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  • Globale Temperaturentwicklung

    Nahezu-Echtzeit-Updates wichtiger globaler Klimavariablen vom Copernicus Klimawandeldienst (C3S). Die aktuelle Oberflächenlufttemperatur sehen wir hier: https://pulse.climate.copernicus.eu/. Es gibt die absolute Temperatur und die abweichende Temperatur zum Durchschnitt der vergangenen Jahre (Anomalien). März 2024:

    Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union. April 2024:

  • Der Jesuit Jörg Alt macht Feuer

    „Ich versuche jeden Tag so zu leben, dass ich am Abend sagen kann: heute war nicht umsonst!“

    „Jörg Alt spricht (darüber), warum ziviler Ungehorsam für ihn in diesen Zeiten eine legitime Form des Aktivismus ist – und warum sich das prima mit dem katholischen Glaubensbekenntnis vereinen lässt.“ Ab sofort für 48 Stunden online
    https://pioneersofchange-summit.org/speaker/joerg-alt-christaktivist/

  • Ohne Phosphor gibt es Hunger – die Alternativen

    Kompost im Bio Bauernhof Achleitner, in Eferding, Oberösterreich

    Die Landwirtschaft düngt in Europa mit Phosphor, Stickstoff und Kalisalz. Stickstoff und Kalisalz sind genug vorhanden, Phosphor geht zur Neige. Experten erwarten den »Phosphor-Peak«, an dem das globale Fördermaximum erreicht sein wird, bereits im Jahr 2033.

    Das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie (IMW) schreibt:
    „Phosphor ist ein essentieller, aber limitierter Rohstoff, der weder synthetisch hergestellt noch anderweitig substituiert werden kann. Die Europäische Union hat keine eigenen Ressourcen für Phosphor und hängt vollständig von einer Einfuhr in der Größenordnung von mehreren Millionen Tonnen pro Jahr ab. Der Bedarf und die Nachfrage von Phosphor durch den exzessiven Einsatz in der Landwirtschaft ist seit Jahren steigend. Experten erwarten den »Phosphor-Peak«, an dem das globale Fördermaximum erreicht sein wird, bereits im Jahr 2033.
    Phosphor befindet sich in erheblichen Mengen in kommunalen Abwässern. Mit diesem Phosphorreservoir könnten bis zu 20 Prozent der Nachfrage in Europa abgedeckt werden. Allerdings ist die Rückgewinnung heute noch nicht wirtschaftlich darstellbar. Da die Phosphorpreise auf dem Weltmarkt aktuell gering sind, bleiben industrielle Anwendungen bislang noch unerschlossen.“

    Im Biolandbau kommt es kaum zu einem Phosphormangel. Komposterde kann als Dünger verwendet werden. Es gibt viele Bauern, die sehr gut kompostieren.

    Quellen:
    Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW. Leipzig
    Wikipedia Phosphor
    News.de: Phosphor: Das Lebenselixier geht zur Neige
    Bio Austria
    Bio aktuell: recyceln statt abbauen
    Biohof Achleitner Alles beginnt beim Boden
    Aufbauende Landwirtschaft

  • Der Treibhauseffekt

    Warum wird es immer wärmer? Die Atmosphäre aus Stickstoff, Sauerstoff und anderen Gasen lässt die kurzwelligen Sonnenstrahlen durch und die Oberfläche der Erde wird erwärmt. Diese Wärme bleibt nicht auf der Erdoberfläche sondern strahlt zurück in den Weltraum.

    Aber nicht die ganze Wärme kann ins All fliehen. Die Wärmestrahlen sind langwellig und ein Teil wird von den Treibhausgasen (z.B. CO2) aufgehalten und zurückgeschickt. Dadurch bleibt die untere Atmosphäre, das Meer und der Boden warm. Das ist für das Leben gut – wenn nicht zu viel zurück zur Erde geschickt wird. Je mehr Treibhausgase in der Atmosphäre sind, umso mehr Wärmestrahlen bleiben zurück.

    Die CO2 Emissionen sind durch das Verbrennen von Erdöl, Kohle und Erdgas auf 428 ppm gestiegen. Der vorindustrielle Wert war 280 ppm. Das ist eine Steigerung um 148 ppm. Dadurch erwärmt sich die Erd- und Wasseroberfläche immer stärker.
    Den Treibhauseffekt mit dem CO2 hat schon die Wissenschaftlerin Eunice Newton Foote 1856 entdeckt. Svante Arrhenius, der 1903 den Physik-Nobelpreis bekam, erkannte 1895, dass wir durch das Verbrennen der Kohle (später kam Erdöl und Erdgas dazu) auf eine globale Erwärmung von 5 Grad zusteuern.

  • Copernicus: 2033 erreichen wir global 1,5°C

    Copernicus berechnet die Daten der Temperaturerhöhung und veröffentlichte 22.2.2024 das neue Ergebnis: Wir erreichen nach diesen Daten die globale Erwärmung von 1,5°C im September 2033.

    Im Jänner 2024 erreichte die globale Erwärmung einen geschätzten Wert von 1.26°C. Wenn der 30-Jahre Trend weiter anhält, wird die globale Erwärmung die 1.5°C Marke im September 2033 – in neun Jahren – erreichen.

    Der Globus bei 1,5°C Erwärmung, dargestellt im Copernicus Atlas https://atlas.climate.copernicus.eu/atlas

    Das Erreichen einer globalen Erwärmung von 1,5 °C – ein im Pariser Abkommen vereinbarter Grenzwert – scheint eine sehr ferne Realität zu sein, aber es könnte näher sein, als Sie denken. Experten gehen davon aus, dass dies zwischen 2030 und Anfang der 2050er Jahre der Fall sein wird. Sehen Sie, wo wir jetzt stehen und wie schnell wir die Grenze erreichen würden, wenn die Erwärmung im heutigen Tempo anhalten würde.

    Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, das sich mit unserem Planeten und seiner Umwelt zum größtmöglichen Nutzen aller europäischen Bürger befasst. Es bietet Informationsdienste auf der Grundlage von satellitengestützter Erdbeobachtung und In-situ-Daten (Nicht-Weltraumdaten) an.

    Quelle: Copernicus

    (Verwenden Sie in Copernicus den Schieberegler, um zu erkunden, wie sich die Schätzung im Laufe der Zeit ändert.)

    ERAS bringt Daten, die höher als 1,5 gehen

    Es gibt auch eine Temperaturentwicklung, die über das 1,5C Paris Limit geht. In der Grafik sehen wir in grün die vorindustrielle Basisline (1850-1900), in gelb das 1,5C Paris Limit.

    Und was macht das neue Jahr 2024, eingezeichnet in Rot? Die 2-Grad-Marke knacken.
    (Quelle: @eliotjacobson, Daten von ERAS)

    Das CO2 steigt

    Das hängt auch mit der CO2 Emission zusammen, die auf 428 ppm gestiegen ist. Der vorindustrielle Wert war 280 ppm. Das ist eine Steigerung um 148 ppm.
    (Quelle: Mauna Loa Hawaii, 11.2.2024)

    Meeresoberflächentemperatur steigt

    Um das Bild voll zu machen, kann man auch die Meeresoberflächentemperatur sich zu Gemüte führen https://climatereanalyzer.org/clim/sst_daily/

    Wenn die Meeresoberfläche immer wärmer wird, gibt es immer weniger Fische. Die Korallen sterben. Das Arktiseis und das Schelfeis in der Antarktikeis schmelzen schneller, der milde Golfstrom kippt, der Meeresspiegel steigt. Es verringert sich der Sauerstoff. Kein Fischfang mehr. Hunger breitet sich an den Küsten aus.

    https://www.wwf.de/themen…/meere-kuesten/klima-und-meer

  • Fünf revolutionäre Vorschläge gegen den zukünftigen Hunger

    Deutschlands unabhängiger Umweltbeirat WBGU hat starke notwendige Vorschläge für Ernährungssicherheit und damit gegen den zukünftigen Hunger, der auch in Europa droht, ausgearbeitet.

    1. RENATURIERUNG: Die Renaturierung von Landökosystemen sollte massiv ausgebaut werden. Renaturierung von 350 Mio. Hektar degradierter Landfläche bis 2030 sollte nicht nur erreicht, sondern deutlich erweitert werden. Dadurch Entfernung von CO2.
    2. SCHUTZGEBIETE: Effektive, vernetzte Schutzgebietssysteme entschärfen die Biodiversitätskrise. Die Schutzgebietssysteme sollten auf 30% der Erdoberfläche ausgeweitet werden. Ohne Biodiversität bringt der Boden keine Früchte.
    3. VIELFÄLTIGE LANDWIRTSCHAFT: Die Förderung einer auf Vielfalt beruhenden Landwirtschaft hilft gegen die Zerstörung der Böden. Abkehr von der industriellen Landwirtschaft. Verschiedene Pflanzen und Tiere sind die Grundlage für landwirtschaftliche Früchte.
    4. KEINE TIERPRODUKTE: Transformation der Ernährungsstile in den Industrieländern, insbesondere durch die Verringerung des Anteils an Tierprodukten (Fleisch, Milchprodukte). „Planetary Health Diet“: Ernährungsleitlinien. Auf mehr als 70 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in der EU wächst Tierfutter.
    5. BAUEN MIT HOLZ: Ausgestaltung der Bioökonomie: Es sollten Anwendungen bevorzugt werden, bei denen Biomasse  – und damit auch der enthaltene Kohlenstoff – lange gespeichert wird: Das Bauen mit Holz. Damit wird Kohlenstoff (CO2) gespeichert und die Erhitzung verhindert.
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  • Droht der Zusammenbruch?

    Man kann neugierig sein, wie die Jahre 2024 und 2025 werden. Sie sind anscheinend die Höhepunkte oder Wendepunkte für die Industrieproduktion und die Nahrungsmittelproduktion.
    Die neue Studie „Neukalibrierung der Wachstumsgrenzen“ wirbelt einigen Staub auf.

    Die Studie ist eine Berechnung, keine Vorhersage. Es kann besser werden und es kann schlechter werden. Es werden jedoch die vielen Daten verwendet, die weltweit seit Jahrzehnten verfügbar sind.

    Es gibt zwei Ergebnisverläufe. Die in der Graphik dargestellten gepunkteten Linien stellen den ursprüngliche Business-as-usual (BAU) Verlauf dar. Die durchgängigen Linien stellen den neu berechneten Verlauf dar.

    • Wir sehen rot die Industrieproduktion, die 2024 einen Knick nach unten macht.
    • Die Nahrungsmittelproduktion (grün) steht dem nicht nach und macht auch 2024 einen Knick nach unten. Beide erholen sich nicht, sondern verlaufen steil nach unten. 2100 sind sie auf dem Niveau von 1900. Wobei die Bevölkerungszahl 2100 höher ist als 1900. Da beginnen ca. 2070 die Hungerjahre.
    • Die Bevölkerungszahl (orange) hat 2027 einen Höhepunkt und geht dann nicht steil, aber stetig nach unten.
    • Die anhaltende Verschmutzung (blau, z.B. Plastik) nimmt stetig zu, erreicht 2090 einen Höhepunkt und sinkt dann leicht.
    • Die nicht erneuerbaren natürlichen Ressourcen (rosa) sinken seit 1970 stark und erreichen 2025 eine stetige sinkende Kurve und gehen ca. 2075 in eine flache Kurve über.

    Ich bin neugierig, wie die Jahre 2024 und 2025 werden. Sie sind anscheinend die Höhepunkte oder Wendepunkte für die Industrieproduktion und die Nahrungsmittelproduktion.
    Wir können, wie Ulrike Herrmann bemerkt, den Übergang zu einer Überlebenswirtschaft mit kluger Rationierung der Ressourcen schaffen oder wir überlassen es und es kommt zu einer 3 Grad Erwärmung, und wie es Hans Joachim Schellnhuber bemerkt, zu einem Kollaps der Zivilisation. Ich denke, es ist Zeit in allen Bereichen etwas zu unternehmen und keine Ausreden mehr machen.

    Studien-Quelle deutsch: https://zukunft0.blog/2023/11/23/die-industrieproduktion-sinkt-2025-rapid/#more-1457
    Studien-Quelle original: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jiec.13442
    Titel: Recalibration of limits to growth: An update of the World3 model
    Arjuna NebelAlexander KlingRuben WillamowskiTim Schell
    First published: 13 November 2023, https://doi.org/10.1111/jiec.13442
    Editor Managing Review: Ichiro Daigo
    © 2023 The Authors. Journal of Industrial Ecology published by Wiley Periodicals LLC on behalf of International Society for Industrial Ecology.
    This is an open access article under the terms of the Creative Commons Attribution License, which permits use, distribution and reproduction in any medium, provided the original work is properly cited.

  • Gebt Klimaschutz in die Verfassung!

    Die Letzte Generation Österreich fordert den Klimaschutz und damit das Recht auf Überleben in die Verfassung zu schreiben. Wenn das nicht passiert, wird es immer weitere große Proteste geben! Am Montag 26. 3. beginnen die Proteste. Am Samstag 2.3. 2024 gibt es einen Großprotest am Museumsquartier um 12:05.

    Letzte Generation Österreich https://letztegeneration.at/
    Pressekonferenz: https://tvthek.orf.at/profile/Live-Spezial/13887464/PK-Letzte-Generation-Oesterreich/14214593
    Vienna.at
    Kurier, ÖVP will Staatsziel Klimaschutz in die Verfassung: https://kurier.at/politik/inland/oevp-will-staatsziel-klimaschutz-in-der-verfassung/400538962

    RECHT AUF ÜBERLEBEN IN DIE VERFASSUNG

    Die Letzte Generation hat bei ihrer Pressekonferenz im Volkskundemuseum eine richtungsweisende Entscheidung bekannt gegeben: Die Zeit der kleinen Schritte sei vorbei, sie gehen jetzt aufs Ganze.

    „In der Geschichte haben mutige Menschen immer wieder gezeigt, dass echter Wandel durch entschlossenen Widerstand möglich ist. Von der Bürgerrechtsbewegung bis zum Kampf für das Frauenwahlrecht – es waren die großen Taten und große Forderungen, die die Welt verändert haben. Jetzt sind wir an der Reihe. Wir fordern das Große: Klimaschutz als Grundrecht in unserer Verfassung. Damit zeigen wir, dass es uns ernst ist. Wir gehen auf die Straße, um für unser Recht auf Überleben zu kämpfen.“

    Sie schließen sich hier einer ÖVP-Forderung von 2019 an. Es ist zugleich auch die erste Empfehlung des Klimarates und die erste Forderung des Klimavolksbegehrens. Da SPÖ und Grüne auch für Klimaschutz mit Verfassungsrang sind, könnte es gelingen.

    Die Letzte Generation kündigt an, dass, wenn die Regierung die Verfassungsänderung in Angriff nimmt, sie nicht protestiert. Ansonsten machen sie ab Montag 26.2. auf den Straßen in Wien Proteste und am Samstag 2.3. um Fünf nach Zwölf den Großprotest beim Museumsquartier!

    Die Letzte Generation: „2024 wird entscheidend – wir bleiben entschlossen: Wir haben ein Recht auf Überleben!“

  • Klimarat fordert einen autofreien Tag

    Monatlichen autofreien Tag einführen

    In allen größeren Städten soll es jeden Monat einen verpflichtenden autofreien Tag für alle geben, ausgenommen sind Fahrten für Notfälle sowie Einsatzfahrzeuge. So werden zum einen Vorteile von autofreien Innenstädten erlebbar gemacht (u. a. weniger Lärm, bessere Luft, freie und sichere Straßen für Fußgänger und Fahrradfahrende und auch schnelleres Vorankommen von Einsatzfahrzeugen) und zum anderen Möglichkeiten geschaffen, unsere Alltagsgewohnheiten aktiv zu hinterfragen beziehungsweise neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Zum Ausgleich soll der öffentliche Verkehr höher getaktet fahren und kostengünstiger oder kostenfrei verfügbar sein.

    Kerosinsteuer einführen!

    Österreich soll sich für eine EU-weite Umsetzung einer Kerosinsteuer (auf der gesamten Flugstrecke) einsetzen. Dadurch könnten die Preise für Flugtickets den wahren Klimakosten angenähert werden und so das Flugverkehrsaufkommen verringert werden. Es lohnt sich dann auch eher, alternative Treibstoffe zu entwickeln. Die Einnahmen aus der Kerosinsteuer sollten dafür genutzt werden, Infrastruktur für die Erzeugung von erneuerbarer Energie und für den (internationalen) Bahnverkehr (insbesondere Nachtzugverbindungen) zu errichten. Dem eventuellen Verlust von Arbeitsplätzen in der Flug-Branche stehen neue Arbeitsplätze durch Investitionen in erneuerbare Energie und öffentlichen Verkehr gegenüber.

    Die Forderungen des Österreichischen Klimarates

    Allgemeine Empfehlungen
    Quelle: https://klimarat.org/

    (mehr …)
  • Gebrauchst du Ausreden?

    Thomas Brudermann bringt in seinem Buch „Die Kunst der Ausrede“ 25 Ausreden, die Menschen gebrauchen, um nichts zur Erhaltung der Natur und unserer Lebensgrundlagen zu tun. Es ist Zeit, auf Ausreden zu verzichten.

    Hier 15 von 25 Ausreden zum klimafreundlichen Handeln und Gegenargumente:

    1. Ich habe Angst. OK das ist arg. Aber: Wenn Angst lähmt, bringt uns das nicht weiter, Zweckoptimismus schon.
    2. Ich weiß alles. Ganz sicher. Aber: Informierte Menschen wissen um die Wichtigkeit, neuen Erkenntnissen aufgeschlossen gegenüber zu stehen. Man lernt nie aus.
    3. Es ist zu komplex. Jedoch: Sollten wir mit dem komplexen, schwer verstehbaren Klimasystem nicht besser sehr vorsichtig umgehen?
    4. Ich hatte ja gute Absichten. Jedoch: das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Gute Absichten führen nur in Kombination mit Kompetenz und Wissen zu guten Ergebnissen.
    5. Ich bin zu bequem. Dann steht dem Urlaub auf dem Balkon statt der Karibik nichts im Wege.
    6. Ich bin für die Misere nicht verantwortlich. Ethiker vertreten die Ansicht, dass Mitwissen zu Mitverantwortung führt.
    7. Die anderen machen ja noch weniger. Aber: Die anderen werden immer klimafreundlicher.
    8. Aber in China … Ja, in China sind die Menschen weit weniger klimaschädlich unterwegs als hier.
    9. Ich kann und will es nicht mehr hören. Aber: Wir würden alle lieber etwas anderes hören. Wer klimafreundlich handelt, muss sich nicht die Vorwürfe anhören.
    10. Sicher ist nur der Tod. Aber eine Wahrscheinlichkeit von 80, 90 oder 99 Prozent ist trotzdem ziemlich hoch.
    11. Ich genieße Katastrophen und Klimapartys. Aber: Ich genieße das Ausbleiben von Katastrophen.
    12. Neue Technologien werden das Klima retten. In Kombination mit neuen Technologien kann ich mich klimafreundlicher verhalten, wenn ich will. Technologien alleine reichen nicht aus.
    13. XY hat gesagt … Aber: Zum Lügen gehören immer zwei – einer, der lügt, und einer, der es glaubt. Plus: es ist nicht verboten, klüger zu werden.
    14. Klimaschutz schadet der Wirtschaft und damit uns. Aber: Der Verzicht auf Klimaschutz schadet langfristig mehr.
    15. Ich habe noch genügend andere Gründe. Aber: für wichtige Entscheidungen braucht es nur einen Grund.

    Das Buch „Die Kunst der Ausrede. Warum wir uns lieber selbst täuschen statt klimafreundlich zu leben“ von Thomas Brudermann ist im oekom Verlag erschienen.

    Quellen: www.klimapsychologie.com