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  • Psychologie und Kommunikation des Klimawandels – Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie

    Wissen4Future Teil 9: Psychologie und Kommunikation des Klimawandels Prof. Dr. Thomas Brudermann von der Universität Graz beschäftigt sich mit verschiedenen Themen aus Umwelt- und Klimapsychologie, Wirtschaftspsychologie, Verhaltensökonomie und Nachhaltigkeitsforschung. Einen besonderen Fokus legt er dabei auf das Entscheidungsverhalten von Bürgerinnen, Konsumenten, Haushalten und Organisationen. In seinem Vortrag zum 9. Teil des Grundkurses Klimabildung von Scientists4Future erklärt er, warum es uns als Person, wie auch als Gesellschaft, schwer fällt, etwas an unserem Verhalten zu ändern, und was wir tun können, um die Blockade zu überwinden. Die Aufzeichnung erfolgte online am 27.1.2023.

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  • Es wird eng: 1,5 Grad nicht erreichbar?

    Ein bekanntes Ehepaar, das jedes zweite Monat Fernreisen macht, erklärte mir am Wochenende, dass die Menschen auf der Erde keine Zukunft mehr haben. Denn niemand macht etwas gegen den Klimawandel. Ich denke aber, dass jeder und jede viele kleine oder große Schritte auf dem Weg der Transformation machen und die Rahmenbedingungen unterstützen kann.

    Ich erhalte gerade den Newsletter KLIMAKLARTEXT des Standards mit aktuellen Artikeln zum Klimawandel:

    Am Klimaschutzpaket von Joe Biden stört die EU vor allem die Buy-American-Klauseln, die amerikanische Unternehmen bevorzugen. Von der Leyen kontert mit dem Green Deal Industrial Plan der EU.
    Wichtige Fragen für die Zukunft: Kommt Ihr nächstes E-Auto, die effiziente Solaranlage, aus Europa? Entstehen Millionen neue Jobs in klimafreundlichen Branchen?

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  • Der ökologische Fußabdruck in den Firmen und bei Einzelpersonen

    Wissen4Future Teil 8: CO2-Footprints und der Einfluss des einzelnen Menschen. Prof. Dr. Michael Has von der Universität Grenoble ist Ökonom, Menschenrechtsaktivist und Berater zum Thema Businessstrategie und Nachhaltigkeit In seinem Vortrag zum 8. Teil des Grundkurses Klimabildung von Scientists4Future geht er auf die Grundlagen der Berechnung von ökologischen und CO2-Footprints von Produkten ein, welchen Einfluss die rechtlichen Verordnungen auf Design, Verbrauch, und Konsum haben, und wie sich dies wiederum auf die Klimabilanz auswirkt. Die Aufzeichnung erfolgte online am 20.1.2023.

  • Landwirtschaft und Biodiversität

    Wissen4Future Teil 7: Habitat Erde: Biodiversität, Landwirtschaft und Landnutzung. Prof. Dr. Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung forscht als Entomologe zur Ökologie von Insekten in Kulturlandschaften Biodiversität, Landnutzung und sozial-ökologische Systemen. Er war Leitautor des letzte IPBES Berichts und hielt den 7. Vortrags im Rahmen des Wissen4Future Klima- und Biodiversitäts- Grundkurses zum Thema „Habitat Erde“. In seinem Vortrag erklärt er was Services der Natur sind am Beispiel von Bestäubern, und geht anschließend auf den starken Rückgang in den Populationen diverser Wildtiere sowie die ursächliche Rolle des Menschen darin ein. Die Aufzeichnung erfolgte online am 13.1.2023.

  • Erneuerbare Energie und Verkehrswende

    Wissen4Future Teil 6: Energiewende und Verkehrswende: Prof. Dr. Johannes Schmidt von der Universität für Bodenkultur Wien forscht zu unterschiedlichen Aspekten der Energiewende und erneuerbaren Energien. Er hielt den ersten Teil des 6. Vortrags im Rahmen des Wissen4Future Klima- und Biodiversitäts- Grundkurses zum Thema „Energiewende“. In seinem Vortrag erklärt er, wie sich die derzeit erzeugte und verbrauchte Energie aufteilen, und welche technologischen Möglichkeiten zur Dekarbonisierung bestehen. Wenn wir fossile Energie verwenden, müssen wir das CO2 abscheiden. Wichtig wird die Energie-Effizienz und Stromerzeugung.

    Ein Ausstieg aus den Emissionen veranlasste das IPCC ( der UNO Ausschuss für Klimaänderungen) zu verschiedenen hoffnungsvollen Szenarien. Es geht davon aus, dass die Emissionen auf Null gehen.

    Den zweiten Teil des Vortrags hielt Prof. Dr. Günter Emberger, der an der TU Wien den Forschungsbereich Verkehrsplanung- und Technik leitet. Er beschreibt die Verbindung zwischen den geforderten Reduktionspfaden und Maßnahmen zur Dekarbonisierung, aber auch gesellschaftlichen Werten und Verhaltensweisen. Ohne ein völlig anderes Konzept und Verständnis von Transport sind die Klimaziele nicht erreichbar. Technologie alleine kann das Problem der zu hohen Emissionen nicht beheben. Wichtig ist die Verringerung der Bodenversiegelung. 70 % der fossilen Energien müssen in der Erde bleiben.

    Es ist ein Gewinn an Lebensqualität, von der Abhängigkeit vom Auto und den fossilen Energien befreit zu werden. Die Frage ist, ob wir die Zeit noch haben.

    Um die Klimaziele von 2 Grad zu erreichen müssen wir unsere Mobilität einschränken, 2050 nur 11km pro Tag mit der Bahn, 0,7km pro Tag mit dem PKW fahren und 2050 können wir keine Flugreisen mehr machen. Quelle: mobalance, eine klimaverträgliche Alternative für die Mobilität von morgen.

  • Pfade zu einer nachhaltigen Zukunft

    Wissen4Future Teil 4: Pfade zu einer nachhaltigen Zukunft Dr. Daniel Huppmann vom International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) Laxenburg. Er beschäftigt sich mit Klimamodellen und deren Analyse und war Autor des IPPC SR1.5. Er hielt den vierten Vortrag des Wissen4Future Klima- und Biodiversitäts- Grundkurses zum Thema „Pfade zu einer nachhaltigen Zukunft“. In seinem Vortrag erklärt er welche Annahmen in unterschiedliche Klimamodelle eingehen und wie diese mögliche politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entscheidungen über sogenannte Emissionspfade abbilden.

    Er zeigt: Historische Entwicklung der Temperatur, Die Klimakrise in Österreich, Die Auswirkungen der Erderhitzung in Europa, Emissionsreduktion und Emissionspfade. Sozio-ökonomische Modelle. Modellstruktur eines „Process-based Integrated Assessment Model“. „Representative Concentration Pathways RCP“ und „Shared Socioeconomic Pathways SSP“. (Netto-)Negativ-Emissionen. Exkurs: Wissenschaft muss frei sein und python package „pyam“. Österreich ein Umwelt- und Klima-Musterland? Persönliche Handlungsoptionen.

  • Gesundheit und Medizin im Klimawandel

    Wissen4Future Teil 3: Medizinische Aspekte des Klimawandels Doz. Dr. Hanns Moshammer von der Medizinischen Universität Wien. Er hielt den dritten Vortrag des Wissen4Future Klima- und Biodiversitäts- Grundkurses zum Thema „Medizinische Aspekte des Klimawandels“. In seinem Vortrag gibt er zunächst einen Überblick über zu erwartende gesundheitsrelevante Effekte und erläutert dann Details zum Einfluss von Hitze und Hitzewellen auf die Gesundheit, das Gesundheitssystem, und die Gesellschaft.

    Er zeigt die Geschichte der Gesundheitsdiskussion, die globalen Trends, die Auswirkung des Klimawandels auf die Gesundheit: Extremereignisse wie die Hitze und ihre Folgen, die Anpassung und ihre Grenzen. Er fragt: Wer ist bedroht?

  • Was sagt die Naturwissenschaft?

    Diese Seiten bringen Vorträge der Wissenschaftler*innen in Österreich. Einfach die unterstrichenen Worte anklicken und den Vortrag auf Youtube ansehen.

    Physikalische Grundlagen des Klimawandels:

    Wissen4Future Teil 1: Physikalische Grundlagen Prof. Dr. Douglas Maraun vom Wegener Center für Klima und globalen Wandel der Universität Graz. Er erklärt die Energiebilanz, den Treibhauseffekt, das Klima der Vergangenheit, und stellt die aktuellen Forschungen zum Jetstream, zu dem Extremwetter, und den Kipppunkten vor.

    Direkte Konsequenzen für das Leben auf der Erde:

    Wissen4Future Teil2: Direkte Konsequenzen Prof. Dr. Herbert Formayer von der Universität für Bodenkultur Wien ist Experte für numerische Meteorologie und (lokale) Klimamodellierung. Er hielt den zweiten Vortrag des Wissen4Future Klima- und Biodiversitäts- Grundkurses zum Thema „Direkte Konsequenzen des Klimawandels“. In seinem Vortrag geht er auf den lokalen Anstieg der Hitze sowie Trends hin zu mehr Trockenheit, Schneelagenverringerung und Extremwetter in Österreich anhand konkreter Beispiele, wie etwa dem Neusiedlersee, ein. Ebenso wird klar dargelegt, wie sich die jetzigen klimatischen Veränderungen stark von jenen unterscheiden, welche es historisch auf der Erde gab.

    Er zeigt die Temperaturerhöhung, die Hitzewellen, die Trockenheit. Er bringt als Beispiel die Geschichte des Neusiedlersees. Er zeigt den Meeresspiegelanstieg, die Schneeverhältnisse, die Starkniederschläge und die Gewitterwahrscheinlichkeit. Er geht auch auf die Behauptung ein, das Klima habe schon immer geschwankt. Er zeigt die Forschung zu den Tipping Points: das Arktische Meereis, der Permafrost, der Amazonas Regenwald und zieht die Schlussfolgerungen.

    Wie kann die Klimaneutralität erreicht werden?

    Der APCC Special Report Strukturen für ein klimafreundliches Leben ist eine bewertende Zusammenfassung aktueller Forschung zur Transformation hin zu Strukturen die klimafreundliches Handeln und somit Leben allen ermöglicht. Vorgestellt bei einem Pressegespräch mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler sowie Arbeitsminister Martin Kocher von Karl Steininger und Andreas Novy am 28.11.2022.

    Szenarien zur Erreichung der Klimaneutralität in Österreich bis 2040: NetZero2040 ist ein vom Austrian Climate Research Program gefördertes Projekt und wird von BOKU, österreichischer Energieagentur und dem IIASA durchgeführt.

    Rund 80 Forscher_innen aus ganz Österreich trafen sich am 6. und 7. Juli 2022 in Innsbruck zu einem ersten großen Arbeitstreffen rund um die Erstellung des 2. Sachstandsberichts zum Klimawandel in Österreich

    Podcast zum Klima: Das Klima in mehreren Folgen. Folge 2, 37, 39, 45.

    Übersicht über die Vorträge: https://at.scientists4future.org/wissen4future/

    Wissen schafft Klimaschutz – nicht von selbst.

  • Wie dringlich ist der Schutz des Klimas?

    Was mich bewegte, mich mit dem Klimawandel und dem Artensterben auseinanderzusetzen, war die Dringlichkeit der Änderungen. Je mehr ich mich in die Materie vertiefte, umso dringlicher wurden Änderungen der Rahmenbedingungen und des persönlichen Lebensstils. 40 Milliarden Tonnen CO2 bläst unsere Lebensweise pro Jahr in die Atmosphäre. Dieses CO2 bleibt in der Atmosphäre. Nach 1000 Jahren sind vom CO2 noch etwa 15 bis 40 Prozent in der ⁠Atmosphäre⁠ übrig. Dieses CO2 ist im Verhältnis zur übrigen Luft gering, aber zusammen mit Methan bewirkt es, dass alle 10 Jahre die Temperatur auf der Erde 0,5 Grad Celsius wärmer wird. Und das über die nächsten 100 und 500 Jahre. Das haben schon die Fachleute der Ölfirma Exxon Mobil Anfang der 70er Jahre berechnet.

    Nun sagen einige, ich fahre nur mit öffentlichen Verkehrsmittel. Da kann ich ohnehin sündigen und nach Thailand fliegen. Das ist eine typische Ausrede. Denn ein Fluggast, der von Graz nach Barcelona fliegt, verbraucht eine Tonne CO2. Das ist soviel, wie eine Buche braucht, um 80 Jahre zu wachsen und eine Tonne CO2 zu speichern. Warum gibt es diese Ausreden?

    Ausreden verringern die Notwendigkeit der Veränderung. „Es wird schon nicht so arg werden.“ Manche bleiben gerne in gewohnten Bahnen. „Wir habe das immer schon so gemacht.“ In der Wirtschaft heißt das „business as usual“, „bau“. Veränderungen brauchen vor allem geistigen Aufwand. Den gibt es dann, wenn wir Veränderungen gerne tun oder wenn uns ein Ereignis zum Überleben zwingt.
    Den Klimawandel können wir durch kleine oder große Schritte verringern oder es zwingen uns am Ende Katastrophen alles zu ändern, damit wir gerade noch überleben. Ich bin dafür, dass wir in kleinen Transformationen die Katastrophen verhindern.

    Gibt es am Ende Katastrophen? Was passiert, wenn die Temperatur global sich um 3-4 Grad erhöht? Viele Regionen sind dann wegen der Hitze unbewohnbar und in den anderen Regionen gibt es stärkste Niederschläge und Tornados. Physiker und Klimatologen können durch Computersimulationen die Varianten immer besser berechnen. Syukuro Manabe erhielt 2021 dafür den Nobelpreis der Physik. Er teilt sich ihn mit dem deutschen Forscher Klaus Ferdinand Hasselmann und dem Italiener Giorgio Parisi. Die ausgefeilten Berechnungen sind die Grundlagen des Sechsten Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC 2022. Demnach ist es nach wie vor möglich, die globale Erwärmung auf 1,5°C bis 2100 zu begrenzen. Dafür sind allerdings eine sofortige globale Trendwende sowie tiefgreifende Treibhausgas-Minderungen in allen Weltregionen und allen Sektoren nötig. Quelle: Umweltbundesamt 13.05.2022

  • Zukunft der Erde: Vortrag von Prof. Sigrid Stagl

    Aus Liebe zur Natur und zu meinen Mitmenschen frage ich mich immer öfter: Gibt es eine Zukunft auf dieser Erde und auch für unsere Kinder? Ich finde, wir können es wagen, uns mit den gesellschaftlichen Herausforderungen des Klimawandels und des Artenschwundes zu beschäftigen.

    Ich habe deshalb Frau Univ.Prof.Dr. Sigrid Stagl von der Wirtschaftsuniversität Wien nach Pressbaum eingeladen. Sie beschäftigt sich als Ökonomin damit, wie Wirtschaft zukunftsfähig gemacht werden kann und forscht zu Energie- und Lebensmittelsystemen.

    An der WU leitet sie das Institut für Ökologische Ökonomie und das Kompetenzzentrum für „Sustainability Transformation and Responsibility“.

    Ich freue mich, dass Univ.Prof.Dr. Sigrid Stagl am 14. März 2023 nach Pressbaum gekommen ist.

    Über hundert Besucherinnen und Besucher kamen zum spannenden Vortrag zur Zukunft der Erde und den Grenzen des „Immer Mehr“. Es wurde ein sehr informativer Abend mit sehr guten Zukunftsideen.

    Es gibt trockene Böden und gestresste Wälder, die uns die Grenzen des Wachstums zeigen. Es gibt auch das neue Abkommen über die Ozeane und Gemeinschafts- und Genossenschaftsprojekte, in denen viele Bedürfnisse abgedeckt werden.

    Die Frage „Wie wollen wir, dass 2040 unsere Region aussieht?“ werden wir uns am 12. April 2023 bei der Zukunftswerkstatt stellen.

    Die Zukunft passiert in der Kärntner Stadt Ferlach. Das Ferlacher Pilotprojekt „Klimaschutz findet Stadt“ ermutigt zur aktiven Mitwirkung im Rahmen des Bürgerrats. Aufgabe des Bürgerrats ist es, eine „Vision Ferlach 2040“ zu erarbeiten, die wiederum als wegweisende Ausgangsbasis dienen wird. Anhand dieser werden Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Bilanz der Gemeinde erarbeitet. Begleitet wird das Projekt von Prof. Sigrid Stagl von der Wirtschaftsuniversität Wien, die den obigen Vortrag in Pressbaum, NÖ gehalten hat. https://www.klimaschutz-ferlach.at/

    Mag. Hannes Daxbacher

    Mein Blog: https://zukunft0.blog/
    Facebook: Hannes Daxbacher
    Danke der Stadtgemeinde Pressbaum, die diesen Vortrag mitveranstaltet hat. https://www.pressbaum.at/
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