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  • Fünf revolutionäre Vorschläge gegen den zukünftigen Hunger

    Deutschlands unabhängiger Umweltbeirat WBGU hat starke notwendige Vorschläge für Ernährungssicherheit und damit gegen den zukünftigen Hunger, der auch in Europa droht, ausgearbeitet.

    1. RENATURIERUNG: Die Renaturierung von Landökosystemen sollte massiv ausgebaut werden. Renaturierung von 350 Mio. Hektar degradierter Landfläche bis 2030 sollte nicht nur erreicht, sondern deutlich erweitert werden. Dadurch Entfernung von CO2.
    2. SCHUTZGEBIETE: Effektive, vernetzte Schutzgebietssysteme entschärfen die Biodiversitätskrise. Die Schutzgebietssysteme sollten auf 30% der Erdoberfläche ausgeweitet werden. Ohne Biodiversität bringt der Boden keine Früchte.
    3. VIELFÄLTIGE LANDWIRTSCHAFT: Die Förderung einer auf Vielfalt beruhenden Landwirtschaft hilft gegen die Zerstörung der Böden. Abkehr von der industriellen Landwirtschaft. Verschiedene Pflanzen und Tiere sind die Grundlage für landwirtschaftliche Früchte.
    4. KEINE TIERPRODUKTE: Transformation der Ernährungsstile in den Industrieländern, insbesondere durch die Verringerung des Anteils an Tierprodukten (Fleisch, Milchprodukte). „Planetary Health Diet“: Ernährungsleitlinien. Auf mehr als 70 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in der EU wächst Tierfutter.
    5. BAUEN MIT HOLZ: Ausgestaltung der Bioökonomie: Es sollten Anwendungen bevorzugt werden, bei denen Biomasse  – und damit auch der enthaltene Kohlenstoff – lange gespeichert wird: Das Bauen mit Holz. Damit wird Kohlenstoff (CO2) gespeichert und die Erhitzung verhindert.
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  • Droht der Zusammenbruch?

    Man kann neugierig sein, wie die Jahre 2024 und 2025 werden. Sie sind anscheinend die Höhepunkte oder Wendepunkte für die Industrieproduktion und die Nahrungsmittelproduktion.
    Die neue Studie „Neukalibrierung der Wachstumsgrenzen“ wirbelt einigen Staub auf.

    Die Studie ist eine Berechnung, keine Vorhersage. Es kann besser werden und es kann schlechter werden. Es werden jedoch die vielen Daten verwendet, die weltweit seit Jahrzehnten verfügbar sind.

    Es gibt zwei Ergebnisverläufe. Die in der Graphik dargestellten gepunkteten Linien stellen den ursprüngliche Business-as-usual (BAU) Verlauf dar. Die durchgängigen Linien stellen den neu berechneten Verlauf dar.

    • Wir sehen rot die Industrieproduktion, die 2024 einen Knick nach unten macht.
    • Die Nahrungsmittelproduktion (grün) steht dem nicht nach und macht auch 2024 einen Knick nach unten. Beide erholen sich nicht, sondern verlaufen steil nach unten. 2100 sind sie auf dem Niveau von 1900. Wobei die Bevölkerungszahl 2100 höher ist als 1900. Da beginnen ca. 2070 die Hungerjahre.
    • Die Bevölkerungszahl (orange) hat 2027 einen Höhepunkt und geht dann nicht steil, aber stetig nach unten.
    • Die anhaltende Verschmutzung (blau, z.B. Plastik) nimmt stetig zu, erreicht 2090 einen Höhepunkt und sinkt dann leicht.
    • Die nicht erneuerbaren natürlichen Ressourcen (rosa) sinken seit 1970 stark und erreichen 2025 eine stetige sinkende Kurve und gehen ca. 2075 in eine flache Kurve über.

    Ich bin neugierig, wie die Jahre 2024 und 2025 werden. Sie sind anscheinend die Höhepunkte oder Wendepunkte für die Industrieproduktion und die Nahrungsmittelproduktion.
    Wir können, wie Ulrike Herrmann bemerkt, den Übergang zu einer Überlebenswirtschaft mit kluger Rationierung der Ressourcen schaffen oder wir überlassen es und es kommt zu einer 3 Grad Erwärmung, und wie es Hans Joachim Schellnhuber bemerkt, zu einem Kollaps der Zivilisation. Ich denke, es ist Zeit in allen Bereichen etwas zu unternehmen und keine Ausreden mehr machen.

    Studien-Quelle deutsch: https://zukunft0.blog/2023/11/23/die-industrieproduktion-sinkt-2025-rapid/#more-1457
    Studien-Quelle original: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jiec.13442
    Titel: Recalibration of limits to growth: An update of the World3 model
    Arjuna NebelAlexander KlingRuben WillamowskiTim Schell
    First published: 13 November 2023, https://doi.org/10.1111/jiec.13442
    Editor Managing Review: Ichiro Daigo
    © 2023 The Authors. Journal of Industrial Ecology published by Wiley Periodicals LLC on behalf of International Society for Industrial Ecology.
    This is an open access article under the terms of the Creative Commons Attribution License, which permits use, distribution and reproduction in any medium, provided the original work is properly cited.

  • Gebt Klimaschutz in die Verfassung!

    Die Letzte Generation Österreich fordert den Klimaschutz und damit das Recht auf Überleben in die Verfassung zu schreiben. Wenn das nicht passiert, wird es immer weitere große Proteste geben! Am Montag 26. 3. beginnen die Proteste. Am Samstag 2.3. 2024 gibt es einen Großprotest am Museumsquartier um 12:05.

    Letzte Generation Österreich https://letztegeneration.at/
    Pressekonferenz: https://tvthek.orf.at/profile/Live-Spezial/13887464/PK-Letzte-Generation-Oesterreich/14214593
    Vienna.at
    Kurier, ÖVP will Staatsziel Klimaschutz in die Verfassung: https://kurier.at/politik/inland/oevp-will-staatsziel-klimaschutz-in-der-verfassung/400538962

    RECHT AUF ÜBERLEBEN IN DIE VERFASSUNG

    Die Letzte Generation hat bei ihrer Pressekonferenz im Volkskundemuseum eine richtungsweisende Entscheidung bekannt gegeben: Die Zeit der kleinen Schritte sei vorbei, sie gehen jetzt aufs Ganze.

    „In der Geschichte haben mutige Menschen immer wieder gezeigt, dass echter Wandel durch entschlossenen Widerstand möglich ist. Von der Bürgerrechtsbewegung bis zum Kampf für das Frauenwahlrecht – es waren die großen Taten und große Forderungen, die die Welt verändert haben. Jetzt sind wir an der Reihe. Wir fordern das Große: Klimaschutz als Grundrecht in unserer Verfassung. Damit zeigen wir, dass es uns ernst ist. Wir gehen auf die Straße, um für unser Recht auf Überleben zu kämpfen.“

    Sie schließen sich hier einer ÖVP-Forderung von 2019 an. Es ist zugleich auch die erste Empfehlung des Klimarates und die erste Forderung des Klimavolksbegehrens. Da SPÖ und Grüne auch für Klimaschutz mit Verfassungsrang sind, könnte es gelingen.

    Die Letzte Generation kündigt an, dass, wenn die Regierung die Verfassungsänderung in Angriff nimmt, sie nicht protestiert. Ansonsten machen sie ab Montag 26.2. auf den Straßen in Wien Proteste und am Samstag 2.3. um Fünf nach Zwölf den Großprotest beim Museumsquartier!

    Die Letzte Generation: „2024 wird entscheidend – wir bleiben entschlossen: Wir haben ein Recht auf Überleben!“

  • Klimarat fordert einen autofreien Tag

    Monatlichen autofreien Tag einführen

    In allen größeren Städten soll es jeden Monat einen verpflichtenden autofreien Tag für alle geben, ausgenommen sind Fahrten für Notfälle sowie Einsatzfahrzeuge. So werden zum einen Vorteile von autofreien Innenstädten erlebbar gemacht (u. a. weniger Lärm, bessere Luft, freie und sichere Straßen für Fußgänger und Fahrradfahrende und auch schnelleres Vorankommen von Einsatzfahrzeugen) und zum anderen Möglichkeiten geschaffen, unsere Alltagsgewohnheiten aktiv zu hinterfragen beziehungsweise neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Zum Ausgleich soll der öffentliche Verkehr höher getaktet fahren und kostengünstiger oder kostenfrei verfügbar sein.

    Kerosinsteuer einführen!

    Österreich soll sich für eine EU-weite Umsetzung einer Kerosinsteuer (auf der gesamten Flugstrecke) einsetzen. Dadurch könnten die Preise für Flugtickets den wahren Klimakosten angenähert werden und so das Flugverkehrsaufkommen verringert werden. Es lohnt sich dann auch eher, alternative Treibstoffe zu entwickeln. Die Einnahmen aus der Kerosinsteuer sollten dafür genutzt werden, Infrastruktur für die Erzeugung von erneuerbarer Energie und für den (internationalen) Bahnverkehr (insbesondere Nachtzugverbindungen) zu errichten. Dem eventuellen Verlust von Arbeitsplätzen in der Flug-Branche stehen neue Arbeitsplätze durch Investitionen in erneuerbare Energie und öffentlichen Verkehr gegenüber.

    Die Forderungen des Österreichischen Klimarates

    Allgemeine Empfehlungen
    Quelle: https://klimarat.org/

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  • Gebrauchst du Ausreden?

    Thomas Brudermann bringt in seinem Buch „Die Kunst der Ausrede“ 25 Ausreden, die Menschen gebrauchen, um nichts zur Erhaltung der Natur und unserer Lebensgrundlagen zu tun. Es ist Zeit, auf Ausreden zu verzichten.

    Hier 15 von 25 Ausreden zum klimafreundlichen Handeln und Gegenargumente:

    1. Ich habe Angst. OK das ist arg. Aber: Wenn Angst lähmt, bringt uns das nicht weiter, Zweckoptimismus schon.
    2. Ich weiß alles. Ganz sicher. Aber: Informierte Menschen wissen um die Wichtigkeit, neuen Erkenntnissen aufgeschlossen gegenüber zu stehen. Man lernt nie aus.
    3. Es ist zu komplex. Jedoch: Sollten wir mit dem komplexen, schwer verstehbaren Klimasystem nicht besser sehr vorsichtig umgehen?
    4. Ich hatte ja gute Absichten. Jedoch: das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Gute Absichten führen nur in Kombination mit Kompetenz und Wissen zu guten Ergebnissen.
    5. Ich bin zu bequem. Dann steht dem Urlaub auf dem Balkon statt der Karibik nichts im Wege.
    6. Ich bin für die Misere nicht verantwortlich. Ethiker vertreten die Ansicht, dass Mitwissen zu Mitverantwortung führt.
    7. Die anderen machen ja noch weniger. Aber: Die anderen werden immer klimafreundlicher.
    8. Aber in China … Ja, in China sind die Menschen weit weniger klimaschädlich unterwegs als hier.
    9. Ich kann und will es nicht mehr hören. Aber: Wir würden alle lieber etwas anderes hören. Wer klimafreundlich handelt, muss sich nicht die Vorwürfe anhören.
    10. Sicher ist nur der Tod. Aber eine Wahrscheinlichkeit von 80, 90 oder 99 Prozent ist trotzdem ziemlich hoch.
    11. Ich genieße Katastrophen und Klimapartys. Aber: Ich genieße das Ausbleiben von Katastrophen.
    12. Neue Technologien werden das Klima retten. In Kombination mit neuen Technologien kann ich mich klimafreundlicher verhalten, wenn ich will. Technologien alleine reichen nicht aus.
    13. XY hat gesagt … Aber: Zum Lügen gehören immer zwei – einer, der lügt, und einer, der es glaubt. Plus: es ist nicht verboten, klüger zu werden.
    14. Klimaschutz schadet der Wirtschaft und damit uns. Aber: Der Verzicht auf Klimaschutz schadet langfristig mehr.
    15. Ich habe noch genügend andere Gründe. Aber: für wichtige Entscheidungen braucht es nur einen Grund.

    Das Buch „Die Kunst der Ausrede. Warum wir uns lieber selbst täuschen statt klimafreundlich zu leben“ von Thomas Brudermann ist im oekom Verlag erschienen.

    Quellen: www.klimapsychologie.com

  • 1.5 Grad erreicht!

    Wir brechen jetzt schon 1,5 Grad! Wenn das so weitergeht, werden wir bald 2, dann 3 Grad Erwärmung haben. Das wäre ein Ende der Zivilisation, wie wir sie kennen. Das sind reine Messungen, keine Ideologie.

    Der Statistiker Grant Foster hat fünf Datensätze zusammengefasst und kam zu einem neuen Ergebnis. Er schreibt: Bereits im Jahr 2011 habe ich zusammen mit Stefan Rahmstorf (Foster & Rahmstorf 2011, im Folgenden FR11) einen Artikel verfasst, in dem wir die globale Temperatur angepasst haben, um (so gut wir konnten) den Einfluss von Faktoren zu beseitigen, von denen wir wussten, dass sie nur vorübergehend waren und nicht menschengemacht. Konkret handelt es sich dabei um Vulkanausbrüche (deren Aerosole den Planeten abkühlen), die El-Niño-Südoszillation (ENSO, die die Welt in ihrer positiven El-Niño-Phase erwärmt und in ihrer negativen La-Niña-Phase abkühlt) und Sonnenschwankungen (wenn die Sonne heißer oder kälter ist, so auch die die Erde). Diese exogenen Faktoren führen dazu, dass die globale Temperatur schwankt, aber nicht wirklich etwas bewirkt; durch die Beseitigung ihres Einflusses wird der Teil der globalen Erwärmung klarer.

    Ich habe meine Methode hierfür aktualisiert und den Zeitraum, den sie abdeckt, erweitert, daher möchte ich einige der Änderungen an der Methodik mit Ihnen teilen. Aber bevor ich das tue, komme ich gleich auf den Punkt. Es werden viele Schwankungen der globalen Temperatur entfernt, so dass die jährlichen Durchschnittswerte seit 1950 für fünf wichtige globale Temperaturdatensätze wie folgt aussehen:

    Quelle: Open Mind von Grant Foster

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  • Ein lebenswertes Österreich: Klimarat-Forderungen zugespitzt

    Stoppt das Öl! Die Letzte Generation Österreichs fordert, auf den Klimarat zu hören. Beim Lesen der Forderungen des Österreichischen Klimarates merkt man, dass sie angesichts der neueren Entwicklung, der riesigen Erhitzung und der ganz schlimmen Katastrophen sehr wichtig sind. Aber man muss die Forderungen griffig machen. Das musste ich wegen der Dringlichkeit machen:

    Gegen den Zusammenbruch

    1. Beschließt sofort ein Grundrecht auf Klimaschutz!
    2. Schafft die klimaschädlichen Subventionen sofort ab!
    3. Erhöht die CO2-Bepreisung um 200% je Tonne CO2!
    4. Gebt den Klimabonus jenen, die es brauchen und die Energie sparen!
    5. Schult die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in regenerative Branchen um.
    6. Klärt alle über den kommenden Zusammenbruch auf!

    Schafft erneuerbare Energien

    • Steigt jetzt auf erneuerbare Energiequellen um!
    • Erhöht die Energieeffizienz und reduziert den gesamten Energieverbrauch!
    • Beschließt endlich das Klimaschutzgesetz für alle Länder und Gemeinden!
    • Baut Windkraftanlagen in allen Bundesländern!
    • Baut Solarthermie, Geothermie und Wärmepumpen!
    • Regelt die Energiepreise sozial und gerecht!
    • Schluss mit den Subventionen für fossile Energie!
    • Nutzt jede versiegelte Fläche zur Energiegewinnung!
    • Baut Photovoltaik als Schattenspender!
    • Installiert auf jedem Dach Photovoltaik!
    • Baut Solarstraßen!
    • Baut Schwammstädte!
    • Baut jede Gemeinde zur Sonnengemeinde um!
    • Bestraft klimaschädliche Investitionen!
    • Gebt Geld für klimafreundliche Investitionen!
    • Gebt Geld für Forschung an fossilfreien Technologien!
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  • Just Stop Oil: Cressie Gethin verteidigt ihre Aktion

    In Großbritannien läuft ein Prozess gegen die Klimaaktivistin und Musikstudentin Cressie Gethin. Der bekannte BBC-Fernsehmoderator Chris Packham kam überraschend als Zeuge zum Prozess gegen die Just Stop Oil-Unterstützerin, der eine zehnjährige Haftstrafe droht

    Der BBC-Fernsehmoderator und angesehene Naturforscher Chris Packham sagt heute im Krongerichtsprozess gegen die Just Stop Oil-Unterstützerin Cressie Gethin aus. Er hat eine Erklärung veröffentlicht, in der er Cressies Vorgehen unterstützt.

    Heute, Mittwoch, der 14. Februar 2024, ist der achte Tag des Prozesses gegen Cressie wegen öffentlicher Belästigung. Sie erscheint am Isleworth Crown Court vor Richter Duncan. Cressie, 22, eine Musikstudentin aus Hereford, muss bei einem Schuldspruch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren rechnen.

    Cressie kletterte am 20. Juli 2022 auf ein Autobahnportal über der M25, zwei Tage nachdem die Netto-Null-Strategie der Regierung für rechtswidrig erklärt wurde und einen Tag nachdem Großbritannien mit 40,3 Grad Celsius die höchste Temperatur aller Zeiten verzeichnete, ein Meilenstein, den Wissenschaftler zuvor angenommen hatten unmöglich. [1] [2]

    Bevor Packham das Crown Court in Isleworth betrat, sprach er mit Medienvertretern. Er machte heute diese Bemerkung:

    „Wegen Cressie und anderen Just Stop Oil-Demonstranten saß ich schwitzend auf der Straße M25. Hatte ich Unannehmlichkeiten? Nun, das ist ein relativer Wert. Ich kam zu spät zur Arbeit, aber mein Haus brannte nicht ab. Ich ertrank nicht in einer Überschwemmung, wurde nicht durch eine Hungersnot vertrieben oder wurde als Klimaflüchtling von meiner Familie getrennt. Ich saß gerade auf der M25, einer Position, die ich und Millionen andere jeden Tag im Jahr einnehmen. Nicht wegen der Demonstranten, sondern weil unser Verkehrssystem aufgrund einer Panne oder eines tragischen Unfalls kaputt, überlastet oder ins Stocken geraten ist.“

    Cressie Gethin: Denken Sie an die tödliche Hitzewelle von 40 °C, an den Obersten Gerichtshof, der die rechtswidrige Klimapolitik der Regierung aufdeckte, und an die Tausenden von Menschen, die an Hitzschlag starben.

    „Also habe ich meine ‚Unannehmlichkeiten‘ für immer genutzt … Ich habe mir die Beweggründe der Demonstranten vorgestellt, warum sie ein so großes körperliches Risiko eingegangen sind und darüber hinaus das Risiko einer Inhaftierung eingegangen sind. Ich stellte mir vor, wie verängstigt sie gewesen sein mussten, als sie an einem Gerüst festhielten. Ich habe auch über ihre Botschaft nachgedacht und darüber, wie sie in einer rekordverdächtigen Hitzewelle – in der die Netto-Null-Politik unserer Regierung ihren Zweck nicht erfüllt – dafür gelobt werden sollten, dass sie einen lebenswichtigen Alarm ausgelöst haben. Ich kam zu dem Schluss, dass meine „Unannehmlichkeiten“ völlig gerechtfertigt waren.“

    „Ich gehe vor Gericht, um Cressie Gethin zu unterstützen, weil ich nicht glaube, dass sie ein faires Verfahren bekommt. Ich denke ebenso wie die UN, dass die britischen Protestgesetze und die Verurteilung von Demonstranten ungerecht und drakonisch sind und im Widerspruch zu unseren grundlegenden Menschenrechten stehen. Ich denke, wir sind Zeugen unverhältnismäßiger, rachsüchtiger Hexenverfolgungen, die darauf aus sind, einige der mutigsten Menschen der Gesellschaft zu bestrafen, nur weil sie gezwungen sind, darum zu kämpfen, die Wahrheit zu sagen. Diese Prozesse sind beschämend, erniedrigend und undemokratisch. Ich fordere den Richter, die Staatsanwaltschaft und ihre Zeugen heraus: Gehen Sie nach Hause und erzählen Sie jemandem, den Sie kennen: einem Sohn, einer Tochter, einem Neffen oder einer Nichte, die unter 25 Jahre alt ist, was Sie heute getan haben, und fragen Sie sie dann, ob sie stolz auf Sie sind ‚”.

    Quelle: https://juststopoil.org/2024/02/14/chris-packham-is-surprise-trial-witness-for-just-stop-oil-supporter-facing-a-ten-year-sentence/

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  • Die Dramatik hat sich enorm zugespitzt

    Der Linzer Moraltheologe Michael Rosenberger setzt sich seit Jahrzehnten für Umweltschutz ein – und fordert wie Papst Franziskus eine „kulturelle Revolution“.

    DOMRADIO.DE: Ihr frisch erschienenes Buch heißt „Eingebunden in den Beutel des Lebens: Christliche Schöpfungsethik“. Das ist ein weites Feld, das wir mit Ihnen beleuchten wollen. Was ist denn der Beutel des Lebens?

    Michael Rosenberger (Moraltheologe und Buchautor): In der Bibel wird von diesem Beutel des Lebens gesprochen, im Alten Testament. Da handelt es sich um einen uralten Brauch, wenn ein Herdenbesitzer die Hirten mit seiner Herde auf Wanderschaft geschickt hat. Es waren ja damals weite Strecken, die mit den Herden zurückgelegt wurden. Dann hat man vorher die Tiere gezählt und für jedes der Tiere hat man in diesen Beutel des Lebens einen Stein hineingelegt. Und wenn die Hirten dann nach einem halben Jahr oder nach einem Jahr mit der Herde zurückkamen, dann wurden zunächst einmal die neugeborenen Tiere abgezogen. Und anschließend hat man verglichen, ob die Zahl der Tiere und die Zahl der Steine im Beutel des Lebens übereinstimmen.

    Und das finde ich eigentlich ein sehr schönes Bild, weil es ausdrückt, dass jedes Tier, jedes Individuum kostbar ist, dass es zählt und dass die Hirten damit auch aufgefordert sind, sehr, sehr sorgsam mit den einzelnen Tieren umzugehen, damit sie tatsächlich dann alle wieder zu ihrem Besitzer zurückbringen können.

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  • Keine Ausreden mehr!

    Thomas Brudermann bringt in seinem Buch „Die Kunst der Ausrede“ 25 Ausreden, die Menschen gebrauchen, um nichts zur Erhaltung der Natur und unserer Lebensgrundlagen zu tun. Es ist Zeit, auf Ausreden zu verzichten.

    Hier 10 von 25 Ausreden zum klimafreundlichen Handeln:

    1. Klimaschützen nützt mir nichts. (Nutzen für mich) Aber: Weniger Fleisch und aktive Mobilität fördern die Gesundheit. Urlaub in der Nähe stärkt die lokale Wirtschaft. Wenn mir das nicht nützt, dann schadet es zumindest nicht.
    2. Ich entscheide mich gerade für das, was gut genug ist. Aber: Ich kann auch mit begrenzter Rationalität klimafreundlich sein.
    3. Ich weiß, es ist falsch, aber ich verliere dabei etwas. Aber: Man kann kognitive Dissonanz beheben, indem man sein Verhalten ändert. Klimafreundliches Verhalten fühlt sich gut an.
    4. Morgen. Nächsten Monat. Nächstes Jahr. Irgendwann. (Ein letztes Mal) Aber: Etwas aufzuschieben hat uns selten glücklich und zufrieden gemacht.
    5. Es ist zu spät. (Erlernte Hilflosigkeit) Aber: Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun. Es ist nie zu spät, Klimawandel abzumildern.
    6. Ich bin kein grüner Öko-Freak. (Identität, Werte) Aber: Das verlangt ja auch niemand.
    7. Dann müsste ich ja meine Gewohnheiten ändern. (Erlerntes Verhalten) Aber: Gewohnheiten sind zwar sehr stabil, hängen aber von der Umgebung ab, die sich oft ändert.
    8. Ich habe schon genug andere Sorgen. Aber: Klimawandel wirkt verstärkend auf andere Sorgen.
    9. Ich bin doch umweltfreundlich. (im Großen und Ganzen) Aber: Klimaschädliche Taten werden nicht durch umweltfreundliche Taten aufgehoben.
    10. Ich bezahle den Schaden. Aber: Besser ist es, den Schaden erst gar nicht anzurichten. Nicht alles kann mit Geld geregelt werden und die besten Dinge im Leben können nicht mit Geld gekauft werden.

    Quellen:
    Thomas Brudermann: www.klimapsychologie.com
    Thomas Brudermann, Die Kunst der Ausrede, Warum wir uns lieber selbst täuschen, statt klimafreundlich zu leben. oekom Verlag
    Lied „Kumm ma mit kane Ausreden mehr“ André Heller, Wolfgang Ambros