Was kommt nach dem Zusammenbruch?

Es ist schwer vorauszusagen, was nach dem Zusammenbruch kommt.

Wenn die Diktatoren und Nationen weiter Krieg führen und wenn die Lebensgrundlagen mit Treibhausgasen und Giften zerstört werden, erleben wir eine Katastrophe bis zum Äußersten. Die menschliche Zivilisation, wie wir sie kennen, wird zerstört werden.

Der Mineralölkonzern ExxonMobil prognostizierte September 2026 einen Temperaturanstieg von 2,5 bis 3°C bis 2050. Versicherungsmathematiker und Naturwissenschaftler warnen: Ein Anstieg um 2°C bis 2050 wird mindestens 2 Milliarden Todesopfer fordern und bei 3 °C bis 2050 werden über 4 Milliarden Menschen sterben.

Die Abfolge von Dürre, Hitze, Waldbränden, Bergstürzen und Überschwemmungen wird sich beschleunigen. Der Asphalt auf den Straßen und Flughäfen wird weich werden, die Betonplatten heben sich und die Flächen werden nicht mehr befahrbar sein. Die Flussschiffahrt kann wegen der geringen Tiefe nicht mehr betrieben werden. Der Verkehr, wie wir ihn kennen, wird nicht mehr möglich sein. Das Trinkwasser wird knapper werden. Wir werden Zisternen brauchen. Die Nahrungsmittelproduktion wird stark sinken. Futtermittel werden immer weniger erzeugt werden. Rinder und Schweine wird es kaum mehr geben. Die Arbeit wird in der Region gebraucht. Die Bedürfnisse wie Wasser, Nahrung, Kleider, Betten, Hygiene, Medizin und Wohnungen müssen in der Region abgedeckt werden.

Landwirtschaftliche Mikro-Subsistenzwirtschaft

Nach dem langsamen Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation durch Kriege und Erhitzen der Atmosphäre bis 3°C werden wir landwirtschaftliche Mikro-Subsistenzwirtschaft in kleinen Gruppen betreiben müssen. Jene Gruppen sind überlebensfähiger, die gut kooperieren können. Ein Überlebensfaktor ist, wenn die Gruppen intern und extern anderen gegenüber nachsichtig und großzügig sein können. Zur Fage der Spiritualität verweise ich auf www.christenheit.info, wo es um Nachsichtigkeit und Großzigigkeit geht. Eine gewisse Migration muss zugelassen werden. Neid und Streit muss eingedämmt werden und dürfen nicht in Gewalt ausarten. Sonst ist der Bürgerkrieg schnell da.

Der Zentralstaat muss weiter die Gewaltenteilung in Legislative, Judikatur und Exekutive aufrecht erhalten. Zur Stabilität ist die Pressefreiheit gefragt. Die Schwierigkeit besteht dann darin, wenn das Land aufgeteilt werden muss. Das müssen der Staat oder die überstaatlichen Organisationen wie UNO oder EU machen und es muss gegen Widerstände durchgesetzt werden.
Die landwirtschaftliche Subsistenzwirtschaft in kleinen Gruppen wird biologisch, nachhaltig, regional und vor allem pflanzlich ausgerichtet sein. Gegen Dürre, Hitze, Waldbrände, Bergabbrüche und Überschwemmungen müssen regionale Lösungen gefunden werden. Das werden die Herausforderungen für die kleinen Gruppen werden.

Diese Grafik schockiert mich. Einerseits habe ich mich schon auf einen zivilisatorischen Zusammenbruch eingestellt, aber ich bin immer wieder schockiert, wenn ich diese Berechnungen sehe. Ich hoffe, dass parallel dazu die Umstellung der Landwirtschaft und die Stromnutzung schon eine Vorausschau auf die Zeit danach ist. Meine Hypothese: 2050 gibt es bei 3°C nur mehr 4 Milliarden Menschen, die jeweils in kleinen Biotopen leben. Das erscheint mir noch eine konservative Hypothese. Ärger will ich es mir nicht vorstellen.
Naja, einige Menschen werden überleben und dann in ihren Gruppen verschiedene Ideologien haben. Ich hoffe, dass sie keine archaischen Menschenopfer in ihren Biotopen haben.

Quelle der Grafik: BOKU Wien

2 Gedanken zu „Was kommt nach dem Zusammenbruch?“

  1. Kleinstrukturierte und ökologische Landwirtschaft wäre auch jetzt schon lt. FAO die zukunftsweisende Form der Nahrungsmittelproduktion, da brauchen wir nicht warten, bis alles zerstört wurde. Seit heute gibt es den neuen „Planetary Health Check“ und der sieht düster genug aus!

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    1. Ja, kleinstrukturierte und ökologische Landwirtschaft ist heute schon die zukunftsweisende Nahrungsmittelproduktion. Beim Zusammenbruch der Zivilisation produzieren aber eventuell alle (!) in Subsistenz, das heißt zum überwiegenden Teil sind alle (!) Landwirtinnen und Landwirte und produzieren überwiegend für sich selbst.

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