Auswirkungen des Klimawandels auf die globale Landwirtschaft unter Berücksichtigung der Anpassung

https://www.nature.com/articles/s41586-025-09085-w?s=09

10 Jahre Laudato Si

Weiter in Sorge um unser gemeinsames Haus

Die weichenstellende Enzyklika „Laudato Si“ wurde am 24.5.2015
veröffentlicht. Gemeinsam blicken wir zurück auf eine Dekade des
Engagements für Umwelt und soziale Gerechtigkeit.
Dieser Nachmittag lädt uns ein, die Botschaft von Papst Franziskus aus
unterschiedlichen Sichtweisen neu zu entdecken und bietet Raum zur
Vernetzung.

Fünf revolutionäre Vorschläge gegen den zukünftigen Hunger

Deutschlands unabhängiger Umweltbeirat WBGU hat starke notwendige Vorschläge für Ernährungssicherheit und damit gegen den zukünftigen Hunger, der auch in Europa droht, ausgearbeitet.

  1. RENATURIERUNG: Die Renaturierung von Landökosystemen sollte massiv ausgebaut werden. Renaturierung von 350 Mio. Hektar degradierter Landfläche bis 2030 sollte nicht nur erreicht, sondern deutlich erweitert werden. Dadurch Entfernung von CO2.
  2. SCHUTZGEBIETE: Effektive, vernetzte Schutzgebietssysteme entschärfen die Biodiversitätskrise. Die Schutzgebietssysteme sollten auf 30% der Erdoberfläche ausgeweitet werden. Ohne Biodiversität bringt der Boden keine Früchte.
  3. VIELFÄLTIGE LANDWIRTSCHAFT: Die Förderung einer auf Vielfalt beruhenden Landwirtschaft hilft gegen die Zerstörung der Böden. Abkehr von der industriellen Landwirtschaft. Verschiedene Pflanzen und Tiere sind die Grundlage für landwirtschaftliche Früchte.
  4. KEINE TIERPRODUKTE: Transformation der Ernährungsstile in den Industrieländern, insbesondere durch die Verringerung des Anteils an Tierprodukten (Fleisch, Milchprodukte). „Planetary Health Diet“: Ernährungsleitlinien. Auf mehr als 70 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in der EU wächst Tierfutter.
  5. BAUEN MIT HOLZ: Ausgestaltung der Bioökonomie: Es sollten Anwendungen bevorzugt werden, bei denen Biomasse  – und damit auch der enthaltene Kohlenstoff – lange gespeichert wird: Das Bauen mit Holz. Damit wird Kohlenstoff (CO2) gespeichert und die Erhitzung verhindert.
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Droht der Zusammenbruch?

Man kann neugierig sein, wie die Jahre 2024 und 2025 werden. Sie sind anscheinend die Höhepunkte oder Wendepunkte für die Industrieproduktion und die Nahrungsmittelproduktion.
Die neue Studie „Neukalibrierung der Wachstumsgrenzen“ wirbelt einigen Staub auf.

Die Studie ist eine Berechnung, keine Vorhersage. Es kann besser werden und es kann schlechter werden. Es werden jedoch die vielen Daten verwendet, die weltweit seit Jahrzehnten verfügbar sind.

Es gibt zwei Ergebnisverläufe. Die in der Graphik dargestellten gepunkteten Linien stellen den ursprüngliche Business-as-usual (BAU) Verlauf dar. Die durchgängigen Linien stellen den neu berechneten Verlauf dar.

  • Wir sehen rot die Industrieproduktion, die 2024 einen Knick nach unten macht.
  • Die Nahrungsmittelproduktion (grün) steht dem nicht nach und macht auch 2024 einen Knick nach unten. Beide erholen sich nicht, sondern verlaufen steil nach unten. 2100 sind sie auf dem Niveau von 1900. Wobei die Bevölkerungszahl 2100 höher ist als 1900. Da beginnen ca. 2070 die Hungerjahre.
  • Die Bevölkerungszahl (orange) hat 2027 einen Höhepunkt und geht dann nicht steil, aber stetig nach unten.
  • Die anhaltende Verschmutzung (blau, z.B. Plastik) nimmt stetig zu, erreicht 2090 einen Höhepunkt und sinkt dann leicht.
  • Die nicht erneuerbaren natürlichen Ressourcen (rosa) sinken seit 1970 stark und erreichen 2025 eine stetige sinkende Kurve und gehen ca. 2075 in eine flache Kurve über.

Ich bin neugierig, wie die Jahre 2024 und 2025 werden. Sie sind anscheinend die Höhepunkte oder Wendepunkte für die Industrieproduktion und die Nahrungsmittelproduktion.
Wir können, wie Ulrike Herrmann bemerkt, den Übergang zu einer Überlebenswirtschaft mit kluger Rationierung der Ressourcen schaffen oder wir überlassen es und es kommt zu einer 3 Grad Erwärmung, und wie es Hans Joachim Schellnhuber bemerkt, zu einem Kollaps der Zivilisation. Ich denke, es ist Zeit in allen Bereichen etwas zu unternehmen und keine Ausreden mehr machen.

Studien-Quelle deutsch: https://zukunft0.blog/2023/11/23/die-industrieproduktion-sinkt-2025-rapid/#more-1457
Studien-Quelle original: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jiec.13442
Titel: Recalibration of limits to growth: An update of the World3 model
Arjuna NebelAlexander KlingRuben WillamowskiTim Schell
First published: 13 November 2023, https://doi.org/10.1111/jiec.13442
Editor Managing Review: Ichiro Daigo
© 2023 The Authors. Journal of Industrial Ecology published by Wiley Periodicals LLC on behalf of International Society for Industrial Ecology.
This is an open access article under the terms of the Creative Commons Attribution License, which permits use, distribution and reproduction in any medium, provided the original work is properly cited.

Dreimal so viele Hitzetote bis 2050

Mit drastischen Zahlen weisen Fachleute auf die gesundheitlichen Folgen der Klimakrise hin. Selbst wenn der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur bei knapp unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bliebe, würde die Zahl der globalen Hitzetoten bis zur Mitte des Jahrhunderts um 370 Prozent steigen.

November 2023, 2.00 Uhr, Quelle: https://science.orf.at/stories/3222124/

114 internationale Fachleute um Marina Romanello vom University College London waren am soeben im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlichten Bericht „Lancet Countdown on health and climate change“. Wie die Autorinnen und Autorinnen schreiben, sind die Menschen weltweit heute doppelt so vielen Tagen mit extremer Hitze ausgesetzt wie im Zeitraum 1986 bis 2005.

Das sei insbesondere lebensbedrohlich für Kleinkinder und ältere Menschen. So ist die Zahl der hitzebedingten Tode von Personen, die älter als 65 Jahre sind, zuletzt gegenüber den Jahren 1991 bis 2000 um 85 Prozent gestiegen. Im Sommer 2022 gab es laut Berechungen etwa in Europa 60.000 Todesfälle durch Hitze. „Nichtstun wird uns teuer zu stehen kommen. Wir können es uns nicht leisten, so untätig zu sein – der Preis dafür sind Menschenleben“, sagt Romanello in einer Aussendung.

Grafik: Prognose zu Hitzetoten
Grafik zeigt Temperaturentwicklung bis 2050 und mögliche gesundheitliche Folgen
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Cassava statt Pizza

Kampf dem Hunger

von Simone Schlindwein vom 24.07.2023

Agrarreform von unten: Edward Mukiibi, der neue Vorsitzende der weltweiten Slow-Food-Bewegung, kommt aus Uganda. Er will die Landwirtschaft in dem ostafrikanischen Land umkrempeln und so zur Ernährungssicherheit beitragen.

Lesen, Rechnen, Landwirtschaft: An seiner Schule lernt Brandon alles über traditionellen Lebensmittelanbau.

Die Sonne brennt. Brandon Wamala kniet im Gemüsegarten seiner Schule und harkt Unkraut. Dem drahtigen Jungen läuft der Schweiß über die Stirn. Die extreme Trockenzeit des vergangenen Jahres in Ostafrika hat auch die Böden in Uganda ausgetrocknet. Der 16-Jährige muss tief graben und die Erde umstechen, um frische Samen aussäen zu können. »Wir haben viel Kompost produziert, damit reichern wir jetzt die Böden an«, erklärt Brandon Wamala. »Mit unseren traditionellen Methoden kann uns auch die Dürre nichts anhaben«, sagt er.

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Mitmachkonferenzen in Sieghartskirchen und Neulengbach

Ein Kernteam aus Purkersdorf, Gablitz und Sieghartskirchen machen etwas Starkes. Es organisiert am ersten Samstag im Mai eine sogenannte Mitmachkonferenz mit den vielen Inititiven der Region. Am 06. Mai 2023, 10-17:00  Uhr im Kulturpavillon 3443 Sieghartskirchen, Wiener Straße 12-14 beginnen der Biobauer und Mitbegründer von Evi-Naturkost Fred Schwendinger und die Kabarettistin und Biobäurin Maria Vogt mit interessanten Impulsreferaten.

Dann gibt es die
Thementische: biologische Landwirtschaft, Solidarische Landwirtschaft gründen, Regionalwert schaffen, Zukunfts-Vision gestalten, alternative Mobilität, Lernwerkstatt Selbstbau, Permakultur Salat und Naturschutz am Ort.
• Es gibt ein regionales Buffet
• und eine Life-Musik zum Ausklang.

Sie wollen die Veränderung zum Guten in der Region vorantreiben. Der Fokus liegt auf den Themen
Ernährung, regenerative Landwirtschaft und Selbstwirksamkeit.

Sogenannte Mitmach-Regionen entstehen überall im Land, wo Menschen sich zusammentun und gemeinsam vor Ort Lösungen für die drängenden ökologischen und sozialen Fragen unserer Zeit umsetzen.

Z.B. ist Neulengbach auch eine der 100 Mitmach-Regionen. Mitmach-Region Neulengbach
Am 23. April startet im Neulengbacher Stadtpark um 15:00 die Veranstaltungsreihe Offene GartenGespräche. Die Termine in Neulengbach findest du hier.

Hier das Team der Mitmach-Region Wienerwald: Doris Banner, Bernhard Haas, Susanne Gaspar. Quelle: NÖN

https://wienerwald.mitmach-region.org/

Diese Initiative ist im ganzen deutschsprachigen Bereich vertreten. Was wäre, wenn überall Menschen zusammenkommen, um sich der dringlichsten Themen unserer Zeit anzunehmen? Die Mitmach-Regionen zeichnen sich durch einen 9 bis 18-monatigen Kooperationsprozess aus, mit dem Ziel, mit vielfältigen Akteur:innen Deine Region zukunftsfähiger zu machen. Das Besondere ist, dass Du bei der Organisation der Mitmach-Region systematisch begleitet wirst und mit Gleichgesinnten in anderen Regionen im Austausch bist.

Aufbauende Landwirtschaft

Die aufbauende Landwirtschaft ist ein System von Prinzipien und landwirtschaftlichen Praktiken, bei denen der Aufbau der Bodenfruchtbarkeit und die Erzeugung gesunder und nährstoffreicher Lebensmittel die höchste Priorität haben. Sie betrachtet natürliche Systeme in ihrer Ganzheit und in ihrer Komplexität. Ihre Praktiken erfolgen in Kooperation mit der Natur. 

http://aufbauende-landwirtschaft.de/

Pressbaumer Unternehmer*innen stellen sich vor

Schrankflüsterin Regina Halbauer und Ingrid Burtscher hatten die Idee zur Regionalen Messe in Pressbaum.
Foto: Nadja Buechler

31 Pressbaumer Kleinbetriebe präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen im Pressbaumer Stadtsaal. Samstag, 25. März, Franz Gugerell-Gasse 1, von 10 bis 18 Uhr.
Die 1. Regionale Messe Pressbaum bietet Gewerbebetrieben eine Plattform um sich gemeinsam einem Publikum zu präsentieren und vorzustellen. Die Organisatorinnen Ingrid Burtscher und Regina Halbauer entwickelten die Idee bei einem Arbeitstreffen im November 2022. “Wir wollten ganz bewusst nur Pressbaumer Unternehmer einladen. Viele Einzelunternehmer oder kleine Betriebe sind im eigenen Ort gar nicht bekannt”, erklärt Halbauer die örtliche Einschränkung.

Kleinunternehmer im Ort

“Wir wollen mit der Messe eine breite Bevölkerung ansprechen und gleichzeitig etwas für Kleinunternehmer im Ort tun”, beschreibt Burtscher die Idee. Unterstützt werden die Organisatorinnen von den Grünen Pressbaum. “Es geht hier aber nicht um eine Parteiveranstaltung, sondern um ein informatives Angebot für die ganze Familie und die Förderung der regionalen Wirtschaft”, sagt Burtscher.

Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

Eröffnet wird die Messe um 10 Uhr mit dem Quintett des Stadtorchesters, es spielt Musik von Scott Joplin, und mit Worten zur regionalen Wirtschaft von Nationalratsabgeordneten Elisabeth Götze. Um 14 Uhr folgt ein Vortrag über Nachhaltigkeit im Kleiderschrank, um 15 Uhr eine Modenschau und um 17 Uhr findet eine Tombola zugunsten des Therapiezentrums Zukunftsschmiede (auch Pressbaum) statt. 31 Aussteller stellen auf der Messe ihre Produkte vor und sorgen für das leibliche Wohl. Die Messe findet am Samstag, 25. März im Stadtsaal Pressbaum, Franz Gugerell-Gasse 1, von 10 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.
Quelle: NÖN 21.3.2023

Raus aus der Wachstumsidee

Ulrich Brand: Es braucht einen Rückbau der ökonomischen Logik von ‚Wachstum, Wachstum, Wachstum‘. Diese Erkenntnis wird heute breit geteilt wird. Nicht nur von den Investoren und vom Management, sondern auch von Beschäftigten und Gewerkschaften und vom Staat. Das ist die eine Dimension. Die andere ist der materielle Rückbau, bei der es weit weniger Konsens gibt. In bestimmten Bereichen – bei der Produktion und Nutzung von Automobilien, dem Flugverkehr, der industriellen Landwirtschaft, der schnell verbrauchbaren Güter und der billigen Kleidung – muss zurückgebaut werden. Wir brauchen ein anderes Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das Wohlstand mit weniger materiellen Gütern sichert. Das heißt aber durchaus, dass wir im Bildungsbereich, im Gesundheitsbereich, im Bereich von ökologischer Ernährung und im öffentlichen Verkehr wachsen müssen.

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