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Die Industrieproduktion sinkt 2025 rapid

Diese Studie ist eine Berechnung, keine Vorhersage. Es kann besser werden und es kann schlechter werden. Es werden jedoch die vielen Daten verwendet, die weltweit verfügbar sind. Es gibt zwei Ergebnisverläufe. Die in der Graphik dargestellten gepunkteten Linien stellen den ursprüngliche Business-as-usual (BAU) Verlauf dar. Die durchgängigen Linien stellen den neu berechneten Verlauf dar.
- Wir sehen rot die Industrieproduktion, die 2024 einen Knick nach unten macht.
- Die Nahrungsmittelproduktion (grün) steht dem nicht nach und macht auch 2024 einen Knick nach unten. Beide erholen sich nicht, sondern verlaufen steil nach unten. 2100 ist sie auf dem Niveau von 1900.
- Die Nahrungsmittelproduktion (grün) steht dem nicht nach und macht auch 2024 einen Knick nach unten. Beide erholen sich nicht, sondern verlaufen steil nach unten. 2100 ist sie auf dem Niveau von 1900. Wobei die Bevölkerungszahl 2100 höher ist als 1900. Da beginnen ca. 2070 die Hungerjahre.
- Die Bevölkerungszahl (orange) hat 2027 einen Höhepunkt und geht dann nicht steil, aber stetig nach unten.
- Die anhaltende Verschmutzung (blau, z.B. Plastik) nimmt stetig zu, erreicht 2090 einen Höhepunkt und sinkt dann leicht.
- Die nicht erneuerbaren natürlichen Ressourcen (rosa) sinken seit 1970 stark und bilden 2025 eine stetige sinkende Kurve und gehen ca. 2075 in eine flache Kurve über.
Man kann neugierig sein, wie die Jahre 2024 und 2025 werden. Sie sind anscheinend die Höhepunkte oder Wendepunkte für die Industrieproduktion und die Nahrungsmittelproduktion.
Wir können, wie Ulrike Herrmann bemerkt, den Übergang zu einer Überlebenswirtschaft mit kluger Rationierung der Ressourcen schaffen oder wir überlassen es und es kommt zu einer 3 Grad Erwärmung, und wie es Hans Joachim Schellnhuber bemerkt, zu einem Kollaps der Zivilisation. Ich denke, es ist Zeit in allen Bereichen etwas zu unternehmen und keine Ausreden mehr machen.
Die Studienautoren schreiben:
Nach 50 Jahren gibt es immer noch eine anhaltende Debatte über die Studie „Limits to Growth“ (LtG). In diesem Artikel wird das World3-03-Modell von 2005 neu kalibriert. Die Eingabeparameter werden geändert, um besser zu empirischen Daten zur Weltentwicklung zu passen. Zur Berechnung und Optimierung verschiedener Parametersätze wird ein iteratives Verfahren eingesetzt. Dieser verbesserte Parametersatz führt zu einer World3-Simulation, die im kommenden Jahrzehnt den gleichen Überschwing- und Kollapsmodus zeigt wie das ursprüngliche Business-as-usual-Szenario des LtG-Standardlaufs. Der Haupteffekt der Neukalibrierungsaktualisierung besteht darin, dass die Spitzenwerte der meisten Variablen angehoben und um einige Jahre in die Zukunft verschoben werden. Die Parameter mit den größten relativen Veränderungen beziehen sich auf die Lebensdauer des Industriekapitals, die Verzögerung bei der Übertragung von Schadstoffen und die Entwicklungszeit für städtisch-industrielles Land.
Quelle: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jiec.13442
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Titel: Recalibration of limits to growth: An update of the World3 model / Neukalibrierung der Wachstumsgrenzen: Ein Update des World3-Modells
Arjuna Nebel, Alexander Kling, Ruben Willamowski, Tim Schell
First published: 13 November 2023, https://doi.org/10.1111/jiec.13442
Editor Managing Review: Ichiro Daigo
© 2023 The Authors. Journal of Industrial Ecology published by Wiley Periodicals LLC on behalf of International Society for Industrial Ecology.
This is an open access article under the terms of the Creative Commons Attribution License, which permits use, distribution and reproduction in any medium, provided the original work is properly cited. -
Wie die Zukunft aussehen könnte
Langsam stellen wir uns auf die Zukunft ohne Erdöl und Erdgas um. Es wird eine Welt mit vielen Schatten spendenden🌳, mit Sträuchern und Blumen, Gemüsepflanzen und Obstbäumen. Statt Erdöl und Erdgas bekommen wir die Energie von der Sonne.
Die Häuserfassaden sind begrünt, die Fenster sind dreifach verglast, wir haben Photovoltaik am Dach, durch die uns die Sonne Strom liefert. Wärme kommt von der Wärmepumpe, einige haben Erdwärme. Im Winter kommt Strom von den Windrädern. Der Regen wird in Zisternen gesammelt.
Die Kleidung ist reine Baumwolle, das Flusswasser ist frei von Mikroplastik, es gibt kaum Zucker, aber viele schmackhafte Öle, es gibt kaum Fleisch, aber eiweißhaltige Pflanzen und wohlriechende Kräuter und Gewürze.
Wir haben bald ein e – 🚗, das wir zum Transport benötigen, das leise ist, nicht stinkt und das wenig Reparaturen braucht. Große Strecken fahren wir entspannt mit dem Zug, gerne auch mit dem Regionalbus. Ich gehe auch zu Fuß und sehe dabei viel mehr. Oder ich fahre locker mit dem E-Bike. Das hält mich gesund.
Ja, so könnte die Zukunft aussehen. So wird sie aussehen, wenn wir den Wohlstand erhalten wollen.
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Die großen Krisen der Menschheit

Hamasterroristen verleugnen die Sinnlosigkeit. Der 24. Februar 2022 mit dem Überfall auf die Ukraine, der 7. Oktober 2023 mit dem Massaker der Hamas und der heißeste Sommer 2023 seit tausenden von Jahren ist eine harte Wende in der Menschheitsgeschichte. (Man kann auch noch die Pandemie dazu nehmen.)
Es wirkt ähnlich wie ein Weltkrieg auf unsere Mentalität. Der starke Einschnitt führt zu einer Spaltung der Menschheit (1), zu einer neuen Sicht auf das Gewaltphänomen (2) und als drittes zu einer psychischen Abwehr gegen notwendige Veränderungen (3).
- Der Krieg ist zurück und benötigt eine Erinnerung an die Kriegsregulierungen und eine ethische Überprüfung.
- Die Ansteckung mit der Gewalt muss neu gedacht werden. Der Nationalismus mit den Feindbildern fördert nach innen und nach außen die Aggression. Gewalt wird nachgeahmt und Feindbilder werden verstärkt.
- Die Leugnung des Notwendigen: Die notwendigen Änderungen beim menschengemachten Treibhauseffekt werden geleugnet. Die Notwendigkeit der Rüstung wegen dem Angriff des Imperiums Russland kann nicht übergangen werden. Der Kampf gegen den aggressiven und antisemitischen Islam kann nicht links liegen gelassen werden. Die Kunst der Ausreden erreicht eine wachsende Blüte.
Diese drei Bereiche, Krieg, Gewalt und Leugnung hängen zusammen, aber müssen genauer durchdacht werden.
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Regionale Entwicklung im Wienerwald

Liebe Freundinnen und Freunde der Zukunft auf der Erde!
Ich lade euch herzlichst zu unserem nächsten Arbeitskreis Zukunft der Erde am Mittwoch, 22.11. 2023, 18:00, Café Corso, Pressbaum, Niederösterreich ein.
Es geht um die Liebe zum Leben und die Begeisterung für gute Bedingungen.
Am vorletzten Mittwoch haben wir vor allem folgende Themen besprochen: Biodiversität und Staudenknöterich, FoodCoops, individueller öffentlicher Verkehr und Radwege.
Einige wollen zur Biodiversität weiterarbeiten, andere zu den Mikro-Öffis. Aber auch andere Themen werden aktuell sein.Genauerer Rückblick auf die Themen und mehr Informationen:
- Biodiversität ist gefährdet, auch durch den Staudenknöterich. Er stammt ursprünglich aus Asien und ist eine 3-4 m hohe Staudenart, die sich vor allem an freien Ufern und Straßen verbreitet. Dort führt sie zur Erosion des Erdreichs, zum Aufbrechen der Straße und lässt durch ihren dichten Wuchs keine anderen Pflanzen zu. Romana Kalt hat schon sehr viel zur Aufklärung beigetragen. Info bei der AGES, Land Steiermark, Wikipedia, Europäische Union.
- Zu Food Coop und Bauernmärkte gibt es unterschiedliche Erfahrungen. Das Bedürfnis nach regionalen Lebensmitteln ist da, aber die Konsumenten machen oft keine Wochenpläne und besuchen die Supermärkte dann, wenn sie gerade etwas brauchen. Food-Coop im B.R.O.T. hat aber vieles auf Lager. Info: BROT, FoodCoops, Food-Coop-Pressbaum, Manfried Faber.
- Öffentlicher Verkehr: Er ist mit dem Radverkehr und dem Zu-Fuß-Gehen die Alternative zum Verbrenner und auch zum Elektroauto. In Niederösterreich gibt es in einigen Regionen individuelle und öffentliche Verkehrsangebote, „Mikro-Öffis“. In unseren Gemeinden gab es mit VOR schon Absprachen und es gab auch Planungen, wo Kleinbusse Stationen haben können. Leider wurde das Konzept aus finanziellen Gründen ad Acta gelegt. Mikro_ÖV gibt es in fast allen Bundesländern. Neu: Gemeinden werden ab sofort für solche „Mikro-ÖV“-Projekte mit bis zu 80.000 Euro jährlich unterstützt. Info: KOMMUNAL; Klimaministerium, VCÖ (PDF), Michael Sigmund, Rudi Mlinar.
- Der Radweg durch das Pressbaumer Zentrum ist in Planung. Mit der EVN, die Fernwärme bauen will, soll auch die Stromleitung und das Wassernetz erneuert werden. Info: Elisabeth Reinthaler, Radlobby: Katja Bohländer.
Nächster Arbeitskreis ist also am Mittwoch, 22.11. 2023, 18:00, Café Corso
Davor, am Dienstag, 21.11.2023 fahre ich mit Hans-Peter zu einer Veranstaltung nach St. Pölten über nachhaltige Gemeindeentwicklung und „Klimaschutz gemeinsam umsetzen“. Mit dem Zug um 14:42 ab Tullnerbach Pressbaum. Vielleicht möchte wer von euch mitfahren. Gleich.wandeln.
Liebe Grüße
Hannes -
Wenn Sie nicht an den Klimawandel glauben wollen, müssen Sie diesen Text lesen

Der Psychologe und Nachhaltigkeitsforscher Thomas Brudermann schrieb auf Twitter: Habe für Focus Online über Klimawandelverleugnung geschrieben. Wie erwartet hat meine Mailbox schon freundlichere Tage gesehen.
Ich habe seinen Artikel mir angesehen und fand ihn sehr hilfreich, die jetzige Situation zu verstehen. Er beginnt mit der Feststellung, dass die Klimaforscher schockiert sind, dass ihre Befürchtungen viel früher Realität wurden. Das Jahr 2023 brachte Hitzerekorde, Starkregen, Überflutungen und große Waldbrände. Aber immer mehr Menschen verfallen den Klimawandelleugnern.
In den Sozialen Medien heißt es immer mehr „Klimahysterie“ und „Alles Blödsinn und Betrug“. Einige fragen sich: Ist diese Realitätsverweigerung nicht völlig absurd?
Für den Psychologen ist die Zunahme von Klimaleugnungs-Extremen mit der Zunahme von Sichtbarwerden der Klimawandelfolgen nicht überraschend. Es deckt sich mit den Studien zur Verhaltenswissenschaft.
Es ist angesichts der Zunahme der Extremereignisse wahrnehmbar, dass die Warnungen der Klimaexperten zutreffen. „Wie viele Beweise braucht es noch?“ könnte man fragen. Das könnte doch alle überzeugen.
Brudermann dazu: „Tja. Falsch gedacht.“
Er bringt drei Treiber der Verleugnung:
- Erstens, sogenannte „Bestätigungsfehler“ (engl.: Confirmation Bias)
- zweitens die gestiegene Politik- und Wissenschaftsskepsis in der Bevölkerung
- drittens die Hyperaktivität aggressiver Wissenschaftsverleugnungsorganisationen, die ihre Botschaften gut auf Weltbilder und Lebenseinstellungen abstimmen.
Zum Ersten: Menschen lieben das, was ihre Meinung bestätigt. Beispiele, die ihre Meinung ins Wanken bringt, ist schmerzhaft und benötigt kognitive Energie.
Zum Zweiten: Jene, die sich als Verlierer in der Gesellschaft sehen, lehnen sehr oft Politik und Wissenschaft ab. Begonnen hat das in der Zeit der Pandemie, als sich verschiedene wissenschaftsfeindliche und politikfeindliche Gruppen herauskristallisiert haben. Die haben mit dem Klimathema ein neues Betätigungsfeld gefunden.
Das Spektrum der verschiedenen Weltbilder haben da ihre Leugnungen herausgebildet: das konservative, das nationale und das wirtschaftsliberale Weltbild. Brudermann verweist auf den Kommunikationsexperten Carel Mohn: Wenn Weltbilder und Fakten in Konflikt geraten, dann unterliegen die Fakten.
Zum Dritten: Es gibt dann die „hyperaktiven, beinahe aggressiv-nervösen“ Verleugner-Organisationen, die diese Weltbilder benutzen. Das sind private Medien und Lobbyverbände der fossilen Firmen, die Skepsis der Menschen mit ihren Lügen bedienen und ihre Weltbilder bestätigen.
Quelle: Focus.de
Theodor Seidels Kommentar dazu finde ich sehr erhellend:
UmweltschutzEs wäre wirklich schlimm, wenn wir uns getäuscht hätten mit der menschengemachten Klimaerwärmung. Dann hätten wir 2050 begrünte Innenstädte mit richtig sauberer Luft zum Atmen. Lärm und Gestank wäre nicht mehr vorhanden. Wir hätten keine Massentierhaltung mehr und würden gesünder leben, weil Fleischkonsum unattraktiv ist. Der Regenwald wäre in seiner ganzen Pracht und Nutzen immer noch vorhanden. Die Ozeane wären sauberer, wir würden erneuerbare Energie zum Nulltarif beziehen und nicht das Geld den Ölmultis in den Rachen schmeißen. Wir hätten wieder gute Böden weil es nur noch ökologische Landwirtschaft gibt. Ja, die Folgen wären schlimm, wenn wir uns getäuscht hätten.
https://www.focus.de/230076571?commentId=f02fcc02-00fe-4cc8-ab53-d4fa8e12ad4a -
Klimaforscher Schellnhuber: Das System beginnt unruhig zu werden

https://science.apa.at/power-search/10985960308859029263
Die gegenwärtige geologische Epoche, das seit rund 12.000 Jahren andauernde Holozän, sei klimatisch von unglaublicher Stabilität geprägt gewesen. Nun scheine sich das zu ändern, das Klimasystem beginne unruhig zu werden. „Ganz gleich, wohin Sie schauen, die Kurven verlassen den normalen Bereich“, sagte der Forscher, der mit 1. Dezember den Posten des Generaldirektors beim Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg (NÖ) übernimmt.
Schellnhuber wurde mit seiner Forschung zu „Tipping Points“, den Kippelementen, bekannt. Dabei handle es sich um Elemente im Klimasystem, die nach und nach in einen anderen Zustand gestürzt werden könnten, wenn die Erde sich erwärmt. Zu diesen Kippelementen zählt etwa das Abschmelzen des Meereises in der Arktis, des Grönländischen Eisschildes und das Auftauen von Permafrostböden. Außerdem die zunehmenden Waldbrände in den gemäßigten Klimazonen, die steigende Trockenheit im tropischen Regenwald sowie die sich verlangsamende Atlantische Umwälzströmung, die sich wiederum auf den Monsunregen negativ auswirkt.
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Unleugbare Dringlichkeit

Paul M. Zulehner zum Apostolischen Schreiben Laudate Deum von Papst Franziskus.
Acht Jahre nach der Veröffentlichung der epochalen Enzyklika Laudato si (2015) redet Papst Franziskus der Welt neuerlich ins Gewissen. Es drängt ihn seine tiefe Besorgnis um den Erhalt unseres gemeinsamen Hauses. Auf den Klimawandel, in welchem er eine der größten Herausforderungen für die globale Gemeinschaft sieht, werde in fahrlässiger Weise unzulänglich reagiert. Das werde unvorhersehbare ökologische und soziale Folgen zeitigen, vor allem für die am meisten gefährdeten Menschen.
Fundierte Diagnose
Wie schon in Laudato si setzt der Papst an den Beginn eine fundierte Diagnose der Lage des Weltklimas. Er stützt sich dabei auf die neuesten Berichte des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) aus den Jahren 2021 und 2023, denen rund 34.000 wissenschaftliche Studien zugrunde liegen. Aus diesen übernimmt er den „sense of urgency“ – die hohe Dringlichkeit, mit der umgehend gehandelt werden müsse. Denn die Welt steuere auf kritische Kipppunkte zu; diese sind „für mindestens Hunderte von Jahren unumkehrbar“: das Ansteigen der Temperatur der Ozeane, das Abschmelzen der Pole, das Schmelzen der Eisschilde, die Veränderung der Meeresströmungen, das Abholzen der tropischen Regenwälder und das Auftauen des Permafrostbodens in Russland“ (15).
Leugner und Spötter
In scharfen Worten zeigt der Papst Unverständnis gegenüber jenen, welche den „anthropogenen“, also von Menschen verursachten Klimawandel leugnen. Solche unerleuchtete Leugner ortet er auch in der katholischen Kirche (14). Neben dem Leugnen stört den Papst auch ein unverantwortlicher Spott, der dieses Thema als etwas bloß Ökologisches, „Grünes“, Romantisches darstellt, das oft von wirtschaftlichen Interessen ins Lächerliche gezogen wird: „Geben wir endlich zu, dass es sich um ein in vielerlei Hinsicht menschliches und soziales Problem handelt.“ (58)
Das ist der Link zum Text Laudato Deum:
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Die Botschaft an die Zauderer

Es wird immer dringender. Starkregen, Überschwemmungen, Dürre, Hitze, Insektensterben bringen Krankheit, Armut und Tod. Das CO2, das ihr in die Atmosphäre schaufelt, bleibt die nächsten 500-1000 Jahre in der Atmosphäre. Das erhitzt jede Sekunde die Luft und die Meere. Ganze Landstriche werden unbewohnbar.
Ihr Zauderer, ihr treibt alle mit euren Treibhausgasen und Insektiziden in den Untergang und beschreibt es als Paradies.
Hört damit auf!
Es gibt keinen Planeten B.

Ihr Zauderer, ihr macht Versprechungen, aber zerstört weiter die Lebensgrundlagen von Tieren, Pflanzen und uns Menschen.
Hört damit auf!
Ihr Zauderer, ihr bringt mit eurem CO2 und eurem Methan Überschwemmungen, Hitze und Dürre. Wegen eurer Dürre brennen die Wälder wie Zunder. Wegen eurer Zauderei wird fruchtbarer Ackerboden zerstört.
Hört damit auf!

Ihr Zauderer, ihr lenkt mit eurem Streit und eurem BlaBla von der Erhitzung ab, werft immer mehr Treibhausgase in die Atmosphäre und zerstört die Häuser und die Äcker.
Hört endlich damit auf!
Ihr Zauderer, entscheidet euch für den Mut, die Informationen zu suchen, zu sehen und zu lesen. Helft mit, eine lebenswerte Zukunft zu bauen.
Entscheidet euch für den Mut und handelt.
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Klimastreik am Freitag, 15.9.2023
Es wird immer dringender. Klimademonstration weltweit und in Pressbaum.

Mit 300 bis 500 Hitzetoten rechnet die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit heuer in Österreich. Das wäre ein deutlicher Anstieg, verglichen mit 2022. Da waren es 231Tote.
Der Sommer 2023 hat gezeigt, dass extreme Wetterverhältnisse auch in Europa keine Ausnahme mehr sind. Feuer auf griechischen Inseln, Hitze in Spanien, Hagelstürme in Italien, Fluten und Muren in der Steiermark und Kärnten. Die Folgen der globalen Klimaerhitzung werden bei uns immer spürbarer.
Fridays For Future veranstaltet am Freitag, 15. September 2023 einen weltweiten Klimastreik.
In Pressbaum treffen wir uns um 12:00 am Kirchenplatz. Dann geht es zur Kreuzung Fröscherstraße und dann zum Rathausplatz.
Ich organisiere das mit anderen von Fridays For Future und habe die Demonstration bei der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten angemeldet. Ich lade euch herzlich dazu ein.
Wir fordern die österreichische Regierung auf, mehr zu tun. Die Treibhausgase, die in die Atmosphäre geschaufelt werden, bleiben dort tausend Jahre und erhitzen jedes Jahr die Erdoberfläche. Es gibt Pläne, CO2 und Methan zu reduzieren. Aber laut österreichischem Umweltbundesamt wird Österreich die EU-Klimaziele für 2030 verfehlen. Dabei gibt es einfach umzusetzende Maßnahmen:
- Alle Bundesländer müssen Windenergie ausbauen.
Windenergiequote für jedes Bundesland
Säumige Bundesländer zahlen mehr.
Die Winterlücke von Strom mit Windenergie schließen - Altbau-Häuser dämmen und Luft-Luft-Wärmepumpen einbauen. Ein typischer Altbau braucht ohne Dämmung 4-mal so viel Heizenergie wie mit Sanierung.
- Güterverkehr weg von der Straße auf die Schiene.
- Ein neues Klimaschutzgesetz, das Kinder wirklich schützt.
- Von den Landesregierungen fordern wir einen massiven Ausbau von Radwegen – statt Autobahnen.
- Verbot von Insektiziden
- Verbot von Plastikverpackung, Pfand auf Plastikflaschen
- Ausbau des Stromnetzes
- Geschwindigkeitsbeschränkung 100 / 60 /40
- Keine neuen Straßen
- Keine neuen Supermärkte
- Renaturieren
Quellen: Fridays For Future Austria
Fridays for Future Pressbaum
Link zu Instagram: https://www.instagram.com/p/CwxKYKWqgRy/
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Link zu Tiktok https://vm.tiktok.com/ZGJnJSEsK/ - Alle Bundesländer müssen Windenergie ausbauen.
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Die wahren Extremisten

Viele setzen beim Thema Klimawandel auf Wunschdenken. Ein Gastkommentar von Michael Praschl im Kurier 11.08.2023.
Aktuell werden häufig diejenigen, die sich für wissenschaftlich belegte, überlebenswichtige Klimaschutzmaßnahmen engagieren, als Extremisten bezeichnet – nicht nur die „Klimakleber“, deren Methodik auch ich nicht befürworte. Wer unangenehme Wahrheiten ausspricht, gilt oft als radikaler Extremist.
UN-Generalsekretär Guterres – von Rechtspopulisten bereits als Extremist bezeichnet – spricht solche Wahrheiten aus: „Die aktuelle Klimapolitik führt bis zum Ende des Jahrhunderts zu einer Erderwärmung von 2,8 °C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. Wir rasen sehenden Auges auf eine Katastrophe zu – mit zu vielen, die auf Wunschdenken, auf unerprobte Technologien und Wunderlösungen setzen. Es ist Zeit, aufzuwachen und aufzustehen.“ Er stellt auch die Frage, ob nicht eher die Länder, die weiterhin fossile Brennstoffe produzieren, die echten Klimaextremisten sind. Leider werden die 2,8 Grad Temperaturerhöhung möglicherweise bereits Mitte des Jahrhunderts erreicht.
Im Gegensatz dazu meint beispielsweise die ÖVP wörtlich: „Das gebetsmühlenartige Verteufeln von Verbrennermotoren ist eine reine ideologiegetriebene Verbotskultur von Schein-Klimaaktivisten.“ Nachdem hier die Wissenschaft ignoriert und den Menschen suggeriert wird, dass alles durch Technologie gelöst wird (z. B. E-Fuels) und niemand sein Verhalten ändern muss, kann man das durchaus als extremistisch bezeichnen. Auf das Wissen der vielen hochkompetenten Experten im Klimaschutz-/Verkehrsministerium wird bewusst verzichtet.
Die FPÖ leugnet – wortgleich mit der AfD – entweder den Klimawandel generell (Leugner Typ A), oder den menschlichen Einfluss darauf (Leugner Typ B). Viele lassen sich dadurch tatsächlich ködern, weil sie bei Nichtexistenz der Erderhitzung ja nichts am eigenen Verhalten ändern müssten und auch keinerlei Schuld auf sich geladen hätten. Das würde ich sogar als radikal-extremistisch bezeichnen.
Quelle und Weiterlesen:
https://kurier.at/meinung/gastkommentar/die-wahren-extremisten/402550772Michael Praschl befasst sich wissenschaftlich mit dem Klimawandel und mit sicherer und nachhaltiger Mobilität
