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  • Zukunftswerkstatt

    Wir luden Mitte April in Pressbaum zur Zukunftswerkstatt ein.
    Dabei ging es um die Frage: Wie soll unsere Region Wiental im Jahr 2030 aussehen?
    2030 wird zum Schicksalsjahr.
    Es kamen Interessierte aus Gablitz, Breitenfurt, Neulengbach, Tullnerbach und Pressbaum um konkrete Antworten zu finden. Die Lebensbedingungen auf unserem Planeten durch Treibhauseffekt und Naturzerstörung wird immer bedrohlicher. Die Teilnehmer – vier kamen mit dem Fahrrad – beschäftigten sich mit vier Bereichen:
    1. mit nachhaltiger Mobilität und passendem Verkehr,
    2. mit umweltfreundlicher Energie, dem Wärmen, dem Kühlen und der Stromerzeugung,
    3. mit dem kostbaren Boden, dem klaren Wasser, dem Artenschutz und
    4. mit dem Teilen von Sachen und der Kreislaufwirtschaft.

    Es kam zu sehr konkreten Forderungen, die in nächster Zeit veröffentlicht werden und alle politischen Ebenen betreffen. Es ist zu hoffen, dass das Land bewohnbar bleibt.

    Es lud der Arbeitskreis „Die Zukunft der Erde“ ein.
    Leitung: Mag. Hannes Daxbacher

  • Bodenlos oder Boden für alle?

    Wie wir den Raubbau am Gemeingut stoppen. Boden ist ein endliches Gut. Wie gehen wir mit ihm um?

    Rebecca Amberger (Fridays for Future NÖ), Mary Sidler, Elias Molitschnig, Silvia Drechsler (Vizebürgermeisterin Mödling), Peter Eisenschenk (Bürgermeister Tulln), Franziska Leeb (ORTE-Vorsitzende) Foto: Johannes Haslhofer

    Johannes Haselhofer berichtet in den Niederösterreichischen Nachrichten von einem Symposion in St. Pölten über den „Flächenfraß in Form der stetig fortschreitenden Bodenversiegelung“.
    Interessant war der Beitrag von Tullns Bürgermeister Peter Eisenschenk, der „das Klimamanifest von 2019 als eine Grundlage des umweltpolitischen Handelns in Tulln“ bezeichnete. Die Stadtgemeinde hat vor, die Betriebe der Gemeinde bis 2025 klimaneutral zu gestalten. Im Rathaus soll eine Wärmepumpe installiert werden, welche 100 Tonnen CO2 im Jahr einspart.

    Raumplanung: Verdichten statt erweitern

    Wichtig ist dem Bürgermeister auch die „Innenverdichtung statt Außenerweiterung“ der Stadt. Denn je weiter die Bevölkerung das Umland zersiedelt, umso mehr Verkehr bringt es mit sich.
    Quelle: NÖN 14.3.2023

    Die Wanderausstellung „Boden für Alle“ ist noch ein letztes Mal in Niederösterreich zu sehen, und zwar in der Nö Landesbibliothek Landhausplatz 1 von 8. Februar bis 24. März. Ich werde sie ansehen. Es gibt ein gutes Video davon:

    Ausstellung / Exhibition „Boden für Alle“ / „Land for Us All“ „Boden ist kein Joghurt
    Quelle: ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich

    Keine Chance für Spekulatoren – arte Dokumentation
    Bodenschutz
  • Pressbaumer Unternehmer*innen stellen sich vor

    Schrankflüsterin Regina Halbauer und Ingrid Burtscher hatten die Idee zur Regionalen Messe in Pressbaum.
    Foto: Nadja Buechler

    31 Pressbaumer Kleinbetriebe präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen im Pressbaumer Stadtsaal. Samstag, 25. März, Franz Gugerell-Gasse 1, von 10 bis 18 Uhr.
    Die 1. Regionale Messe Pressbaum bietet Gewerbebetrieben eine Plattform um sich gemeinsam einem Publikum zu präsentieren und vorzustellen. Die Organisatorinnen Ingrid Burtscher und Regina Halbauer entwickelten die Idee bei einem Arbeitstreffen im November 2022. “Wir wollten ganz bewusst nur Pressbaumer Unternehmer einladen. Viele Einzelunternehmer oder kleine Betriebe sind im eigenen Ort gar nicht bekannt”, erklärt Halbauer die örtliche Einschränkung.

    Kleinunternehmer im Ort

    “Wir wollen mit der Messe eine breite Bevölkerung ansprechen und gleichzeitig etwas für Kleinunternehmer im Ort tun”, beschreibt Burtscher die Idee. Unterstützt werden die Organisatorinnen von den Grünen Pressbaum. “Es geht hier aber nicht um eine Parteiveranstaltung, sondern um ein informatives Angebot für die ganze Familie und die Förderung der regionalen Wirtschaft”, sagt Burtscher.

    Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

    Eröffnet wird die Messe um 10 Uhr mit dem Quintett des Stadtorchesters, es spielt Musik von Scott Joplin, und mit Worten zur regionalen Wirtschaft von Nationalratsabgeordneten Elisabeth Götze. Um 14 Uhr folgt ein Vortrag über Nachhaltigkeit im Kleiderschrank, um 15 Uhr eine Modenschau und um 17 Uhr findet eine Tombola zugunsten des Therapiezentrums Zukunftsschmiede (auch Pressbaum) statt. 31 Aussteller stellen auf der Messe ihre Produkte vor und sorgen für das leibliche Wohl. Die Messe findet am Samstag, 25. März im Stadtsaal Pressbaum, Franz Gugerell-Gasse 1, von 10 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.
    Quelle: NÖN 21.3.2023

  • Seinen Kopf in den Sand

    Das Lied „Sein Köpferl im Sand“ von Arik Brauer passt sehr gut zu denen, die über den Klimawandel nichts wissen wollen, aber glauben, alles zu wissen.

    Das ist ein beinhartes Protestlied.
    Allerdings richtet sich die Kritik nicht gegen eine bestimmte Gruppe,
    Sondern gegen Jederman der sich betroffen fühlt – auch gegen mich selbst.

    Er hod a klanes Häusl in der greanen Au
    Er hod a guten Posten und a dicke süße Frau
    Er tut si bei der Arbeit net de Händ verstauchen
    Er kaun an jeden Sundog a Virginia rauchen
    Do sogt da mir gehts guat, auf de aundan hau i in huat

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  • Raus aus der Wachstumsidee

    Ulrich Brand: Es braucht einen Rückbau der ökonomischen Logik von ‚Wachstum, Wachstum, Wachstum‘. Diese Erkenntnis wird heute breit geteilt wird. Nicht nur von den Investoren und vom Management, sondern auch von Beschäftigten und Gewerkschaften und vom Staat. Das ist die eine Dimension. Die andere ist der materielle Rückbau, bei der es weit weniger Konsens gibt. In bestimmten Bereichen – bei der Produktion und Nutzung von Automobilien, dem Flugverkehr, der industriellen Landwirtschaft, der schnell verbrauchbaren Güter und der billigen Kleidung – muss zurückgebaut werden. Wir brauchen ein anderes Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das Wohlstand mit weniger materiellen Gütern sichert. Das heißt aber durchaus, dass wir im Bildungsbereich, im Gesundheitsbereich, im Bereich von ökologischer Ernährung und im öffentlichen Verkehr wachsen müssen.

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  • Fünf Klimalügen

    Immer wieder führen Populist:innen teils wirre Klimamythen als Argument an, um nichts gegen die Klimakatastrophe tun zu müssen. Statt zu handeln, soll so der bequeme Status quo gewahrt werden. Dabei handelt es sich eben wirklich um nicht mehr als um Mythen. Egal, ob gesagt wird, dass sich das Klima schon immer geändert habe, dass sich Tiere doch anpassen können oder dass CO₂ gut für Pflanzen sei. Das ist ein Unsinn.

    Es schaut so aus, als ob manche den Kopf in den Sand stecken.

  • Verbrennungsmotor Ade!

    Gestern konnte ich bei Freunden im Elektro-Auto mitfahren. Es war sehr leise und für die Fahrerin sehr angenehm zu fahren. Ich lerne dazu. Christoph Chorherr empfahl auf Twitter zweimal einen Artikel, der sich mit dem Boom der Elektrofahrzeugen beschäftigt. Autor ist „Science is Strategic“. Er schreibt:

    Der weltweite Absatz von Elektrofahrzeugen explodiert, wobei der Gesamtabsatz im Jahr 2022 voraussichtlich 10,6 Millionen erreichen wird, was einem Anstieg von unglaublichen 60 % entspricht. Das ist ein äußerst folgenreichen Entwicklung, die wirtschaftliche, ökologische und geopolitische Auswirkungen hat.

    Die Verkäufe von Elektrofahrzeugen machen jetzt 13,2 % der gesamten Autoverkäufe aus, gegenüber 8,7 % im Jahr 2021 und mehr als das Dreifache des Niveaus von 2020 von 4,3 %.

    Auf Länderebene gehören zu den führenden Märkten einige der größten Volkswirtschaften der Welt wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich und China.

    Der chinesische EV-Markt (Electric Vehicle) explodiert geradezu mit über 1 von 4 Neuwagenverkäufen.

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  • Ausreden und Verleugnung in der Klimapolitik

    Ein Vortrag von Prof. Mag. Dr. Reinhard Steurer wurde auf YouTube zu den Ausreden und Verleugnungen in der Klimapolitik gestellt. Er ist assoz. Professor für Klimapolitik an der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der politischen Dimension der Klimakrise im Allgemeinen bzw. mit der politischen Bedeutung von Ausreden und Schein-Klimaschutz in allen Bereichen der Gesellschaft im Speziellen. Prof.Mag.Dr. Reinhard Steurer YouTube Scientists For Future 2.2.2021 Vorlesung Sommersemester 2023

    Eine gute Karikatur zeigt, dass viele zur beruhigenden Lüge gehen und die unbequeme Wahrheit verleugnen

    Beruhigende Lüge wäre: Die Klimaerwärmung wird nicht katastrophal werden..

    Unbequeme Wahrheit wäre: Wenn wir nicht alle CO2- und Methan-Emissionen jetzt auf Null stellen, kommt es zu einem Anstieg der globalen Temperatur auf 5 Grad C und zu Katastrophen ohne Ende: Hitze, Überschwemmungen, Trockenheit, Waldbrände, Steigung des Meeresspiegel, Abschmelzen der Gletscher und.der Pole, Lebensmittelrationierung, Wasserrationierung, Hitzetote, Aussterben der Tier- und Pflanzenarten.

  • Wir sitzen im Treibhaus

    Im Schloss Schönbrunn gibt es ein wunderschönes Palmenhaus mit 4500 exotischen Pflanzen. Es wurde 1882 von Kaiser Franz Josef eröffnet. Es muss geheizt werden und funktioniert als Treibhaus. Einige Jahre später, 1896, erklärte ein schwedischer Chemiker die ganze Welt zum Treibhaus. Statt dem Glas gibt es Treibhausgase, die verhindern, dass die Luft sich abkühlt. Die Erdoberfläche wird dadurch immer wärmer.

    Dieser Wissenschaftler war Svante Arrhenius, der 1903 den Physik-Nobelpreis bekam. Er erkannte, dass das CO2 und der Wasserdampf ein Treibhausgas ist. Er hoffte auf eine globale Erwärmung von 5 Grad, sodass es in nördlichen Ländern wärmer wird: „Durch Einwirkung des erhöhten Kohlensäuregehaltes der Luft hoffen wir uns allmählich Zeiten mit gleichmäßigeren und besseren klimatischen Verhältnissen zu nähern, besonders in den kälteren Teilen der Erde; Zeiten, da die Erde um das Vielfache erhöhte Ernten zu tragen vermag zum Nutzen des rasch anwachsenden Menschengeschlechtes.“ Dass aber der menschengemachte Treibhauseffekt nicht zum Segen, sondern zum Fluch werden könnte, sah er nicht voraus.

    Vor Svante Arrhenius gab es schon einige, die das Treibhaus in der Atmosphäre entdeckten: Jean Baptiste Joseph Fourier (1768–1830) erklärte im Jahr 1824 den atmosphärischen Treibhauseffekt.
    Eunice Newton Foote (*17. Juli 1819 in Goshen, Connecticut – +30. September 1888 in Lenox, Massachusetts) war eine US-amerikanische Erfinderin und Forscherin auf dem Gebiet der Atmosphärenchemie. Sie gilt als die Entdeckerin des Einflusses der Kohlenstoffdioxidkonzentration in der Atmosphäre, eine der wichtigen Komponenten des Treibhauseffekts 1856.

    John Tyndall (* 2. August 1820 in Leighlinbridge, County Carlow, Irland, Vereinigtes Königreich; † 4. Dezember 1893 in Hindhead, Surrey, Vereinigtes Königreich) war ein britischer Vermesser und Naturwissenschaftler.

    „So wie ein Staudamm ein lokales Anschwellen eines Flusses bewirkt, so erzeugt unsere Atmosphäre, die als Barriere für die von der Erde kommende Strahlung wirkt, einen Anstieg der Temperaturen an der Erdoberfläche.“ So beschrieb John Tyndall (1820–1893) im Jahr 1862 sehr treffend den natürlichen Treibhauseffekt. Im Rahmen umfangreicher und mit der damals möglichen Präzision durchgeführter Messungen identifizierte er die dafür verantwortlichen Gase. Er fand heraus, dass der Wasserdampf für den größten Teil des Treibhauseffekts verantwortlich ist. Ebenso korrekt bezeichnete er den Beitrag der übrigen Gase wie Kohlenstoffdioxid (CO2) oder Ozon (O3) als zwar deutlich schwächer, aber nicht zu vernachlässigen.

    Was ist mit Kohle, Erdöl und Erdgas los?
    Pflanzen und Tiere lagerten sich in Millionen von Jahren unter der Erdoberfläche als Kohle, Erdgas, Erdöl oder in Permafrostböden ab. Wenn wir diese organischen Materialien, Kohle, Erdöl und Erdgas verbrennen, entsteht CO2, das sich in die Atmosphäre absetzt. (Link zur Bildquelle)

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  • Die Temperatur steigt rasant

    Seit 60 Jahren steigt die Temperatur so stark an, wie wir es noch nie gekannt haben. Lange Zeit bis 1900 fiel die Temperatur kontinuierlich. Aber dann kletterte die Temperaturskala steil nach oben. Zwischen 1950 und 1970 stabilisierte sich die Temperatur kurz, weil die Atmosphäre durch die Industrie verschmutzt wurde. Nach der Reinigung der Luft kam es wieder zu einem rasanten Anstieg.

    Aber kann man sich auf die Klimaforschung verlassen? Manche behaupteten: „Die berühmte „Hockeyschläger“-Kurve ist eine Fälschung“. Fakt ist aber: Die Aussage der oft kritisierten „Hockeyschläger“-Kurve wird durch viele unabhängige Studien bestätigt. (Zitiert aus: klimafakten.de)

    Die Temperatur der letzten tausend Jahre auf der Nordhalbkugel

    Die ursprüngliche sogenannte „Hockeyschläger“-Studie aus dem Jahr 1998 war tatsächlich nicht fehlerfrei. Doch eine verbesserte Neuauflage sowie etliche ähnliche Untersuchungen mit historischen Klimadaten aus Korallen, Stalagmiten, Baumringen, Bohr- und Eiskernen bestätigen die ursprüngliche Schlussfolgerung, dass das 20. Jahrhundert das wärmste seit mindestens zweitausend Jahren war und der Temperaturanstieg beispiellos schnell geht.

    Die US-Forscher Michael Mann, Raymond S. Bradley und Malcolm K. Hughes veröffentlichten 1999 eine Studie (Mann et al. 1999) für die Baumringe, Eisbohrkerne, Korallen und andere Aufzeichnungen von der Nordhalbkugel der Erde verwendet wurden. Ihre Rekonstruktion ergab, dass die globale Temperatur über die letzten zweitausend Jahre erst allmählich abgenommen hatte, im 20. Jahrhundert aber in einen scharfen Aufwärtstrend gewechselt ist.

    Seit etwa 1950 hat die Erdmitteltemperatur in einem Tempo zugenommen, wie es seit mindestens 2.000 Jahren für keine andere 50-Jahres-Periode beobachtet wurde. Mit diesem Phänomen befasst sich die Forschung des Treibhaus-Effektes.

    Quellen und ziert aus: Klimafakten.de und Wissen4Future Teil 1: Physikalische Grundlagen