Startseite

  • Die 27 Beschleuniger des Klimawandels

    CORVALLIS, Ore. – Eine internationale Zusammenarbeit unter der Leitung von Wissenschaftlern der Oregon State University hat 27 Beschleuniger der globalen Erwärmung identifiziert, die als verstärkende Rückkopplungsschleifen (Kipppunkte, Feedback Loops) bekannt sind, darunter einige, von denen die Forscher sagen, dass sie in Klimamodellen möglicherweise nicht vollständig berücksichtigt werden.

    Sie stellen fest, dass die Ergebnisse, die heute in der Zeitschrift One Earth veröffentlicht wurden, die Dringlichkeit erhöhen, auf die Klimakrise zu reagieren, und politischen Entscheidungsträgern einen Fahrplan bieten, der darauf abzielt, die schwerwiegendsten Folgen eines sich erwärmenden Planeten abzuwenden.
    Beispiele im Bild:
    A. Verringerung der Meereis-Rückstrahlung
    B. Auftauen des Permafrosts
    C. Schwelende Waldbrände in Mooren
    D. Waldbrände
    E. Wolkeneigenschaften
    F. Austrocknen und Wüstenbildung
    G. Waldsterben
    H. Insektenbefall
    I. Verringerung der Schneedecke-Rückstrahlung

    In der Klimawissenschaft sind verstärkende Rückkopplungsschleifen Situationen, in denen eine klimabedingte Veränderung einen Prozess auslösen kann, der noch mehr Erwärmung verursacht, was wiederum die Veränderung verstärkt.

    Ein Beispiel wäre die Erwärmung in der Arktis, die zum Schmelzen des Meereises führt, was zu einer weiteren Erwärmung führt, da Meerwasser die Sonnenstrahlung absorbiert und nicht reflektiert.

    Die 56 Loops (20 physikalische, 21 biologische, 15 menschliche Loops, von den 41 ersteren sind 27 verstärkende, 7 ausgleichende und 7 unsicher Loops):

    (mehr …)
  • Hülsenfrüchte – kleine Retter der Gesundheit und des Klimas

    Ein Artikel von Pia Kruckenhauser im Standard inspiriert mich.

    Hülsenfrüchte – kleine Retter der Gesundheit und des Klima – Ernährung – derStandard.at › Gesundheit

    Ich mag Linsen und Humus. Begonnen hat es damit, dass mir meine Schwester vom Ernährungskompass von Bas Kast vorgeschwärmt hat. Sie hat mich angesteckt und ich habe meine Ernährung auf Linsen und Kichererbsen statt Fleisch und Käse umgestellt. Ich esse jetzt kaum Fleisch und fühle mich fantastisch. Von den Milchprodukten konsumiere ich Joghurt und Buttermilch zum Müsli-Frühstück und einen Schuss Milch zum Kaffee. Hartkäse lasse ich auch wegen dem schlechten Cholesterin weg.

    Ich finde, man kann den Fleischkonsum und Käsekonsum auch wegen der Klimakrise weglassen. In dem Standardartikel steht:

    ‚Wer auf Hülsenfrüchte setzt, schützt außerdem die Umwelt. Um die gleiche Menge Eiweiß aus Rindfleisch zu generieren wie aus Hülsenfrüchten, verbraucht man nämlich sechsmal mehr Wasser. Für ein Kilo Rindfleisch sind 46 Quadratmeter Platz nötig, für ein Kilo Bohnen oder Erbsen nur 3,6 Quadratmeter. Und bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch entsteht 36-mal so viel CO2 wie bei einem Kilo Kichererbsen. Der Anbau verbessert außerdem die Bodenqualität und hilft, Düngemittel zu reduzieren. Knieli weiß: „Hülsenfrüchte sind Stickstoffbinder, sie waren früher wichtiger Bestandteil in der Fruchtfolge. Das heißt, sie bringen Stickstoff in den Boden ein, der sonst durch synthetische Düngemittel zugeführt wird.“‚ –

    Düngemittel sind Treibgas-Schleuder: Dünger als Klimakiller schreibt der Spiegel. ‚Wird Stickstoff (N) nicht von Pflanzen aufgenommen, kann daraus im Boden Lachgas entstehen, das in die Atmosphäre entweicht. Lachgas ist ein 300 Mal stärker wirkendes Treibhausgas als Kohlendioxid und trägt sechs bis sieben Prozent zum weltweiten Treibhauseffekt bei. Es hält sich rund 120 Jahre in der Atmosphäre.‘

    Michaela Knieli bringt auch köstliche Rezepte, eine Risipisi-Pfanne, ein indisches Linsendal und Brownies mit Kidneybohnen.
    Quelle: Hülsenfrüchte-kleine Retter …

  • Die Arktis kommt nach Wien

    Die Arktisforscher tagen eine Woche lang in der Wiener Universität. Die Arktis ist dramatisch bedroht vom Klimawandel. Eine Thema wird von 17. bis 24. Februar 2023 das Schmelzen des Eises sein. Wenn das Eis schmilzt, erwärmt sich das Wasser schneller. Auch die arktischen Wettereinbrüche waren in Nordamerika und Nordostasien durch die Veränderung des Jetstreams zu spüren.
    Quellen:
    ORF 700 Arktisforscher tagen in Wien
    Arctic Science Summit Week (ASSW)

  • Klimawandel und Wirtschaft

    Wissen4Future Teil 5: Klimawandel und Wirtschaft Prof. Dr. Sigrid Stagl von der WU Wien erklärt zunächst Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, Kennzahlen des Wohlstandes, des Kapitalismus und seine Kollision mit den endlichen Grenzen unseres Planeten.

    Danach berichtet Prof. Dr. Karl Steininger vom Wegener Center der UNI Graz über die Kosten des Nicht-Handelns, soziale Ungleichheit in Bezug auf Verursachung des Klimawandels und die Betroffenheit durch die Folgen sowie mögliche Ansätze zum Wandel.

    Bei beiden geht es um eine Einführung in die Ökonomie die Erklärung von Kapitalismus & Marktwirtschaft, die Frage ob das BIP als Wohlfahrtsmaß tauglich ist. Es geht um die Rebound Effekte und die Entkoppelung des BIP von X. Sie erklären die planetarischen Grenzen, die sozialen Grundlagen, die Kosten des Nicht-Handel

  • Europa trocknet aus

    Der Bodentrockenheitsindex von Anfang Februar 2023 zeigt jene Regionen, die einen dramatischen Sommer erwarten lassen. Die Erwärmung ist auf dem europäischen Festland viel schneller als global. Der Boden wird schneller warm als das Wasser. Der Schnee würde die Sonnenstrahlen reflektieren. Aber der fehlt. Polen, Irland, Großbritannien, Schweiz, Frankreich und Norditalien erleben einen äußerst trockenen Winter. Aber auch die anderen Länder haben Gebiete, in denen extrem wenig Niederschlag vorhanden ist.

    Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, das sich mit unserem Planeten und seiner Umwelt „zum größtmöglichen Nutzen aller europäischen Bürger“ befasst. Es bietet Informationsdienste auf der Grundlage von satellitengestützter Erdbeobachtung und In-situ-Daten (Nicht-Weltraumdaten) an. Es bringt eine Übersicht über die Trockenheit in Europa.

    Auch die Alpen mit ihren Gletschern haben zu wenig Schnee und Wasser, sodass für die Stromerzeugung große Schwierigkeiten auf uns zukommen.

    In Österreich sehen wir eine Austrocknung des Bodens rund um die Steirischen Alpen. Das Trinkwasser ist in vielen Gemeinden nicht gesichert. Im Osten Österreichs sind der Zicksee und Wiener Neustädter Seen ausgetrocknet.

    Einen genaue Übersicht über Europa bringt ORF.AT im Artikel Dieser Winter verheißt schwierigen Sommer 16.2.2023
    Auch der Kurier NÖ bringt einen Artikel: Durststrecke: Dem Osten Österreichs geht das Wasser aus 16.2.2023
    Der Standard brachte schon im Sommer „Europa droht größte Dürre seit 500 Jahren“ 12.8.2022
    Der Merkur berichtete über die Trockenheit in Polen: Polen trocknet aus 9.8.2021
    Der Deutsch Wetter Dienst DWD zur extremen Trockenheit in Deutschland 12.8.2022

    Ursache der Erwärmung ist der vom Menschen gemachte Treibhauseffekt. CO2, Methan, Lachgas und immer mehr Wasserdampf lassen langwellige Wärmestrahlen nicht in den Weltraum, lassen hingegen die kurzwelligen Sonnenstrahlen auf den Boden und das Wasser durch. Dadurch erwärmte sich die bodennahe Luft weltweit bis jetzt um 1 Grad Celsius und die bodennahe Luft in Europa um 2 Grad Celsius. CO2 entsteht bei fast jedem Verbrennungsvorgang, Methan entsteht vor allem durch Gasausscheidung von Rindern und Schweinen.

  • Psychologie und Kommunikation des Klimawandels – Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie

    Wissen4Future Teil 9: Psychologie und Kommunikation des Klimawandels Prof. Dr. Thomas Brudermann von der Universität Graz beschäftigt sich mit verschiedenen Themen aus Umwelt- und Klimapsychologie, Wirtschaftspsychologie, Verhaltensökonomie und Nachhaltigkeitsforschung. Einen besonderen Fokus legt er dabei auf das Entscheidungsverhalten von Bürgerinnen, Konsumenten, Haushalten und Organisationen. In seinem Vortrag zum 9. Teil des Grundkurses Klimabildung von Scientists4Future erklärt er, warum es uns als Person, wie auch als Gesellschaft, schwer fällt, etwas an unserem Verhalten zu ändern, und was wir tun können, um die Blockade zu überwinden. Die Aufzeichnung erfolgte online am 27.1.2023.

    (mehr …)
  • Es wird eng: 1,5 Grad nicht erreichbar?

    Ein bekanntes Ehepaar, das jedes zweite Monat Fernreisen macht, erklärte mir am Wochenende, dass die Menschen auf der Erde keine Zukunft mehr haben. Denn niemand macht etwas gegen den Klimawandel. Ich denke aber, dass jeder und jede viele kleine oder große Schritte auf dem Weg der Transformation machen und die Rahmenbedingungen unterstützen kann.

    Ich erhalte gerade den Newsletter KLIMAKLARTEXT des Standards mit aktuellen Artikeln zum Klimawandel:

    Am Klimaschutzpaket von Joe Biden stört die EU vor allem die Buy-American-Klauseln, die amerikanische Unternehmen bevorzugen. Von der Leyen kontert mit dem Green Deal Industrial Plan der EU.
    Wichtige Fragen für die Zukunft: Kommt Ihr nächstes E-Auto, die effiziente Solaranlage, aus Europa? Entstehen Millionen neue Jobs in klimafreundlichen Branchen?

    (mehr …)
  • Der ökologische Fußabdruck in den Firmen und bei Einzelpersonen

    Wissen4Future Teil 8: CO2-Footprints und der Einfluss des einzelnen Menschen. Prof. Dr. Michael Has von der Universität Grenoble ist Ökonom, Menschenrechtsaktivist und Berater zum Thema Businessstrategie und Nachhaltigkeit In seinem Vortrag zum 8. Teil des Grundkurses Klimabildung von Scientists4Future geht er auf die Grundlagen der Berechnung von ökologischen und CO2-Footprints von Produkten ein, welchen Einfluss die rechtlichen Verordnungen auf Design, Verbrauch, und Konsum haben, und wie sich dies wiederum auf die Klimabilanz auswirkt. Die Aufzeichnung erfolgte online am 20.1.2023.

  • Landwirtschaft und Biodiversität

    Wissen4Future Teil 7: Habitat Erde: Biodiversität, Landwirtschaft und Landnutzung. Prof. Dr. Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung forscht als Entomologe zur Ökologie von Insekten in Kulturlandschaften Biodiversität, Landnutzung und sozial-ökologische Systemen. Er war Leitautor des letzte IPBES Berichts und hielt den 7. Vortrags im Rahmen des Wissen4Future Klima- und Biodiversitäts- Grundkurses zum Thema „Habitat Erde“. In seinem Vortrag erklärt er was Services der Natur sind am Beispiel von Bestäubern, und geht anschließend auf den starken Rückgang in den Populationen diverser Wildtiere sowie die ursächliche Rolle des Menschen darin ein. Die Aufzeichnung erfolgte online am 13.1.2023.

  • Erneuerbare Energie und Verkehrswende

    Wissen4Future Teil 6: Energiewende und Verkehrswende: Prof. Dr. Johannes Schmidt von der Universität für Bodenkultur Wien forscht zu unterschiedlichen Aspekten der Energiewende und erneuerbaren Energien. Er hielt den ersten Teil des 6. Vortrags im Rahmen des Wissen4Future Klima- und Biodiversitäts- Grundkurses zum Thema „Energiewende“. In seinem Vortrag erklärt er, wie sich die derzeit erzeugte und verbrauchte Energie aufteilen, und welche technologischen Möglichkeiten zur Dekarbonisierung bestehen. Wenn wir fossile Energie verwenden, müssen wir das CO2 abscheiden. Wichtig wird die Energie-Effizienz und Stromerzeugung.

    Ein Ausstieg aus den Emissionen veranlasste das IPCC ( der UNO Ausschuss für Klimaänderungen) zu verschiedenen hoffnungsvollen Szenarien. Es geht davon aus, dass die Emissionen auf Null gehen.

    Den zweiten Teil des Vortrags hielt Prof. Dr. Günter Emberger, der an der TU Wien den Forschungsbereich Verkehrsplanung- und Technik leitet. Er beschreibt die Verbindung zwischen den geforderten Reduktionspfaden und Maßnahmen zur Dekarbonisierung, aber auch gesellschaftlichen Werten und Verhaltensweisen. Ohne ein völlig anderes Konzept und Verständnis von Transport sind die Klimaziele nicht erreichbar. Technologie alleine kann das Problem der zu hohen Emissionen nicht beheben. Wichtig ist die Verringerung der Bodenversiegelung. 70 % der fossilen Energien müssen in der Erde bleiben.

    Es ist ein Gewinn an Lebensqualität, von der Abhängigkeit vom Auto und den fossilen Energien befreit zu werden. Die Frage ist, ob wir die Zeit noch haben.

    Um die Klimaziele von 2 Grad zu erreichen müssen wir unsere Mobilität einschränken, 2050 nur 11km pro Tag mit der Bahn, 0,7km pro Tag mit dem PKW fahren und 2050 können wir keine Flugreisen mehr machen. Quelle: mobalance, eine klimaverträgliche Alternative für die Mobilität von morgen.