Der kollektive Suizid der Menschheit

Eine Klimaaktivistin der Letzten Generation in Deutschland wurde in der Nacht von der Polizei aus dem Bett geholt, ihre Wohnung durchsucht, weil die Staatsanwaltschaft von einer terroristischen Vereinigung ausging. Es stellte sich heraus, dass die Staatsanwalt falsch lag. Es war eine Kriminalisierung von friedlichen Protesten der Letzten Generation. Sie geht jetzt zu einer Therapeutin, um dieses Trauma zu heilen.

Ich erlebte, dass einige auch in Österreich kriminalisiert wurden, sogar ausgewiesen werden sollten. Einige wollten die Verwaltungsstrafe nicht bezahlen, weil sie es als eine Schikane sahen, wenn sie auf tausende Hitzetoten aufmerksam machten und dafür bestraft werden. Sie gingen ins Gefängnis, bis die Strafe gezahlt war.

Auch der Jesuit Jörg Alt verweigerte die Bezahlung und musste ins Gefängnis, weil er sich in Deutschland weigerte, die Vorschreibung zu bezahlen.

Klimaaktivisten erleben immer wieder schmerzhafte Enttäuschungen. Die Letzte Generation wurde gegründet, weil die großen Demonstrationen von Fridays for Future nichts bewirkten. Dies war die erste schmerzhafte Enttäuschung.

In der ersten Phase hoffte man, dass sich immer mehr der Bewegung anschließen. Als das nicht der Fall war, erlebten viele die zweite schmerzhafte Enttäuschung und einige gingen von der Letztem Generation weg.

Die übrigen gaben die Hoffnung nicht auf und machten weiter. Aber sie bekamen immer weniger Unterstützung und sie lösten die Letzte Generation auf. Es war die dritte schmerzhafte Enttäuschung.

Diese drei Enttäuschungen waren deswegen schmerzhaft, weil man die Katastrophen sah und Hoffnung in die Vernunft der Menschen setzte. Aber man sah, dass die Mitmenschen weiter unvernünftig handelten, obwohl immer mehr Menschen starben und unter den Katastrophen litten.

Ich sehe die Proteste als prophetisches Handeln.

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10 Jahre Laudato Si

Weiter in Sorge um unser gemeinsames Haus

Die weichenstellende Enzyklika „Laudato Si“ wurde am 24.5.2015
veröffentlicht. Gemeinsam blicken wir zurück auf eine Dekade des
Engagements für Umwelt und soziale Gerechtigkeit.
Dieser Nachmittag lädt uns ein, die Botschaft von Papst Franziskus aus
unterschiedlichen Sichtweisen neu zu entdecken und bietet Raum zur
Vernetzung.

Steyler Missionare beten vor OMV für Opfer der Erderwärmung

Orden kündigt Stationengottesdienst am 14. September entlang der OMV-Raffinerie Schwechat an – Weitere Akzente während der „Schöpfungszeit“ ab 1. September.

Wien, 22.08.2024 (KAP) Ihre Anteilnahme mit den Opfern der Erderhitzung bekundet die Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare mit einer bemerkenswerten Initiative zur „Schöpfungszeit“: Entlang der OMV-Raffinerie Schwechat – einem der Brennpunkte für fossile Energie in Österreich – soll am 14. September ein Stationengottesdienst unter dem von Ephraim Kishon inspirierten Titel „Nicht so laut vor Jericho…“ gefeiert werden, kündigte der seit langem in der Klimaschutzbewegung aktive Pater Franz Helm an.

Zu den Opfern der Erderwärmung zählen die Steyler Missionare die zunehmende Zahl jener, die durch die Extrem-Wetterereignisse ihr Eigentum oder sogar ihr Leben verlieren, ebenso die vielen Pflanzen- und Tierarten, die sich an die rasche Klimaveränderung nicht anpassen können und aussterben.

„Wir planen, der Opfer zu gedenken und für sie zu beten und zugleich Gott zu bitten, dass die so dringende Änderung unserer Lebensweise und der Umbau unseres Wirtschaftens gelingen möge“, erklärte der für den Gottesdienst verantwortliche Helm. „Bei all dem sehen wir uns selbst als Teil des Problems, denn wir alle sind derzeit von fossilen Energieträgern und Rohstoffen abhängig.“

Treffpunkt für den Stationengottesdienst ist am Samstag, 14. September, um 15.15 Uhr am Bahnhof Mannswörth. Der Weg führt anschließend entlang der Danubiastraße.

Aufruf „Wählt das Leben!“

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Ohne Phosphor gibt es Hunger – die Alternativen

Kompost im Bio Bauernhof Achleitner, in Eferding, Oberösterreich

Die Landwirtschaft düngt in Europa mit Phosphor, Stickstoff und Kalisalz. Stickstoff und Kalisalz sind genug vorhanden, Phosphor geht zur Neige. Experten erwarten den »Phosphor-Peak«, an dem das globale Fördermaximum erreicht sein wird, bereits im Jahr 2033.

Das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie (IMW) schreibt:
„Phosphor ist ein essentieller, aber limitierter Rohstoff, der weder synthetisch hergestellt noch anderweitig substituiert werden kann. Die Europäische Union hat keine eigenen Ressourcen für Phosphor und hängt vollständig von einer Einfuhr in der Größenordnung von mehreren Millionen Tonnen pro Jahr ab. Der Bedarf und die Nachfrage von Phosphor durch den exzessiven Einsatz in der Landwirtschaft ist seit Jahren steigend. Experten erwarten den »Phosphor-Peak«, an dem das globale Fördermaximum erreicht sein wird, bereits im Jahr 2033.
Phosphor befindet sich in erheblichen Mengen in kommunalen Abwässern. Mit diesem Phosphorreservoir könnten bis zu 20 Prozent der Nachfrage in Europa abgedeckt werden. Allerdings ist die Rückgewinnung heute noch nicht wirtschaftlich darstellbar. Da die Phosphorpreise auf dem Weltmarkt aktuell gering sind, bleiben industrielle Anwendungen bislang noch unerschlossen.“

Im Biolandbau kommt es kaum zu einem Phosphormangel. Komposterde kann als Dünger verwendet werden. Es gibt viele Bauern, die sehr gut kompostieren.

Quellen:
Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW. Leipzig
Wikipedia Phosphor
News.de: Phosphor: Das Lebenselixier geht zur Neige
Bio Austria
Bio aktuell: recyceln statt abbauen
Biohof Achleitner Alles beginnt beim Boden
Aufbauende Landwirtschaft