schöne Landschaften schlängeln, und man ein Gefühl von Freiheit empfände. Dazu wandte sich Neubauer ans Publikum und fragte: „Welcher Umweltflyer könnte dagegen schon ankommen?“
Auch im Film kommen die fossilen Brennstoffe vor: Natürlich rettet James Bond im Aston Martin die Welt. Wie denn sonst? Rettung durch die U-Bahn, Verfolgung auf dem Fahrrad? Lächerlich.Fossile Macht und „Fossilität“
Diese Übermacht und das andauernde Präsent-sein der fossilen Macht bezeichnet Neubauer als „Fossilität“. Konkret geht es der Klimaaktivistin um den Einfluss der Öl- und Energiekonzerne auf die Politik und deren Verflochtenheit. Die Befreiung aus dieser fossilen Umarmung kann zu einem neuen Lebensstil führen. Mit den Worten „Lasst uns frei sein: Die fossile Party ist vorbei, aber keine Sorge, zu unserer Musik kann man auch tanzen“ endete ihre Rede.
-
Manche Konservative sind verzweifelt
Konservative Ängste und Scheinheiligkeiten.
Thomas Jakl schreibt in der Presse einen Gastkommentar, der den Nerv mancher Konservativer trifft, die zunehmend sich in einer Sackgasse befinden.
Sie sehen ihre Felle davonschwimmen und werden aggressiv. Sie werden deuten Begriffe wie es die Faschisten machen um und werden in ihrer Aggressivität zu einer Gefahr für die Demokratie.Die Attacken auf das verhasste „Gutmenschentum“ werden immer wütender und aggressiver. „Vernünftig“ und „aufgeklärt“ ist bei diesen Rundumschlägen nichts.
Thomas Jakl schreibt:
Sie sind ja mittlerweile nahezu austauschbar geworden, die Presseaussendungen und so manche Leitartikel oder Kommentare aus dem konservativen Lager. Stets werden die gleichen Elemente eines Feindbilds skizziert, das in einer Gesamtschau dann die Hauptkonturen des verhassten „Gutmenschentums“ oder – mit süffisant elitärem Touch – auch „Justemilieu“ erkennen lässt.
Klimaaktivisten, Naturschützerinnen, Vertreter einer humanen Flüchtlingspolitik, Befürworterinnen der Diversität, Offenheit und Toleranz (auch in der Kirche), Kritiker des ungezügelten Kapitalismus – sie alle kriegen ihr Fett ab und werden von den konservativen Stimmen pauschalierend durch den Kakao gezogen. Nun, dies ist ein freies Land – und das schließt natürlich Meinungsfreiheit ein. Die Haltungen und Einstellungen des konservativen Lagers sind, selbst wenn man sie aus vollem Herzen ablehnt, als legitim zu akzeptieren.
Die Sprache der Konservativen verfestigt sich jedoch auf einem derartig zunehmend repetitiv-aggressiven Niveau, dass ich den Eindruck habe, diese Autorinnen und Autoren haben wirklich Angst. Sie fürchten um etwas oder fürchten sich vor jemandem. Oder sie werden immer lauter, um etwas von sich wegzuschreien.
Peinliche Larmoyanz
Denn es wird ihnen offenbar zunehmend bewusst, dass ihr verklärt-bemühtes Selbstbild als „vernünftige, aufgeklärte Humanisten“ (so eine dieser Stimmen) oder gar als deklarierte „Christen“ mit ihren Haltungen einfach nicht mehr vereinbar ist. Das wäre dann wohl die Furcht vor dem Verlust einer Larve, die als solche offensichtlich wird. Das tut natürlich weh und macht wütend und laut.In einem vom konservativen Lager heftig beklatschten Beitrag in der „Neuen Zürcher Zeitung“ beklagt der ehemalige Herausgeber der „FAZ“ Hugo Müller-Vogg: „Wer gegen eine Frauenquote oder das Gendern argumentiert, wer nicht unbegrenzt Flüchtlinge aufnehmen möchte, wer sich gegen eine noch höhere Besteuerung der Reichen ausspricht oder es gar wagt, dem Klimaschutz nicht eindeutig Priorität gegenüber der Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen und der Sicherung von Arbeitsplätzen einzuräumen, der hat einen schweren Stand. Schlimmer noch: Er wird von vielen Medien ausgegrenzt.“
Eine seltsame Mischung aus absurder Überzeichnung und peinlicher Larmoyanz. Später im Text schimmert dann auch die Angst durch: Die freiheitliche, pluralistische Gesellschaft gelte es zu schützen, den „liberalen Kern der Demokratie“. Hier wird die scheinheilige Janusköpfigkeit schon recht deutlich spürbar.
Thomas Jakl (* 1965) ist Biologe und Erdwissenschaftler. Er arbeitete bis 1991 an der Uni Wien, wechselte dann ins Umweltministerium. Inzwischen ist er in leitenden Funktionen im Bereich des Umweltschutzes in verschiedenen nationalen und internationalen Institutionen tätig. U. a. ist er Mitglied des Vorstands des Forums Wissenschaft und Umwelt..
(mehr …)
