Der kollektive Suizid der Menschheit

Eine Klimaaktivistin der Letzten Genration in Deutschland wurde in der Nacht von der Polizei aus dem Bett geholt, ihre Wohnung durchsucht, weil die Staatsanwaltschaft von einer terroristischen Vereinigung ausging. Es stellte sich heraus, dass die Staatsanwalt falsch lag. Es war eine Kriminalisierung von friedlichen Protesten der Letzten Generation. Sie geht jetzt zu einer Therapeutin, um dieses Trauma zu heilen.

Ich erlebte, dass einige auch in Österreich kriminalisiert wurden, sogar ausgewiesen werden sollten. Einige wollten die Verwaltungsstrafe nicht bezahlen, weil sie es als eine Schikane sahen, wenn sie auf tausende Hitzetoten aufmerksam machten und dafür bestraft werden. Sie gingen ins Gefängnis, bis die Strafe gezahlt war.

Auch der Jesuit Jörg Alt verweigerte die Bezahlung und musste ins Gefängnis, weil er sich in Deutschland weigerte, die Vorschreibung zu bezahlen.

Klimaaktivisten erleben immer wieder schmerzhafte Enttäuschungen. Die Letzte Generation wurde gegründet, weil die großen Demonstrationen von Fridays for Future nichts bewirkten. Dies war die erste schmerzhafte Enttäuschung.

In der ersten Phase hoffte man, dass sich immer mehr der Bewegung anschließen. Als das nicht der Fall war, erlebten viele die zweite schmerzhafte Enttäuschung und einige gingen von der Letztem Generation weg.

Die übrigen gaben die Hoffnung nicht auf und machten weiter. Aber sie bekamen immer weniger Unterstützung und sie lösten die Letzte Generation auf. Es war die dritte schmerzhafte Enttäuschung.

Diese drei Enttäuschungen waren deswegen schmerzhaft, weil man die Katastrophen sah und Hoffnung in die Vernunft der Menschen setzte. Aber man sah, dass die Mitmenschen weiter unvernünftig handelten, obwohl immer mehr Menschen starben und unter den Katastrophen litten.

Ich sehe die Proteste als prophetisches Handeln.

„Der kollektive Suizid der Menschheit“ weiterlesen