Ein Kernteam aus Purkersdorf, Gablitz und Sieghartskirchen machen etwas Starkes. Es organisiert am ersten Samstag im Mai eine sogenannte Mitmachkonferenz mit den vielen Inititiven der Region. Am 06. Mai 2023, 10-17:00 Uhr im Kulturpavillon 3443 Sieghartskirchen, Wiener Straße 12-14 beginnen der Biobauer und Mitbegründer von Evi-Naturkost Fred Schwendinger und die Kabarettistin und Biobäurin Maria Vogt mit interessanten Impulsreferaten.
Dann gibt es die • Thementische: biologische Landwirtschaft, Solidarische Landwirtschaft gründen, Regionalwert schaffen, Zukunfts-Vision gestalten, alternative Mobilität, Lernwerkstatt Selbstbau, Permakultur Salat und Naturschutz am Ort. • Es gibt ein regionales Buffet • und eine Life-Musik zum Ausklang.
Sie wollen die Veränderung zum Guten in der Region vorantreiben. Der Fokus liegt auf den Themen Ernährung, regenerative Landwirtschaft und Selbstwirksamkeit.
Sogenannte Mitmach-Regionen entstehen überall im Land, wo Menschen sich zusammentun und gemeinsam vor Ort Lösungen für die drängenden ökologischen und sozialen Fragen unserer Zeit umsetzen.
Z.B. ist Neulengbach auch eine der 100 Mitmach-Regionen. Mitmach-Region Neulengbach Am 23. April startet im Neulengbacher Stadtpark um 15:00 die Veranstaltungsreihe Offene GartenGespräche. Die Termine in Neulengbach findest du hier.
Diese Initiative ist im ganzen deutschsprachigen Bereich vertreten. Was wäre, wenn überall Menschen zusammenkommen, um sich der dringlichsten Themen unserer Zeit anzunehmen? Die Mitmach-Regionen zeichnen sich durch einen 9 bis 18-monatigen Kooperationsprozess aus, mit dem Ziel, mit vielfältigen Akteur:innen Deine Region zukunftsfähiger zu machen. Das Besondere ist, dass Du bei der Organisation der Mitmach-Region systematisch begleitet wirst und mit Gleichgesinnten in anderen Regionen im Austausch bist.
Prof. Sigrid Stagl kam Mitte April 2023 nach Pressbaum und informierte die 100 Besucher*innen über die Bedingungen des Klimawandels und was möglich ist aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht. Hier einige Lichtblicke:
Es gibt mehrere Planetare Grenzen: Klimawandel, Aussterberate E/MSY Rate des Biodiversitätsverlusts, Landsystemwechsel, Neue Sachen: Plastik, Chemische Produkte, Biogeochemical Kreisläufe, Ozeanversauerung, Aerosolbeladung, Ozonabbau in der Stratosphäre, Globale Süßwassernutzung. Eingriff in den globalen Phosphor- und Stickstoffkreislauf, Chemische Verschmutzung.
Der Mathematiker Eliot Jacobson, Ph.D. beschäftigte sich jahrelang mit der Klimakrise. Er listet die 40 wichtigsten Auswirkungen des Klimawandels auf. Einige sind wirklich interessant, einige sind meiner Ansicht nach überprüfungsbedürftig.
1. Saurer Regen durch Verbrennen von Kohle und Erdöl (Benzin, Diesel, Heizöl). 2. Algenblüte. Es vermehren sich die Algen im Frühling explosionsartig. 3. Asche und Rauch schädigt die Lunge und den Boden 4. Bienensterben und Bestäubungsverlust 5. Klimaflüchtlinge & Migration 6. Korallenbleiche durch Erwärmung des Meerwassers 7. Ernteausfälle 8. Entwaldung 9. Wüstenbildung 10. Krankheiten, Pandemien (Pflanzen & Tiere)
Der Verkehr ist einer der größten Probleme beim Klimaschutz. Die Begleitforschung zum Klimarat habe gezeigt, so Marianne Penker Professorin für Landsoziologie an der BOKU Wien im Gespräch mit topos.ORF.at, dass Menschen mit Klimaschutzmaßnahmen mitgehen, wenn sie genug Informationen erhalten, sich bei der Entwicklung der Maßnahmen eingebunden fühlen und wenn diese mit ihrer Lebensrealität vereinbar sind. Nach Oberösterreich haben Niederösterreich und die Steiermark den höchsten CO2-Verbrauch pro Kopf. https://topos.orf.at/klima-co2-stadt-land100
Jeder Ort schaut gleich aus. Supermärkte und Tankstellen, Autohändler, Autowerkstätten. Ironisch könnte ich sagen: „Ich fahr so gern durch Österreich, durch Deutschland und durch die ganze Welt, es ist überall gleich.“ Es muss nicht so sein. Einige Gemeinden können es anders.
Ich bin auf die Kultband Querschläger aus dem Salzburger Lungau gestoßen, die eine ironisches Lied singt: „i fåhr so gern durch Österreich“. Sie nennt das Lied Klondorf-Ralleye. Die Orte schauen geklont aus. Alles ist gleich.
Der Grund: Das Benzin und der Diesel, produziert aus Erdöl lassen uns mit dem Verbrenner-Auto in die Arbeit und zum Supermarkt fahren. Diese Benzinzeit neigt sich dem Ende zu. Mit Erdöl ist bald Schluss und das Treibhaus Erde wird immer wärmer, sodass unsere Welt unwirtlich wird. Damit das nicht so leicht passiert, machen wir, der Arbeitskreis „Zukunft der Erde“ eine Zukunftswerkstatt.
Die aufbauende Landwirtschaft ist ein System von Prinzipien und landwirtschaftlichen Praktiken, bei denen der Aufbau der Bodenfruchtbarkeit und die Erzeugung gesunder und nährstoffreicher Lebensmittel die höchste Priorität haben. Sie betrachtet natürliche Systeme in ihrer Ganzheit und in ihrer Komplexität. Ihre Praktiken erfolgen in Kooperation mit der Natur.
So, wie es jetzt läuft, wird das nichts mit dem Klimaschutz, fasst der IPCC die Klimapolitik zusammen. Warum überhaupt noch das Klima schützen? Auch darauf hat er eine Antwort.
Jegliche Verzögerung eines gemeinsamem, globalen Handelns könnte dafür sorgen, dass das Zeitfenster, innerhalb dessen eine lebenswerte Zukunft bewahrt werden kann, sich schließt. Dies berichteten die Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, die den neuen Bericht des Weltklimarats der Vereinten Nationen – dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) verfasst hat, bei seiner Präsentation in Genf.
Es kommt bereits zu gefährlichen Veränderungen der Natur und Milliarden Menschen leiden immer stärker darunter.
Meerespflanzen und -tiere bewegten sich wegen der steigenden Wassertemperaturen im Durchschnitt um 59 Kilometer pro Jahrzehnt Richtung Nord- und Südpol. Viele Arten erreichen bei der Anpassung an den Klimawandel Grenzen und sind vom Aussterben bedroht.
„Die Energie müsse sauber, die Wegwerfmentalität beseitigt werden. Städte und Landwirtschaft müssten nachhaltig und die Mobilität verändert werden: mehr Rad- statt Autofahren, mehr Zugfahren statt Fliegen.“
Trockene Böden, weniger Regen, Austrocknung der Seen, Hitzetage, Waldbrände, plötzliche Überschwemmungen zeigen, wir leben im Treibhaus, das immer wärmer und wärmer wird und unsere Lebensgrundlagen zerstören.
Die Antwort ist, die Treibhausgase CO2 und Methan senken und das jetzt. Das heißt für die Gemeinden, Länder, Bund, Institutionen und Hausbesitzer: PHOTOVOLTAIK statt neuer Autos. Verkehr ist Sache der BAUORDNUNG. Verdichten statt Außenerweiterung. Wann treffen sich die Leute zur GEMEINDERATSSITZUNG, bei den AUSSCHÜSSEN? Wir kommen und fordern Schluss mit den Emissionen jetzt. Wann treffen sich die Leute zur LANDTAGSSITZUNG, PARLAMENTSSITZUNGEN, bei den AUSSCHÜSSEN? Wir kommen und fordern Schluss mit den Emissionen jetzt. Wo gibt es die TANKSTELLEN? Wir fordern: Fahren sie weite Strecken mit der BAHN! Nehmen Sie Fahrrad oder E-Mobil! Herr PFARRER, geben Sie auf alle Ihre Dächer PHOTOVOLTAIK! Herr BISCHOF, geben Sie auf alle Schulen PHOTOVOLTAIK! WÄRMEPUMPEN und PHOTOVOLTAIK statt LANGSTRECKENFLÜGE in den URLAUB.
Wir schreiben das auf unsere Plakate, auf unsere E-Mails, auf unsere Social Medias.