Statt einem zerstörerischen einen aufbauenden Lebensstil

Wir zerstören mit unserem Lebensstil die Grundlage des Lebens auf unserer Erde. Dürre, Waldbrände und Überschwemmungen sind nur Symptome der Verbrennung von Erdöl, Kohle und Erdgas. Durch unsere Nahrung nehmen wir Mikroplastik, Pestizide, Herbizide und andere Gifte auf. Mit Pestiziden sterben die Insekten, wichtige Bestäuber. Durch die Hitze leiden und sterben Kranke und jene, die im Freien arbeiten müssen. Auch durch die Fleisch- und Milchproduktion werden Treibhausgase ausgestoßen, die die Wärmestrahlen aufnehmen und nicht in den Weltraum lassen.

Die Treibhausgase CO2, Methan und Lachgas erhitzen die Atmosphäre und die Meere. Durch Abholzung sterben die Regenwälder und mit ihnen viele Arten.

John Ronald Reuel Tolkin hat unsere Verantwortung mittels der Worte einer seiner Figuren wie folgt beschrieben: „Doch unsere Sache ist es nicht, die Welt durch alle Zeiten zu steuern, sondern in den Jahren, auf die wir beschränkt sind, zu tun, was wir können,  um das Übel auf den uns bekannten Feldern auszujäten, damit jene, die nach uns kommen, einen guten Boden vorfinden .“ (J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe, Bd 3, Die Wiederkehr des Königs, 184, in: Leo XIV, Die großartige Menschheit, 213)

Aufbauender Lebensstil:

  1. Statt Erdöl und Erdgas können wir mit Wärmepumpen die Häuser und Wohnungen beheizen.
  2. Statt mit Benzin- und Dieselautos können wir mit E-Autos, öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrädern, E-Bikes und zu Fuß uns fortbewegen.
  3. Statt Fleisch und Milchprodukte können wir uns pflanzenbasiert ernähren.
  4. Wir können Kleider anziehen, die nicht aus Erdöl hergestellt werden und Mikroplastik auswaschen.
  5. Gegenstände können wir reparieren oder recyceln.
  6. Den Zuckerkonsum können wir auf das sinnvolle Maß beschränken.
  7. Urlaubsreisen können wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchführen.
  8. Strom können wir mit Photovoltaik am Dach, an den Außenwänden oder auf dem Balkon erzeugen.
  9. Durch Speicher können wir den Strom dann zur Verfügung stellen, wenn keine Sonne scheint oder andere ihn brauchen.
  10. Biologische Landwirtschaft können wir unterstützen und mit ihr kooperieren.

Für einen aufbauenden Lebensstil ist es sicher sinnvoll, sich zu vernetzen.

Es ist auch sinnvoll, Organisationen und Parteien zu unterstützen, die die Lebensgrundlage von uns Menschen schützen und wieder herstellen.

Drei Nachweise

Stefan Krauter bringt drei zentrale Arten von Nachweisen für die menschengemachte Klimakrise: 

1. Physik: CO₂, Methan und andere Gase absorbieren Wärmestrahlung; dieser Treibhauseffekt ist seit dem 19. Jahrhundert experimentell bestätigt. [1]
2. Messdaten: Die Konzentration von CO₂ in der Atmosphäre ist seit 1750 um rund 40–50% gestiegen, fast vollständig durch Verbrennung fossiler Energieträger und Entwaldung. [2][3]
3. Attribution: Klimamodelle bilden die Erwärmung nur korrekt ab, wenn menschliche Treibhausgasemissionen einbezogen werden; ohne sie bleibt der Temperaturanstieg aus. [4][5]

Der Weltklimarat IPCC kommt deshalb zum Schluss, dass es „eindeutig“ ist, dass der Mensch Atmosphäre, Ozeane und Land erwärmt hat und dass menschliche Aktivitäten mit mindestens 95% Wahrscheinlichkeit die Hauptursache der Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind. [6][3][5]

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Vegetarisch oder vegan?

Beim Vegetarismus essen viele zwar kein Fleisch, aber Käse und Milchprodukte, einige auch Eier. Die Schwierigkeit dabei ist, dass die Kühe jedes Jahr ein Kalb auf die Welt bringen müssen, damit sie Milch geben. Die männlichen Kälber und ein Teil der weiblichen Kälber werden zur Fleischproduktion verwendet. Vegetarismus unterstützt die Fleischproduktion.
Bei der Eierproduktion werden die männlichen Küken in einem Schredder oder mit Gas getötet. Das ist in Deutschland verboten. Wenn sie nicht getötet werden, werden sie zur Fleischproduktion verwendet.

Linsen in einem alten Römergrab aus Molina Aterno, Italien

Ich begann mich mit der Ernährung zu beschäftigen, als mir meine Schwester ganz begeistert vom Ernährungskompass von Bas Kast erzählt hat. Er räumte mit dem Diätenchaos auf, entlarvte Ernährungsmythen und gab einen Überblick über Ernährungsstudien und Megastudien aus der Medizin und anderen Naturwissenschaften.

Zucker, Kohlehydrate und Ballaststoffe

Er gab mir die Einsicht, Zucker in jeder konzentrierter Form (z.B. Säfte) und Kohlehydrate ohne Ballaststoffe (Brot aus Auszugsmehl) zu vermeiden. Denn sie belasten die Leber, die damit viel Fett produziert, das intern überall abgelagert wird.

Neben dem Zucker sind vor allem die Transfette in Fertigprodukten, Süßigkeiten und Chips zu finden. Transfette haben einen negativen Effekt auf den Blutfettstoffwechsel und bewirken im schlimmsten Fall Herz-Kreislauferkrankungen.

CO2, Methan und Lachgas

Mein zweites Umdenken begann, als ich mich mit der Klimakrise beschäftigte. Ich wollte den Ursachen der globalen Erwärmung nachgehen und fand mich plötzlich in der Physik und der Biologie wieder. Ich sah, dass der Treibhauseffekt vor allem von CO2, Methan und Lachgas befeuert wird. Diese Gase sperren die Hitze ein, sodass sie nicht in den Weltraum gelangt. Da schaute ich nach, welche Lebensmittel bei der Produktion CO2, Methan und Lachgas ausstoßen.

„Laut FAO gehen 14,5 Prozent aller vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen auf das Konto der Nutztierhaltung. Dabei werden neben Kohlenstoffdioxid (CO2) vor allem die klimaschädlichen Gase Methan (CH4) und Lachgas (N2O) emittiert. Beiden Gasen wird im Zusammenhang mit dem Klimawandel eine ähnliche Bedeutung zugemessen wie CO2. Methan und Lachgas verbleiben zwar wesentlich kürzer in der Atmosphäre als CO2, wirken in dieser Zeit jedoch deutlich stärker: Methan gilt demnach als etwa 25-, Lachgas sogar als fast 300-mal klimawirksamer als Kohlendioxid. Zur Vergleichbarkeit wird der Effekt aller Treibhausgase in CO2-Äquivalente (CO2eq) umgerechnet, um die Klimawirkung von Prozessen statistisch in einer einzigen Zahl auszudrücken.“ schreibt Wulf Wilde in der Deutschen Welle.

Linsen und andere Hülsenfrüchte

Meinen Konsum von Fleisch und Milchprodukten konnte ich einschränken und statt dessen esse ich Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Süßlupinen, Vollkornbrot, Hummus, Couscous, Müsli, geschrotete Leinsamen, geschälte Hanfsamen, eventuell pflanzenbasiertes Fleisch und Käse zum Gemüse und zum Obst. Statt Milch gibt es Haferdrink.

Ich bin mir bewusst, das ist nur ein kleiner Beitrag zur Erhaltung der Schöpfung, aber alles fängt klein an.

Quellen:
Land schafft Leben Vom Kalb zur Milchkuh
Deutschlandfunk Schreddern von Küken in Deutschland verboten
LAVES: Transfette
Zukunft der Erde: Treibhauseffekt
DW: 30.10.2022, Wulf Wilde, Faktencheck: Wie klimaschädlich ist Fleischkonsum wirklich?