
Vortrag Nottuln 2025
Sinnloser Überfluss in Organisationen:
Wachstum? Technologie soll helfen. Aber gelingt das?

Vortrag Nottuln 2025
Sinnloser Überfluss in Organisationen:
Wachstum? Technologie soll helfen. Aber gelingt das?

Niko Paech ist Volkswirt und lehrt an der Universität Siegen als Professor im Bereich der Pluralen Ökonomik. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem Umweltökonomie, Ökologische Ökonomie und Nachhaltigkeitsforschung. Sein Buch heißt Befreiung vom Überfluss – ein Update.
1. VIDEOs mit Niko Paech: Wir fahren an die Wand, es scheitert das moderne Zeitalter, eine Politik der Konkursverschleppung. Es gibt romantische Fortschrittserzählungen. Wir werden weniger Konsum, weniger Techniknutzung und weniger Verkehr haben. 08.05.2026
2. VIDEO mit Niko Paech: Um das Klimaziel von 2°C zu erreichen und gleichzeitig globale Gerechtigkeit walten zu lassen, ergäbe sich eine Tonne CO2 Äquivalenten pro Kopf auf ein Jahr. Das wird ein prägnant geringeres Wohlstandsniveau sein. Ein Rückbau. Halbe Arbeitszeit. Verringerung des Realeinkommens.
1. Suffizienz, Formen der Genügsamkeit als Abwurf von Ballast und als Befreiung von Überfluss. Wiedergewinnung von mehr Übersichtlichkeit.
2. Subsistenz, das Eigenmachen, die Eigenarbeit, die Selbstversorgung. Nutzungsdauer erhöhen.
3. Gut funktionierende Regionalwirtschaft, ökologischer Landbau, Manufaktur, Abermalsreparatur, Gemeinschaftsproduktion. Auto teilen.
4. Industrie wird weniger produzieren und Produkte herstellen, die länger halten, mit Fortschritt in der Technik.
(Interview für den Katholikentag 22.05.2026)

In Pressbaum, NÖ fand eine zukunftsweisende Veranstaltung statt. Hanna Zemlic, eine Schülerin des Wienerwaldgymnasiums brachte die harten Fakten zur Klimakrise und Prof. Helga Kromp-Kolb stellte Handlungsoptionen vor. Die Situation in vielen Ländern wird immer dramatischer: Menschen leiden unter der Dürre, der Trockenheit, dem Starkregen mit den Überschwemmungen, den Hitzewellen und dem Meeresanstieg.
Die Ursache ist der Treibhauseffekt, bei dem immer mehr Treibhausgase die Wärmestrahlen abhalten, ins Weltall zu gehen. Die Verbrennung von fossilen Stoffen wie Erdöl, Kohle und Erdgas erzeugt diese Gase, allem voran CO2 und Methan. Die Sonnenstrahlen kommen jedoch durch und erhitzen die Atmosphäre. Dadurch wird das Klima sehr schnell heiß und chaotisch. Die Natur kann sich nicht so schnell anpassen und viele Tierarten und Pflanzenarten sterben aus. Der gute Boden mit dem Humus wird extrem zerstört und wir verlieren die Lebensgrundlage.
Die Referentinnen sagten auch, was wir dagegen machen können. Einerseits müssen wir uns an die Erhitzung und an die Extremereignissen anpassen. Andererseits müssen wir den CO2- und Methan-Ausstoß auf Null bringen. Damit können wir die Erhitzung hinauszögern. Leider bleibt dieses CO2 für die nächsten 500 bis tausend Jahre in der Atmosphäre und lässt die Wärmestrahlen weiter nicht durch. Umso wichtiger ist, jetzt zu handeln.

In der anschließenden Diskussionen kamen viele Überlegungen auf, die auf ein einfaches und gutes Leben abzielten. Sehr wichtig war, dass viele Jungen mit ihren Wünschen zu Wort kamen. Der Konsens: Ein einfaches Leben kann sehr bereichernd sein. Man kann mit weniger Konsum, weniger Autos, weniger Flugreisen, weniger Fleisch und weniger Statussymbolen glücklich sein und die Zukunft lebenswert gestalten.