Startseite

  • Die Positivdenker liegen falsch

    Sagen wir den Stimmungserklärer, den Moodsplainern, den Positivdenkenkern, dass sie falsch liegen, und machen wir uns dann wieder an die Arbeit
    Gepostet am 5. August 2023 von jembendell

    Während wir von den Auswirkungen des seltsamen Wetters und den Nachrichten über beispiellose Meerestemperaturen auf der ganzen Welt erschüttert werden, sind die Stimmungserklärer in großer Zahl unterwegs. Sie sagen uns, dass wir zu Recht besorgt sind, aber zu Unrecht, wenn wir nicht glauben, dass unsere Lebensweise gerettet werden kann. In unseren Lieblingsnachrichtenagenturen erfahren wir, dass es sowohl moralisch als auch praktisch wichtig ist, positiv zu bleiben, Panik einzudämmen und Verzweiflung zu umgehen. Sie warnen uns davor, Märchen von Veränderung und Erlösung aufzugeben.

    Es könnte in Ordnung sein, wenn sie in einer sich selbst schützenden Blase der Täuschung leben wollten. Aber mit ihrem öffentlichen Eintreten unterdrücken sie auf gefährliche Weise den notwendigen Dialog, der uns allen helfen könnte, den Schaden in dieser Zeit der gesellschaftlichen Zerrüttung und des Zusammenbruchs zu verringern.

    Die Stimmungserklärer sagen uns, dass Menschen „aufgeben“, wenn sie glauben, dass es „zu spät“ ist. Das ist eine grobe Verallgemeinerung, die auf mehreren Ebenen fehlerhaft ist. Erstens ist es zu spät für was genau? Realisten wissen, dass es zu spät ist, die Privilegien der Experten, Journalisten und politischen Entscheidungsträger aufrechtzuerhalten, die uns sagen, wir sollten hoffnungsvoll bleiben.

    Jeder, der über die Werbung für einen grünen Wandel hinausblickt und sich die wissenschaftliche Forschung zu BIP-Wachstum, Energiequellen und Kohlenstoffemissionen anschaut, weiß, dass moderne Gesellschaften weder weiterhin die Ressourcen noch die Energie verbrauchen können, die sie derzeit verbrauchen (siehe Kapitel 3 meines Buches). Zusammenbrechen).

    Wer über den allzu konservativen und unterschätzenden IPCC (Intergouvernemental Panel on Climate Change) hinausblickt, weiß, dass das derzeitige Ausmaß der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung großen Schaden anrichtet und eine Eigendynamik besitzt (siehe Kapitel 5 meines Buches „Breaking Together“) ). Nur weil es für industrielle Konsumgesellschaften zu spät ist, weiterhin zu gedeihen oder als Vorbild für alle zu gelten, heißt das nicht, dass es zu spät ist, so viel wie möglich von der Natur und der Menschheit zu retten.

    Aber vorerst werden die Stimmungserklärer die Massenmedien dominieren, um herunterzuspielen, was eine globale Erwärmung von 1,5 °C für kleine Inselstaaten bedeutet, sowie das Risiko, dass es innerhalb weniger Jahre nach dieser Erwärmung wahrscheinlich zu mehreren Kornkammerausfällen kommen wird, Kipppunkte sich zu kaskadieren beginnen und andere schwerwiegende Folgen der bestehenden Erwärmung.

    Manchmal antworte ich den PR-Profis, die sagen: „Es ist nicht zu spät“, einfach: „Gott sei Dank ist es zu spät“ für ihre Vermeidung, ihre böse Einstellung gegenüber Realisten und ihre Versuche, die bestehende Macht zu stärken.

    Jahrelang vermied ich es, allzu konfrontativ mit den Moodsplainern umzugehen. Aber diese Angelegenheit ist ein echtes Leben mit enormen Auswirkungen auf uns alle und nicht nur ein Thema, über das man sich auf selbstbewusste, höfliche Art und Weise auskennen möchte. Es ist an der Zeit, einige Entscheidungen zu treffen und danach zu leben. Lasst uns Gutes tun, andere dazu ermutigen, Gutes zu tun, aber wir sollten nicht abseits stehen, während Menschen mit Macht weiterhin die Realität leugnen und dadurch den potenziellen Schaden vergrößern.

    Sagen wir den Moodsplainern, den Stimmungserklärer, dass sie falsch liegen, und kehren wir dann zur eigentlichen Arbeit zurück.

  • Cassava statt Pizza

    Kampf dem Hunger

    von Simone Schlindwein vom 24.07.2023

    Agrarreform von unten: Edward Mukiibi, der neue Vorsitzende der weltweiten Slow-Food-Bewegung, kommt aus Uganda. Er will die Landwirtschaft in dem ostafrikanischen Land umkrempeln und so zur Ernährungssicherheit beitragen.

    Lesen, Rechnen, Landwirtschaft: An seiner Schule lernt Brandon alles über traditionellen Lebensmittelanbau.

    Die Sonne brennt. Brandon Wamala kniet im Gemüsegarten seiner Schule und harkt Unkraut. Dem drahtigen Jungen läuft der Schweiß über die Stirn. Die extreme Trockenzeit des vergangenen Jahres in Ostafrika hat auch die Böden in Uganda ausgetrocknet. Der 16-Jährige muss tief graben und die Erde umstechen, um frische Samen aussäen zu können. »Wir haben viel Kompost produziert, damit reichern wir jetzt die Böden an«, erklärt Brandon Wamala. »Mit unseren traditionellen Methoden kann uns auch die Dürre nichts anhaben«, sagt er.

    (mehr …)
  • Vernünftig, notwendig und um Vieles besser

    Die Wende ist einerseits notwendig, andererseits macht sie vieles besser. Wir können es jetzt ändern. Wollen wir es?

    Kevin Anderson und Johan Rockström machen es vor:

    https://youtu.be/o_FtS_HNbkc ;

    https://youtu.be/STzhJPapFW4 ;

  • Sie verhindern den Klimaschutz

    https://www.srf.ch/wissen/klimaerwaermung/bremser-des-klimaschutzes-die-geschichte-der-klimaleugner

    Zweifel säen – die Geschichte der Klimaleugner

    Zweifel säen – die Geschichte der Klimaleugner

    Bremser des Klimaschutzes-Die Geschichte der Klimaleugner

    Seit über 30 Jahren ist sich die Klimawissenschaft einig, dass der Klimawandel nicht nur stattfindet, sondern dass er weitgehend menschgemacht ist. Bis heute ziehen Klimaleugnerinnen und -leugner den wissenschaftlichen Konsens in Zweifel – auch in der Schweiz – und bremsen damit den Klimaschutz.

    Autor:Klaus Ammann

    Dienstag, 25.07.2023, 17:46 Uhr


    «Die wissenschaftlichen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Mensch einen erkennbaren Einfluss auf das globale Klima hat.» Dieser eine Satz im zweiten Sachstandsbericht des Weltklimarats der UNO von 1995 hatte es in sich. Erstmals war sich die Klimawissenschaft weltweit einig, dass der Mensch einen Einfluss hat auf den Klimawandel.

    Der Mann, der damals die zuständige Arbeitsgruppe im Weltklimarat leitete, der US-amerikanische Klimamodellierer Benjamin Santer, kam in der Folge massiv unter Druck.

    Unter anderem von der Erdölindustrie. Diese engagierte selbst Wissenschaftler als Lobbyisten. So wurde Santer vom einst hoch angesehenen emeritierten Physiker Frederick Seitz frontal angegriffen. Seitz hatte die US-Atombombe mitentwickelt und in den 1960er-Jahren die Nationale Akademie der Wissenschaften präsidiert.

    Frontalangriff auf den Hauptautor

    In einem Meinungsbeitrag im renommierten «Wall Street Journal» vom Juni 1996 schrieb Seitz unter dem Titel «Eine grosse Täuschung über die globale Erwärmung» zum Bericht des Weltklimarats: Der Bericht sei, nachdem er vom Plenum abgesegnet worden war, von gewissen Autoren abgeändert worden und erwecke nun den falschen Eindruck von Einigkeit unter den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

    Und weiter: «Ich bin nicht in der Lage zu wissen, wer die Änderungen vorgenommen hat; aber der Hauptautor des Berichts, Benjamin D. Santer, muss vermutlich die Hauptverantwortung tragen.»

    Mann mit verschräönten Armen vor Monitoren mit Klimadaten

    Das war ein harter Schlag für den jungen Klimawissenschaftler – und nicht der einzige. Ein republikanischer Abgeordneter im US-Kongress startete eine Untersuchung gegen ihn. Seine damalige Anstellung beim Lawrence Livermore National Laboratory wurde öffentlich infrage gestellt.

    Benjamin Santer verteidigte sich. Im Wall Street Journal antwortete er Frederick Seitz in einem Leserbrief und sezierte dessen Kritik Punkt für Punkt.

    Es sei zu keinen Verstössen gegen die Regeln des Weltklimarats gekommen, und diese Regeln entsprächen der Wissenschaftlichkeit, schrieb er und betonte: «Dr. Seitz ist kein Klimawissenschaftler. Er war nicht an der Ausarbeitung des Weltklimarat-Berichts von 1995 über den Stand des Wissens zum Klimawandel beteiligt. Er hat nicht an der Weltklimarats-Sitzung in Madrid teilgenommen, über die er berichtet. Und vor allem hat er vor dem Verfassen seines Meinungsbeitrags keinen der Hauptautoren kontaktiert, um Informationen darüber zu erhalten, wie oder warum nach Madrid Änderungen vorgenommen wurden.»

    Die Zweifel waren gesät

    Dutzende führende Klimawissenschaftler aus aller Welt unterstützten Benjamin Santer. Die Kritik an ihm und am Weltklimarat IPCC war offensichtlich unbegründet. Doch die Zweifel waren gesät.

    Quelle und weiterlesen: https://www.srf.ch/wissen/klimaerwaermung/bremser-des-klimaschutzes-die-geschichte-der-klimaleugner

  • Sie hören nicht auf die Prophetinnen und Propheten

    Man kann aus der Geschichte lernen. Man kann von den israelitischen Propheten lernen. Sie sagten die Katastrophe voraus, wenn sich die Israeliten nicht hochmütig gegen die Mächte aufspielen. Aber die Regierenden und Reichen missachteten die Botschaft der Propheten und das Südreich Israel wie das Nordreich Juda wurden ausgelöscht und die Bevölkerung in die Gefangenschaft geführt.

    Die Prophetinnen und Propheten in unserer Zeit warnen seit 40 Jahren vor dem Treibhauseffekt, den wir Menschen mit unserem CO2 und dem Methan hochtreiben. Sie sagen die Katastrophe voraus, wenn sich die Menschen nicht hochmütig gegen die Naturmächte aufspielen. 40 Jahre lang ist es nicht Gott, sondern die Physik, die uns sagt, dass da etwas Schreckliches auf uns zu kommt. Aber die Regierenden und Reichen missachten die Botschaft der Physik und die Menschen auf den Kontinenten werden jetzt der Reihe nach durch die Hitze und die Trockenheit ausgelöscht.

  • Jetzt merkt ihr’s auch! – Klimakrise in Afrika

    Ein Kommentar von Heiner Hoffmann

    Während seines Deutschlandurlaubs stellt der Afrika-Korrespondent des Spiegels fest: Nun, da das Gras in den Vorgärten gelb wird, spüren auch hier alle den Klimawandel. Der ist in seiner Wahlheimat längst bittere Realität.

    Plötzlich reden alle in Deutschland über den Klimawandel. »Dürre«, »Rekordtrockenheit«, »Unwetter«. Nicht mehr abstrakt sei er, dieser Klimawandel, sondern ganz konkret. Das merke man jetzt auch in Deutschland. Ich habe seit meiner Ankunft vor einer Woche viele solcher Diskussionen gehört und gelesen. Und das gelbe Gras gesehen, das einfach nicht mehr grün werden will. Oder nicht mehr bewässert werden darf, weil das Wasser knapp wird. Die Tage in Hessen haben mich ein wenig an Namibia erinnert, nur dass dort gerade Winter ist. Globale Gesellschaft

    Ich lebe in Kenia und berichte von dort über den afrikanischen Kontinent. Das gelbe Gras kommt mir sehr bekannt vor. Ende 2021 war ich in Madagaskar, um über die Hungersnot zu schreiben, damals war der Tenor in vielen Medien: Der Hunger in Afrika ist wieder da. Dabei galt er zwischendurch als fast besiegt. Der Direktor des Welternährungsprogramms sprach von der »ersten klimabedingten Hungersnot«, auch wenn unter Experten umstritten war, ob es sich so monokausal herleiten ließ.

    In „Europa trocknen Flüsse und Seen aus, aber in Afrika sterben bereits Tausende Menschen. Zuallererst Kinder, das musste ich in Somalia selbst mit ansehen.“

    Quelle und weiterlesen: Spiegel

    Bild: Durch Hitze zerstörte Sonnenblumen in Deutschland Foto: Krisztian Bocsi / Bloomberg / Getty Images

  • Riesige Überflutungen in Saragossa

    Die Klimaleugner und die Klimaverzögerer sagen noch immer: Das geht vorüber. Aber sie gehen dabei über Leichen. Es ist die größte Zivilisationskrise – und das schlimmste Gesellschaftsversagen.

    Das Treibhaus Erde wird mit CO2 und Methan immer hermetischer abgeschlossen. Wer sind die fossilen Mächtigen und wer unterstützt sie noch weiter in der größten Krise der Menschheit?

    Tormenta en Zaragoza. El Barranco de la Muerte. Tercer Cinturón.
    Sturm in Saragossa. Die Schlucht des Todes. Dritter Gürtel.
    Es ist der Klimazusammenbruch, Climate Breakdown.

    Feuerwehrleute versuchen zu helfen.
  • Klimakleben als letzter Aufschrei

    Warum ein Jesuitenpater in den zivilen Widerstand geht und gemeinsam mit Mitgliedern der „Letzten Generation“ als Klimaaktivist die Gesellschaft wachrütteln möchte. Ein Interview mit Pater Jörg Alt, der erklärt, dass Beten alleine in der Klimakrise nicht reichen wird.

    Für den deutschen Jesuitenpater Jörg Alt und den oberösterreichischen HTL-Maturanten Jonas Seyr ist eines klar: Die Zeit, um die von der Politik gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen, läuft ab. Das „Klimakleben“ auf Autostraßen mit Staus als Folge bezeichnet der Sozialwissenschaftler Alt als notwendigen symbolischen Akt, sich der fahrlässigen Säumigkeit der Politik buchstäblich in den Weg zu stellen. Geht der Kohlendioxid-Ausstoß im bisherigen Ausmaß weiter, steuert die Welt auf eine Katastrophe zu, alarmiert der junge Klimaaktivist der „Letzten Generation“.

    Die globale Erderwärmung bis 2100 unter 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, ist aktuell das wichtigste Klimaziel. Eine neue Studie der Universität Stanford sagt, dass die Grenzen schon weitaus früher erreicht werden. 1,5 °C bereits in den 2030ern und die Schwelle 2,0 °C mit 2060. Wie geht es Ihnen mit solchen Prognosen?

    Jörg Alt: Das 1,5-Grad-Ziel schaffen wir sowieso nicht mehr. Also, kein seriöser Wissenschaftler glaubt mehr daran. Mit ganz viel Glück gelingt uns vielleicht noch das 2-Grad-Ziel. Aber wenn man schaut, was die Regierungen der Welt tun, sind wir gerade auf Kurs in eine 2,7 bis 3 Grad heißere Welt. 

    Quelle: https://www.dersonntag.at/artikel/klimakleben-als-letzter-aufschrei/

    (mehr …)
  • Papst: Widerstand kann notwendig sein

    Der Jesuit Jörg Alt, der bei der Letzten Generation mitmacht, schreibt als Wort zum Sonntag ein Zitat von Pius XI, anwendbar auf zivilen Widerstand gegen die fossilen Mächtigen:

    „Andererseits wurde unter Ihnen auch gesagt, dass, wenn diese Mächte sich gegen Gerechtigkeit und Wahrheit erheben und sogar die Grundlagen der Autorität zerstören, nicht ersichtlich ist, wie jene Bürger verurteilt werden sollen, die sich zusammengeschlossen haben, um sich zu verteidigen und die Nation mit legalen und angemessenen Mitteln gegen diejenigen zu verteidigen, die öffentliche Macht nutzen, um sie in den Ruin zu treiben. (übersetzt von mir, HD)

    Die Stelle ist im Vatikanischen Archiv:

    “You have more than once recalled to your Faithful that the Church protects peace and order, even at the cost of grave sacrifices, and that it condemns every unjust insurrection or violence against constituted powers.
    On the other hand, among you it has also been said that, whenever these powers arise against justice and truth even to destroying the very foundations of authority, it is not to be seen how those citizens are to be condemned who united to defend themselves and the nation, by licit and appropriate means, against those who make use of public power to bring it to ruin”

    Es folgen Kriterien zur näheren Bestimmung der Aussage, die nach Meinung von Jörg Alt SJ auch auf Aktionen der @AufstandLastGen anwendbar sind.

    (mehr …)
  • Zerstörung der Natur durch Businessparks

    In Oberpullendorf im Burgenland wird ein Businesspark gebaut. Ich wandere hin und habe es als Demonstration angemeldet. Wer möchte, kann mitgehen. Wir treffen uns am Mittwoch 5.7.2023 um 12:00 am Kirchenplatz in Oberpullendorf und gehen Richtung Steinberg-Dörfl zur Baustelle des Businessparks und zurück.

    Die Zerstörung der Natur schreitet voran mit Auswirkungen auf das Grundwasser, auf die Bienen und auf die Gesundheit. Die Einkaufszentren fördern den Autoverkehr mit noch mehr CO2 Ausstoß und lassen die Zentren veröden.

    Es gibt auch ein einfaches, freies, schönes und gutes Leben ohne die fossilen Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle.

    Wichtig ist es, die Naturzerstörung zu dokumentieren. Deswegen lade ich ein.

    https://www.blop.at/
    https://www.facebook.com/blop.oberpullendorf
    https://www.facebook.com/andrea.roschek
    https://www.facebook.com/events/3483913795201472
    https://www.meinbezirk.at/oberpullendorf/c-leute/gruendung-der-initiative-naturraeume-mittleres-burgenland_a6083595#likes

    Mit Bus nach Oberpullendorf