Genügsamkeit ist Stärke

Stärkung des Handwerks und des ökologischen Landbaus.

Der VCÖ interviewte den Volkwirt Niko Paech, der einer der führenden Wachstumskritikern im deutschen Sprachraum ist.

https://vcoe.at/news/details/niko-paech-direkt-gefragt

Ruinöses Konsumieren

Das ruinöse Konsumieren sollte nicht zum Menschenrecht deklariert. Was heißt das? Das Projekt der Moderne ist gescheitert. Es ist an den Auswirkungen des modernen Lebensstil gescheitert. Es konzentriert sich auf Freiheit und vergisst  Verantwortung. Radikale Selbstverwirklichung für alle begründet die Entwicklung.

Untergang der Zivilisation

Die entsprechenden materiellen Mittel an Mobilität, Konsum, Technologie etc. besiegeln den Untergang der Zivilisation.

Quelle: https://vcoe.at/news/details/niko-paech-direkt-gefragt

Das Gespräch führte Petra Sturm und Bernhard Hochleitner

Niko Paech ist Volkswirt und lehrt an der Universität Siegen als Professor im Bereich der Pluralen Ökonomik. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem Umweltökonomie, Ökologische Ökonomie und Nachhaltigkeitsforschung.

Sein Buch heißt Befreiung vom Überfluss – ein Update. Eine Wachstumsökonomie für das 21. Jahrhundert. ISBN: 978-3-98726-139-8, Hardcover, 144 Seiten, Erscheinungstermin: 03.04.2025, Ernst Ulrich von Weizsäcker schrieb das Vorwort.

Meine Smartwatch, mein Auto, mein Haus: Konsum und das Streben nach »mehr« dominieren unsere Gesellschaft. Niko Paech forderte 2012 in »Befreiung vom Überfluss« eine radikale Abkehr von diesem Weg. Er warnte vor den falschen Versprechen »grünen« Wachstums und prognostizierte, dass trotz aller Klimagipfel und »nachhaltigen« Produkte die Zerstörung der Umwelt weiter voranschreiten würde. Und er behielt recht. Sein legendäres Manifest prägte die Debatte über den Kapitalismus. Nun liegt es in einer aktualisierten Auflage vor, die von Fridays for Future über Pandemie bis zur wachsenden Politikverdrossenheit neue Entwicklungen einbezieht. Paechs Gedanken sind heute aktueller denn je. Er zeigt, wie eine Postwachstumsökonomie ökologisch verträglicher, stabiler und sozial gerechter sein kann. In einer erschöpften Welt bietet Paech eine Vision der Genügsamkeit, die nicht Verzicht, sondern Befreiung bedeutet.

VIDEO: Wir fahren an die Wand, es scheitert das moderne Zeitalter, eine Politik der Konkursverschleppung. Es gibt romantische Fortschrittserzählungen. Wir werden weniger Konsum, weniger Techniknutzung und weniger Verkehr haben.

VIDEO: Um das Klimaziel von 2°C zu erreichen und gleichzeitig globale Gerechtigkeit walten zu lassen, ergäbe sich eine Tonne CO2 Äquivalenten pro Kopf unf Jahr. Das wird ein prägnant geringeres Wohlstandsniveau sein. Ein Rückbau. Halbe Arbeitszeit. Verringerung des Realeinkommen.
1. Suffizienz, Formen der Genügsamkeit als Abwurf von Ballast und als Befreiung von Überfluss. Wiedergewinnung von mehr Übersichtlichkeit.
2. Subsistenz, das Eigenmachen, die Eigenarbeit, die Selbstversorgung. Nutzungsdauer erhöhen.
3. Gut funktionierende Regionalwirtschaft, ökologischer Landbau, Manufaktur, Abermalsreparatur, Gemeinschaftsproduktion. Auto teilen.
4. Industrie wird weniger produzieren und Produkte, die länger halten, mit Fortschritt in der Technik.

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