VORTRAG KLIMA-WAND

Hanna Zemlic, eine Schülerin des Wienerwaldgymnasiums Tullnerbach hat zu diesem Vortrag eingeladen.
Sie sagte:
Der Klimawandel – ein ausgelutschtes Thema? Nein, denn unser Klima betrifft uns alle, jeden einzigen von uns. Das Problem ist nur: der Klimawandel ist sehr komplex. Deshalb verstehen viele Menschen nicht, wie problematisch die Erderwärmung wirklich ist.
Genau deshalb werde ich am 16. 06. 2023 im Hotel Wiental um 19:00 zusammen mit der Meteorologin und Klimaforscherin Prof. Kromp-Kolb einen Vortrag halten. Am Programm stehen ein fachlicher Überblick – Was ist der Treibhauseffekt? Was sind die Ursachen des Klimawandels? Was hat der Mensch damit zu tun? Was sind die Auswirkungen? – und die daraus zu folgernden Handlungskonsequenzen – was zu tun ist.

Im Anschluss haben Sie dann die einmalige Möglichkeit, Ihre Fragen direkt an die Expertin, Helga Kromp-Kolb zu stellen.

Der Titel des Vortrags ist „Klima-Wand – Was jetzt?“. Die Klimawand steht metaphorisch für die kommenden Konsequenzen der Klimakatastrophe. Diese werden uns vor den Kopf stoßen, wie eine Wand. Rekordtemperaturen und Hitze machen sommerliche Bewegung im Freien für viele unmöglich. Vermehrte Naturkatastrophen – Hitze, Dürre, Hochwasser – und Ressourcenknappheit stellen uns vor globale Herausforderungen. Man kann nicht als Einzelperson die ganze Welt verändern, aber man kann doch einen wichtigen Beitrag leisten. Deswegen: Kommen Sie zu meinem Vortrag!

Hanna Zemlic
Schülerin des Wienerwaldgymnasiums Tullnerbach

Mitveranstalter ist der Arbeitskreis „Zukunft der Erde“, die „Science Academy Niederösterreich“ und das „Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit“ der Universität für Bodenkultur Wien.
Nach dem Vortrag und der Diskussion gibt es auch die Möglichkeit einer Umweltberatung durch einen Umweltberater Niederösterreichs, DI Fritz Brandstetter.
Veranstaltung auf Facebook.
Veranstaltung auf der Stadtgemeinde Pressbaum

„Es gibt keinen Wandel, es gibt aber eine Wand, weil viele politische Akteure keine Änderung wollen. Sie stellen eine Wand auf.“ Mag. Hannes Daxbacher

Zukunft: Die blinden Flecken

Ich maße mir nicht an, dass ich alles weiß. Aber es gibt einige Mitmenschen, die die Naturwissenschaft unbewusst oder bewusst ablehnen. Ein Bekannter sagt von sich, er sei Sozialwissenschaftler und kenne sich in der Naturwissenschaft nicht aus. Trotzdem maßt er sich an, über medizinische Maßnahmen ein Urteil fällen zu können.
Oder ein bekannter Psychiater warnt vor der Angstmache der Klimaaktivisten ohne auf die Grundlagen der Physik, der Klimawissenschaften und die Auswirkungen der fossilen Energie im Treibhauseffekt einzugehen.

Der Philosoph Peter Sloterdijk spricht sehr poetisch über die fossilen Energieträger, blendet aber bewusst oder unbewusst den physikalischen Treibhauseffekt aus: https://rp-online.de/kultur/peter-sloterdijk-im-interview-wir-stehen-am-rande-eines-grossbrandes-v1_aid-90171315

Die gesicherten Fakten der Physik werden links liegen gelassen. Da gibt es dann diejenigen, die Seminare anbieten, um aus der Angst vor dem Klimawandel wegzulaufen. Da wird dann die Klimakrise klein geredet und die naturwissenschaftliche Arbeit als Panikmache abgewertet. Dadurch bekommen Menschen Scheuklappen und können nichts gegen den realen Klimawandel tun. Das ist so, wie wenn ich einem Tiger begegnen und ein Freund sagt: Das ist ohnehin nur eine Katze. Hab keine Angst. Es kommt das böse Erwachen.
Info Treibhaus

Mitmachkonferenzen in Sieghartskirchen und Neulengbach

Ein Kernteam aus Purkersdorf, Gablitz und Sieghartskirchen machen etwas Starkes. Es organisiert am ersten Samstag im Mai eine sogenannte Mitmachkonferenz mit den vielen Inititiven der Region. Am 06. Mai 2023, 10-17:00  Uhr im Kulturpavillon 3443 Sieghartskirchen, Wiener Straße 12-14 beginnen der Biobauer und Mitbegründer von Evi-Naturkost Fred Schwendinger und die Kabarettistin und Biobäurin Maria Vogt mit interessanten Impulsreferaten.

Dann gibt es die
Thementische: biologische Landwirtschaft, Solidarische Landwirtschaft gründen, Regionalwert schaffen, Zukunfts-Vision gestalten, alternative Mobilität, Lernwerkstatt Selbstbau, Permakultur Salat und Naturschutz am Ort.
• Es gibt ein regionales Buffet
• und eine Life-Musik zum Ausklang.

Sie wollen die Veränderung zum Guten in der Region vorantreiben. Der Fokus liegt auf den Themen
Ernährung, regenerative Landwirtschaft und Selbstwirksamkeit.

Sogenannte Mitmach-Regionen entstehen überall im Land, wo Menschen sich zusammentun und gemeinsam vor Ort Lösungen für die drängenden ökologischen und sozialen Fragen unserer Zeit umsetzen.

Z.B. ist Neulengbach auch eine der 100 Mitmach-Regionen. Mitmach-Region Neulengbach
Am 23. April startet im Neulengbacher Stadtpark um 15:00 die Veranstaltungsreihe Offene GartenGespräche. Die Termine in Neulengbach findest du hier.

Hier das Team der Mitmach-Region Wienerwald: Doris Banner, Bernhard Haas, Susanne Gaspar. Quelle: NÖN

https://wienerwald.mitmach-region.org/

Diese Initiative ist im ganzen deutschsprachigen Bereich vertreten. Was wäre, wenn überall Menschen zusammenkommen, um sich der dringlichsten Themen unserer Zeit anzunehmen? Die Mitmach-Regionen zeichnen sich durch einen 9 bis 18-monatigen Kooperationsprozess aus, mit dem Ziel, mit vielfältigen Akteur:innen Deine Region zukunftsfähiger zu machen. Das Besondere ist, dass Du bei der Organisation der Mitmach-Region systematisch begleitet wirst und mit Gleichgesinnten in anderen Regionen im Austausch bist.

Das war der Vortrag zur Zukunft

Prof. Sigrid Stagl kam Mitte April 2023 nach Pressbaum und informierte die 100 Besucher*innen über die Bedingungen des Klimawandels und was möglich ist aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht. Hier einige Lichtblicke:

Es gibt mehrere Planetare Grenzen: Klimawandel, Aussterberate E/MSY Rate des Biodiversitätsverlusts, Landsystemwechsel, Neue Sachen: Plastik, Chemische Produkte, Biogeochemical Kreisläufe, Ozeanversauerung, Aerosolbeladung, Ozonabbau in der Stratosphäre, Globale Süßwassernutzung.
Eingriff in den globalen Phosphor- und Stickstoffkreislauf, Chemische Verschmutzung.

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Die 40 wichtigsten Auswirkungen des Klimawandels

Der Mathematiker Eliot Jacobson, Ph.D. beschäftigte sich jahrelang mit der Klimakrise. Er listet die 40 wichtigsten Auswirkungen des Klimawandels auf. Einige sind wirklich interessant, einige sind meiner Ansicht nach überprüfungsbedürftig.

1. Saurer Regen durch Verbrennen von Kohle und Erdöl (Benzin, Diesel, Heizöl).
2. Algenblüte. Es vermehren sich die Algen im Frühling explosionsartig.
3. Asche und Rauch schädigt die Lunge und den Boden
4. Bienensterben und Bestäubungsverlust
5. Klimaflüchtlinge & Migration
6. Korallenbleiche durch Erwärmung des Meerwassers
7. Ernteausfälle
8. Entwaldung
9. Wüstenbildung
10. Krankheiten, Pandemien (Pflanzen & Tiere)

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Ein Haus am Land – und dann?

Der Verkehr ist einer der größten Probleme beim Klimaschutz.
Die Begleitforschung zum Klimarat habe gezeigt, so Marianne Penker Professorin für Landsoziologie an der BOKU Wien im Gespräch mit topos.ORF.at, dass Menschen mit Klimaschutzmaßnahmen mitgehen, wenn sie genug Informationen erhalten, sich bei der Entwicklung der Maßnahmen eingebunden fühlen und wenn diese mit ihrer Lebensrealität vereinbar sind. Nach Oberösterreich haben Niederösterreich und die Steiermark den höchsten CO2-Verbrauch pro Kopf.
https://topos.orf.at/klima-co2-stadt-land100

Greenpeace-Langzeitcheck zu Ostern:

Lebensmittel sind auch 14 Tage über dem Haltbarkeitsdatum ohne Bedenken genießbar

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20230406_OTS0003/greenpeace-langzeitcheck-zu-ostern-lebensmittel-sind-auch-14-tage-ueber-dem-haltbarkeitsdatum-ohne-bedenken-geniessbar-bild-video?s=09

Die Autogesellschaft macht die ganze Welt gleich

Jeder Ort schaut gleich aus. Supermärkte und Tankstellen, Autohändler, Autowerkstätten.
Ironisch könnte ich sagen: „Ich fahr so gern durch Österreich, durch Deutschland und durch die ganze Welt, es ist überall gleich.“
Es muss nicht so sein. Einige Gemeinden können es anders.

Ich bin auf die Kultband Querschläger aus dem Salzburger Lungau gestoßen, die eine ironisches Lied singt: „i fåhr so gern durch Österreich“. Sie nennt das Lied Klondorf-Ralleye. Die Orte schauen geklont aus. Alles ist gleich.

Der Grund: Das Benzin und der Diesel, produziert aus Erdöl lassen uns mit dem Verbrenner-Auto in die Arbeit und zum Supermarkt fahren. Diese Benzinzeit neigt sich dem Ende zu. Mit Erdöl ist bald Schluss und das Treibhaus Erde wird immer wärmer, sodass unsere Welt unwirtlich wird. Damit das nicht so leicht passiert, machen wir, der Arbeitskreis „Zukunft der Erde“ eine Zukunftswerkstatt.

Dazu passt aber auch das Lied klondorf-rallye:

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Aufbauende Landwirtschaft

Die aufbauende Landwirtschaft ist ein System von Prinzipien und landwirtschaftlichen Praktiken, bei denen der Aufbau der Bodenfruchtbarkeit und die Erzeugung gesunder und nährstoffreicher Lebensmittel die höchste Priorität haben. Sie betrachtet natürliche Systeme in ihrer Ganzheit und in ihrer Komplexität. Ihre Praktiken erfolgen in Kooperation mit der Natur. 

http://aufbauende-landwirtschaft.de/

6. Sachstandsbericht: Weltklimarat IPCC legt Synthesebericht vor – Spektrum der Wissenschaft

So, wie es jetzt läuft, wird das nichts mit dem Klimaschutz, fasst der IPCC die Klimapolitik zusammen. Warum überhaupt noch das Klima schützen? Auch darauf hat er eine Antwort.

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Klimabericht „Climate Change 2022“: Weltklimarat warnt: Auch Anpassungen haben Grenzen – Forschung & Lehre

Jegliche Verzögerung eines gemeinsamem, globalen Handelns könnte dafür sorgen, dass das Zeitfenster, innerhalb dessen eine lebenswerte Zukunft bewahrt werden kann, sich schließt. Dies berichteten die Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, die den neuen Bericht des Weltklimarats der Vereinten Nationen – dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) verfasst hat, bei seiner Präsentation in Genf.

Es kommt bereits zu gefährlichen Veränderungen der Natur und Milliarden Menschen leiden immer stärker darunter. 

Meerespflanzen und -tiere bewegten sich wegen der steigenden Wassertemperaturen im Durchschnitt um 59 Kilometer pro Jahrzehnt Richtung Nord- und Südpol. Viele Arten erreichen bei der Anpassung an den Klimawandel Grenzen und sind vom Aussterben bedroht.

„Die Energie müsse sauber, die Wegwerfmentalität beseitigt werden. Städte und Landwirtschaft müssten nachhaltig und die Mobilität verändert werden: mehr Rad- statt Autofahren, mehr Zugfahren statt Fliegen.“

https://www.forschung-und-lehre.de/politik/ipcc-4475

Was tun?

Trockene Böden, weniger Regen, Austrocknung der Seen, Hitzetage, Waldbrände, plötzliche Überschwemmungen zeigen, wir leben im Treibhaus, das immer wärmer und wärmer wird und unsere Lebensgrundlagen zerstören.

Die Antwort ist, die Treibhausgase CO2 und Methan senken und das jetzt.
Das heißt für die Gemeinden, Länder, Bund, Institutionen und Hausbesitzer:
PHOTOVOLTAIK statt neuer Autos.
Verkehr ist Sache der BAUORDNUNG. Verdichten statt Außenerweiterung.
Wann treffen sich die Leute zur GEMEINDERATSSITZUNG, bei den AUSSCHÜSSEN? Wir kommen und fordern Schluss mit den Emissionen jetzt.
Wann treffen sich die Leute zur LANDTAGSSITZUNG, PARLAMENTSSITZUNGEN, bei den AUSSCHÜSSEN? Wir kommen und fordern Schluss mit den Emissionen jetzt.
Wo gibt es die TANKSTELLEN? Wir fordern: Fahren sie weite Strecken mit der BAHN! Nehmen Sie Fahrrad oder E-Mobil!
Herr PFARRER, geben Sie auf alle Ihre Dächer PHOTOVOLTAIK!
Herr BISCHOF, geben Sie auf alle Schulen PHOTOVOLTAIK!
WÄRMEPUMPEN und PHOTOVOLTAIK statt LANGSTRECKENFLÜGE in den URLAUB.

Wir schreiben das auf unsere Plakate, auf unsere E-Mails, auf unsere Social Medias.

Zukunftswerkstatt

Wir luden Mitte April in Pressbaum zur Zukunftswerkstatt ein.
Dabei ging es um die Frage: Wie soll unsere Region Wiental im Jahr 2030 aussehen?
2030 wird zum Schicksalsjahr.
Es kamen Interessierte aus Gablitz, Breitenfurt, Neulengbach, Tullnerbach und Pressbaum um konkrete Antworten zu finden. Die Lebensbedingungen auf unserem Planeten durch Treibhauseffekt und Naturzerstörung wird immer bedrohlicher. Die Teilnehmer – vier kamen mit dem Fahrrad – beschäftigten sich mit vier Bereichen:
1. mit nachhaltiger Mobilität und passendem Verkehr,
2. mit umweltfreundlicher Energie, dem Wärmen, dem Kühlen und der Stromerzeugung,
3. mit dem kostbaren Boden, dem klaren Wasser, dem Artenschutz und
4. mit dem Teilen von Sachen und der Kreislaufwirtschaft.

Es kam zu sehr konkreten Forderungen, die in nächster Zeit veröffentlicht werden und alle politischen Ebenen betreffen. Es ist zu hoffen, dass das Land bewohnbar bleibt.

Es lud der Arbeitskreis „Die Zukunft der Erde“ ein.
Leitung: Mag. Hannes Daxbacher

Bodenlos oder Boden für alle?

Wie wir den Raubbau am Gemeingut stoppen. Boden ist ein endliches Gut. Wie gehen wir mit ihm um?

Rebecca Amberger (Fridays for Future NÖ), Mary Sidler, Elias Molitschnig, Silvia Drechsler (Vizebürgermeisterin Mödling), Peter Eisenschenk (Bürgermeister Tulln), Franziska Leeb (ORTE-Vorsitzende) Foto: Johannes Haslhofer

Johannes Haselhofer berichtet in den Niederösterreichischen Nachrichten von einem Symposion in St. Pölten über den „Flächenfraß in Form der stetig fortschreitenden Bodenversiegelung“.
Interessant war der Beitrag von Tullns Bürgermeister Peter Eisenschenk, der „das Klimamanifest von 2019 als eine Grundlage des umweltpolitischen Handelns in Tulln“ bezeichnete. Die Stadtgemeinde hat vor, die Betriebe der Gemeinde bis 2025 klimaneutral zu gestalten. Im Rathaus soll eine Wärmepumpe installiert werden, welche 100 Tonnen CO2 im Jahr einspart.

Raumplanung: Verdichten statt erweitern

Wichtig ist dem Bürgermeister auch die „Innenverdichtung statt Außenerweiterung“ der Stadt. Denn je weiter die Bevölkerung das Umland zersiedelt, umso mehr Verkehr bringt es mit sich.
Quelle: NÖN 14.3.2023

Die Wanderausstellung „Boden für Alle“ ist noch ein letztes Mal in Niederösterreich zu sehen, und zwar in der Nö Landesbibliothek Landhausplatz 1 von 8. Februar bis 24. März. Ich werde sie ansehen. Es gibt ein gutes Video davon:

Ausstellung / Exhibition „Boden für Alle“ / „Land for Us All“ „Boden ist kein Joghurt
Quelle: ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich

Keine Chance für Spekulatoren – arte Dokumentation
Bodenschutz

Pressbaumer Unternehmer*innen stellen sich vor

Schrankflüsterin Regina Halbauer und Ingrid Burtscher hatten die Idee zur Regionalen Messe in Pressbaum.
Foto: Nadja Buechler

31 Pressbaumer Kleinbetriebe präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen im Pressbaumer Stadtsaal. Samstag, 25. März, Franz Gugerell-Gasse 1, von 10 bis 18 Uhr.
Die 1. Regionale Messe Pressbaum bietet Gewerbebetrieben eine Plattform um sich gemeinsam einem Publikum zu präsentieren und vorzustellen. Die Organisatorinnen Ingrid Burtscher und Regina Halbauer entwickelten die Idee bei einem Arbeitstreffen im November 2022. “Wir wollten ganz bewusst nur Pressbaumer Unternehmer einladen. Viele Einzelunternehmer oder kleine Betriebe sind im eigenen Ort gar nicht bekannt”, erklärt Halbauer die örtliche Einschränkung.

Kleinunternehmer im Ort

“Wir wollen mit der Messe eine breite Bevölkerung ansprechen und gleichzeitig etwas für Kleinunternehmer im Ort tun”, beschreibt Burtscher die Idee. Unterstützt werden die Organisatorinnen von den Grünen Pressbaum. “Es geht hier aber nicht um eine Parteiveranstaltung, sondern um ein informatives Angebot für die ganze Familie und die Förderung der regionalen Wirtschaft”, sagt Burtscher.

Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

Eröffnet wird die Messe um 10 Uhr mit dem Quintett des Stadtorchesters, es spielt Musik von Scott Joplin, und mit Worten zur regionalen Wirtschaft von Nationalratsabgeordneten Elisabeth Götze. Um 14 Uhr folgt ein Vortrag über Nachhaltigkeit im Kleiderschrank, um 15 Uhr eine Modenschau und um 17 Uhr findet eine Tombola zugunsten des Therapiezentrums Zukunftsschmiede (auch Pressbaum) statt. 31 Aussteller stellen auf der Messe ihre Produkte vor und sorgen für das leibliche Wohl. Die Messe findet am Samstag, 25. März im Stadtsaal Pressbaum, Franz Gugerell-Gasse 1, von 10 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.
Quelle: NÖN 21.3.2023

Seinen Kopf in den Sand

Das Lied „Sein Köpferl im Sand“ von Arik Brauer passt sehr gut zu denen, die über den Klimawandel nichts wissen wollen, aber glauben, alles zu wissen.

Das ist ein beinhartes Protestlied.
Allerdings richtet sich die Kritik nicht gegen eine bestimmte Gruppe,
Sondern gegen Jederman der sich betroffen fühlt – auch gegen mich selbst.

Er hod a klanes Häusl in der greanen Au
Er hod a guten Posten und a dicke süße Frau
Er tut si bei der Arbeit net de Händ verstauchen
Er kaun an jeden Sundog a Virginia rauchen
Do sogt da mir gehts guat, auf de aundan hau i in huat

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Raus aus der Wachstumsidee

Ulrich Brand: Es braucht einen Rückbau der ökonomischen Logik von ‚Wachstum, Wachstum, Wachstum‘. Diese Erkenntnis wird heute breit geteilt wird. Nicht nur von den Investoren und vom Management, sondern auch von Beschäftigten und Gewerkschaften und vom Staat. Das ist die eine Dimension. Die andere ist der materielle Rückbau, bei der es weit weniger Konsens gibt. In bestimmten Bereichen – bei der Produktion und Nutzung von Automobilien, dem Flugverkehr, der industriellen Landwirtschaft, der schnell verbrauchbaren Güter und der billigen Kleidung – muss zurückgebaut werden. Wir brauchen ein anderes Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das Wohlstand mit weniger materiellen Gütern sichert. Das heißt aber durchaus, dass wir im Bildungsbereich, im Gesundheitsbereich, im Bereich von ökologischer Ernährung und im öffentlichen Verkehr wachsen müssen.

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Fünf Klimalügen

Immer wieder führen Populist:innen teils wirre Klimamythen als Argument an, um nichts gegen die Klimakatastrophe tun zu müssen. Statt zu handeln, soll so der bequeme Status quo gewahrt werden. Dabei handelt es sich eben wirklich um nicht mehr als um Mythen. Egal, ob gesagt wird, dass sich das Klima schon immer geändert habe, dass sich Tiere doch anpassen können oder dass CO₂ gut für Pflanzen sei. Das ist ein Unsinn.

Es schaut so aus, als ob manche den Kopf in den Sand stecken.

Verbrennungsmotor Ade!

Gestern konnte ich bei Freunden im Elektro-Auto mitfahren. Es war sehr leise und für die Fahrerin sehr angenehm zu fahren. Ich lerne dazu. Christoph Chorherr empfahl auf Twitter zweimal einen Artikel, der sich mit dem Boom der Elektrofahrzeugen beschäftigt. Autor ist „Science is Strategic“. Er schreibt:

Der weltweite Absatz von Elektrofahrzeugen explodiert, wobei der Gesamtabsatz im Jahr 2022 voraussichtlich 10,6 Millionen erreichen wird, was einem Anstieg von unglaublichen 60 % entspricht. Das ist ein äußerst folgenreichen Entwicklung, die wirtschaftliche, ökologische und geopolitische Auswirkungen hat.

Die Verkäufe von Elektrofahrzeugen machen jetzt 13,2 % der gesamten Autoverkäufe aus, gegenüber 8,7 % im Jahr 2021 und mehr als das Dreifache des Niveaus von 2020 von 4,3 %.

Auf Länderebene gehören zu den führenden Märkten einige der größten Volkswirtschaften der Welt wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich und China.

Der chinesische EV-Markt (Electric Vehicle) explodiert geradezu mit über 1 von 4 Neuwagenverkäufen.

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Ausreden und Verleugnung in der Klimapolitik

Ein Vortrag von Prof. Mag. Dr. Reinhard Steurer wurde auf YouTube zu den Ausreden und Verleugnungen in der Klimapolitik gestellt. Er ist assoz. Professor für Klimapolitik an der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der politischen Dimension der Klimakrise im Allgemeinen bzw. mit der politischen Bedeutung von Ausreden und Schein-Klimaschutz in allen Bereichen der Gesellschaft im Speziellen. Prof.Mag.Dr. Reinhard Steurer YouTube Scientists For Future 2.2.2021 Vorlesung Sommersemester 2023

Eine gute Karikatur zeigt, dass viele zur beruhigenden Lüge gehen und die unbequeme Wahrheit verleugnen

Beruhigende Lüge wäre: Die Klimaerwärmung wird nicht katastrophal werden..

Unbequeme Wahrheit wäre: Wenn wir nicht alle CO2- und Methan-Emissionen jetzt auf Null stellen, kommt es zu einem Anstieg der globalen Temperatur auf 5 Grad C und zu Katastrophen ohne Ende: Hitze, Überschwemmungen, Trockenheit, Waldbrände, Steigung des Meeresspiegel, Abschmelzen der Gletscher und.der Pole, Lebensmittelrationierung, Wasserrationierung, Hitzetote, Aussterben der Tier- und Pflanzenarten.

Wir sitzen im Treibhaus

Im Schloss Schönbrunn gibt es ein wunderschönes Palmenhaus mit 4500 exotischen Pflanzen. Es wurde 1882 von Kaiser Franz Josef eröffnet. Es muss geheizt werden und funktioniert als Treibhaus. Einige Jahre später, 1896, erklärte ein schwedischer Chemiker die ganze Welt zum Treibhaus. Statt dem Glas gibt es Treibhausgase, die verhindern, dass die Luft sich abkühlt. Die Erdoberfläche wird dadurch immer wärmer.

Dieser Wissenschaftler war Svante Arrhenius, der 1903 den Physik-Nobelpreis bekam. Er erkannte, dass das CO2 und der Wasserdampf ein Treibhausgas ist. Er hoffte auf eine globale Erwärmung von 5 Grad, sodass es in nördlichen Ländern wärmer wird: „Durch Einwirkung des erhöhten Kohlensäuregehaltes der Luft hoffen wir uns allmählich Zeiten mit gleichmäßigeren und besseren klimatischen Verhältnissen zu nähern, besonders in den kälteren Teilen der Erde; Zeiten, da die Erde um das Vielfache erhöhte Ernten zu tragen vermag zum Nutzen des rasch anwachsenden Menschengeschlechtes.“ Dass aber der menschengemachte Treibhauseffekt nicht zum Segen, sondern zum Fluch werden könnte, sah er nicht voraus.

Vor Svante Arrhenius gab es schon einige, die das Treibhaus in der Atmosphäre entdeckten: Jean Baptiste Joseph Fourier (1768–1830) erklärte im Jahr 1824 den atmosphärischen Treibhauseffekt.
Eunice Newton Foote (*17. Juli 1819 in Goshen, Connecticut – +30. September 1888 in Lenox, Massachusetts) war eine US-amerikanische Erfinderin und Forscherin auf dem Gebiet der Atmosphärenchemie. Sie gilt als die Entdeckerin des Einflusses der Kohlenstoffdioxidkonzentration in der Atmosphäre, eine der wichtigen Komponenten des Treibhauseffekts 1856.

John Tyndall (* 2. August 1820 in Leighlinbridge, County Carlow, Irland, Vereinigtes Königreich; † 4. Dezember 1893 in Hindhead, Surrey, Vereinigtes Königreich) war ein britischer Vermesser und Naturwissenschaftler.

„So wie ein Staudamm ein lokales Anschwellen eines Flusses bewirkt, so erzeugt unsere Atmosphäre, die als Barriere für die von der Erde kommende Strahlung wirkt, einen Anstieg der Temperaturen an der Erdoberfläche.“ So beschrieb John Tyndall (1820–1893) im Jahr 1862 sehr treffend den natürlichen Treibhauseffekt. Im Rahmen umfangreicher und mit der damals möglichen Präzision durchgeführter Messungen identifizierte er die dafür verantwortlichen Gase. Er fand heraus, dass der Wasserdampf für den größten Teil des Treibhauseffekts verantwortlich ist. Ebenso korrekt bezeichnete er den Beitrag der übrigen Gase wie Kohlenstoffdioxid (CO2) oder Ozon (O3) als zwar deutlich schwächer, aber nicht zu vernachlässigen.

Was ist mit Kohle, Erdöl und Erdgas los?
Pflanzen und Tiere lagerten sich in Millionen von Jahren unter der Erdoberfläche als Kohle, Erdgas, Erdöl oder in Permafrostböden ab. Wenn wir diese organischen Materialien, Kohle, Erdöl und Erdgas verbrennen, entsteht CO2, das sich in die Atmosphäre absetzt. (Link zur Bildquelle)

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Die Temperatur steigt rasant

Seit 60 Jahren steigt die Temperatur so stark an, wie wir es noch nie gekannt haben. Lange Zeit bis 1900 fiel die Temperatur kontinuierlich. Aber dann kletterte die Temperaturskala steil nach oben. Zwischen 1950 und 1970 stabilisierte sich die Temperatur kurz, weil die Atmosphäre durch die Industrie verschmutzt wurde. Nach der Reinigung der Luft kam es wieder zu einem rasanten Anstieg.

Aber kann man sich auf die Klimaforschung verlassen? Manche behaupteten: „Die berühmte „Hockeyschläger“-Kurve ist eine Fälschung“. Fakt ist aber: Die Aussage der oft kritisierten „Hockeyschläger“-Kurve wird durch viele unabhängige Studien bestätigt. (Zitiert aus: klimafakten.de)

Die Temperatur der letzten tausend Jahre auf der Nordhalbkugel

Die ursprüngliche sogenannte „Hockeyschläger“-Studie aus dem Jahr 1998 war tatsächlich nicht fehlerfrei. Doch eine verbesserte Neuauflage sowie etliche ähnliche Untersuchungen mit historischen Klimadaten aus Korallen, Stalagmiten, Baumringen, Bohr- und Eiskernen bestätigen die ursprüngliche Schlussfolgerung, dass das 20. Jahrhundert das wärmste seit mindestens zweitausend Jahren war und der Temperaturanstieg beispiellos schnell geht.

Die US-Forscher Michael Mann, Raymond S. Bradley und Malcolm K. Hughes veröffentlichten 1999 eine Studie (Mann et al. 1999) für die Baumringe, Eisbohrkerne, Korallen und andere Aufzeichnungen von der Nordhalbkugel der Erde verwendet wurden. Ihre Rekonstruktion ergab, dass die globale Temperatur über die letzten zweitausend Jahre erst allmählich abgenommen hatte, im 20. Jahrhundert aber in einen scharfen Aufwärtstrend gewechselt ist.

Seit etwa 1950 hat die Erdmitteltemperatur in einem Tempo zugenommen, wie es seit mindestens 2.000 Jahren für keine andere 50-Jahres-Periode beobachtet wurde. Mit diesem Phänomen befasst sich die Forschung des Treibhaus-Effektes.

Quellen und ziert aus: Klimafakten.de und Wissen4Future Teil 1: Physikalische Grundlagen

Bis zum großen Crash

Auf Wissen4Future steht ein Vortrag, der einiges zur Klimakrise klarmacht:

Wissen4Future Teil 10: Warum handeln „wir“ nicht wo „wir“ doch wissen? von Prof. DDr. Verena Winiwarter, Umwelthistorikerin (OEAW) und Wissenschaftlerin des Jahres 2013.

Sie bringt eine großartige systemische Analyse der Klimakrise.

Warum reagiert die Gesellschaft nicht mit der Entschlossenheit und Eile auf die Klimakrise, welche die physikalischen Fakten gebieten?

Der große Crash

Ich finde die systemische Analyse von Verena Winiwarter sehr gelungen. Aufgabe der Klimabewegung sieht sie darin, auf die Grenzen und Katastrophen hinzuweisen und keine Lösungen anzubieten (Wir streiken bis ihr handelt). Die funktionale Ausdifferenzierung der Gesellschaft bleibt bestehen, solange  die fossilen Energieträger wie Erdöl, Kohle und Erdgas vorhanden sind. Dann kommt es zu einer Transformation. Ich würde es aber Crash nennen oder wie es Kurt Vonnegut sagt, Cold Turkey (Quelle: Verena Winiwarter, Der Weg zur klimagerechten Gesellschaft, S.64).

Bis dorthin müssen diese Funktionssysteme (Wirtschaft, Bildung, Politik, Religion, Wissenschaft, Kunst, Recht, Sport, Gesundheit, Militär, Polizei, Massenmedien,  inklusive der psychischen Systeme) mit den Schwierigkeiten und Katastrophen wie Überschwemmungen, Hitzewellen, Dürre, Steigung des Meeresspiegels, Verringerung des Nahrungsangebotes, Aussterben von Arten u.a. zurecht kommen.

Meiner Ansicht nach zögern sie den Crash oder den Cold Turkey hinaus.

Cold Turkey

Ich bringe einen wichtigen Einschub: Verena Winiwarter las bei einem Treffen 2022 einen Essay von Kurt Vonnegut vor, der mit dem englischen Begriff für den kalten Drogenentzug „Cold Turkey“ überschrieben ist.
Er schreibt, nachdem er über seine Erfahrungen mit Drogen, vor allem Nikotin berichtet hat:
„Aber ich sage Ihnen eines: Ich hatte einmal ein High, das nicht einmal Crack-Kokain erreichen konnte. Da habe ich meinen ersten Führerschein gemacht! Achtung, Welt, hier kommt Kurt Vonnegut.
Und mein Auto damals, ein Studebaker, wie ich mich erinnere, wurde, wie fast alle Transportmittel und andere Maschinen heute, und elektrische Kraftwerke und Öfen, von den am meisten missbrauchten und süchtig machenden und zerstörerischen Drogen von allen angetrieben: fossilen Brennstoffen.
Als Sie hier ankamen, auch als ich hier ankam, war die industrialisierte Welt bereits hoffnungslos abhängig von fossilen Brennstoffen, und sehr bald wird es davon keine mehr geben. Cold Tukey.
Darf ich Ihnen die Wahrheit sagen? Ich meine, das sind keine Fernsehnachrichten, oder?
Hier ist, was ich für die Wahrheit halte: Wir sind alle Süchtige nach fossilen Brennstoffen in einem Zustand der Verleugnung und stehen kurz vor dem kalten Entzug.
Und wie so viele Süchtige, die kurz vor dem kalten Entzug stehen, begehen unsere Führer jetzt Gewaltverbrechen, um das Wenige zu bekommen, das von dem übrig ist, wovon wir abhängig sind.“

Quellen: Kurt Vonnegut. Cold Turkey. In These Times May 2004
Verena Winiwarter, Der Weg zur klimagerechten Gesellschaft. Sieben Schritte in eine Nachhaltige Zukunft. 2022.

Verena Winiwarter beginnt in ihrem Vortrag mit einer Geschichte eines jungen Mannes, der in Australien an der Hitze stirbt.

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Klimawandel in einer Minute erklärt

Klimaänderung in nur einer Minute erklärt, für diejenigen, die nicht daran glauben

Wir müssen etwas tun, um den Trend umzukehren und unseren Kindern eine bessere Welt zu hinterlassen

Es war leider viel zu lange „fünf vor zwölf“

Es war leider viel zu lange „fünf vor zwölf“ – Christa Chorherr

Wir alle müssen lernen, um zu verstehen, warum wir unser Verhalten ändern MÜSSEN

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Sicherlich habe ich nicht vor, mich auf eine viel befahrene Straße zu setzen und mich anzukleben. Das heißt aber noch lange nicht, dass mich die Entwicklung unseres Klimas kalt lässt. Nur missfällt mir die Methode des Anklebens – aber mit welcher anderen Methode kann man noch Aufmerksamkeit erregen, aufrütteln – vieles wurde schon probiert, „nix hat’s g’nutzt“.

„Meine“ Methode ist: Aufklärung über die Fakten und deren Folgen. Besser gesagt: Aufzeigen von Fakten (geschieht in den Medien ohnedies: derzeit „der Lake Powell trocknet aus“), wesentlich wäre  es, die Ursachen, aber auch die Folgen davon klar aufzuzeigen.

Die Politik allerdings muss ziemlich dringend Taten setzen, nicht nur in Österreich, in Europa, der Klimawandel macht an Grenzen nicht halt. Und jetzt schaut’s so aus, als ob dieser Wandel  langsam (oder plötzlich) wirklich irreversibel wird.

Damit kommen z.B. zwei Begriffe ins Spiel, der Rückkoppelungseffekt und die Kipppunkte. (Ich gebe zu, es klingt  nicht einfach und ist es auch nicht)

Rückkopplungsmechanismen sind Prozesse, die ausgehend von der Änderung eines Faktors Änderungen anderer Faktoren anstoßen, die wiederum auf den ersten Faktor verstärkend (positive Rückkopplung) oder abschwächend (negative Rückkopplung) zurückwirken. Höhere Temperaturen der Atmosphäre erwärmen z.B. auch den Ozean, der dadurch weniger CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen kann, wodurch sich diese weiter erwärmt (positive Rückkopplung). Höhere Temperaturen verstärken aber auch das Pflanzenwachstum, wodurch mehr CO2 aus der Atmosphäre für die Photosynthese verbraucht wird, was für die Atmosphäre einen Abkühlungseffekt bedeutet (negative Rückkopplung).

D.h. wünschenswert wäre „mehr negative“ Rückkopplung

„Es war leider viel zu lange „fünf vor zwölf““ weiterlesen

Sand, wie Sand am Meer – das gibt es leider nicht mehr überall

Zum Sand-Raub

Autorin: Christa Chorherr

Sand ist nach Wasser der wichtigste Rohstoff, vor allem für die Bauindustrie, und die nimmt nicht jeden Sand. Jeden Tag karren LKWs  Tonnen von Strandsand davon, saugen riesige Schwimmbagger den Meeresboden rund um den Globus ab, bunkern den Sand in ihren Kielräumen und verkaufen ihn teuer an Baufirmen: Der Sand schwindet, und mit ihm die Strände.
Quelle: Christa Chorherr Sand, wie Sand am Meer

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Sand steckt in vielen unserer Produkte, von denen man es nicht vermuten würden: etwa in Seife, in Reinigungsmitteln, in jedem Computer. Glas wird aus Sand hergestellt. Aber vor allem: Stahlbeton, der wichtigste Baustoff heutzutage. Unsere Städte sind buchstäblich aus Sand gebaut, denn Beton besteht zu zwei Dritteln aus Sand. Und für jede Tonne Beton werden mehrere Tonnen Sand benötigt.

Überall ist Sand versteckt, im Computer und im Handy, in der Pflanzenzucht, in Farben und Klebstoffen, aber auch Keramik und Ziegel gäbe es ohne Sand nicht. Fast nur aus Sand besteht Glas, nämlich zu 75 Prozent. Doch auch in der Jeansherstellung geht nichts ohne ihn, mit Sandstrahlen wird der Stoff ausgeweicht und gebleicht.

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„Tsunami im Zeitlupentempo“

Autorin Christa Chorherr: Bedrohung der Strände Europas

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Ich habe erschreckt wahrgenommen (ZIB1 auf ORF 2, am 19.02.2023), dass viele Atlantikstrände Europas bedroht sind. Durch den Anstieg des Meerwassers werden sie immer kleiner und könnten in absehbarer Zeit verschwunden sein. Die gezeigte Karte  hat es verdeutlicht. Ich gebe zu, mir war das nicht so bewusst.

„Tsunami im Zeitlupentempo“ – Christa Chorherr

Klimakrise und Erosion gefährden Europas Küsten bzw. Strände. Bis 2035 könnte die Hälfte der Strände verschwunden sein! Wir kennen Sie, die Strände in der Normandie, wo die Landung der Alliierten 194 4 stattgefunden hat, die Strände in der malerischen, mystischen Provence, auf der Isle de Re, in der Gegend von Biarritz. Alle die uns lieb gewordenen Strände sind bedroht, in Frankreich, Spanien, Portugal England und Schottland etc.

Was sind nun die Ursachen für diesen Anstieg des Meeres: Die Region rund um die nördliche Polkappe erwärmt sich schneller als der Rest der Welt: Von 1971 bis 2019 ist die globale Durchschnittstemperatur der Arktis um 3,1 Grad Celsius gestiegen. Zum Vergleich: Laut dem neuesten Weltklimabericht hat sich der Planet als Ganzes aufgrund des Klimawandels um 1,1 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter erwärmt. Die Erwärmung in der Arktis fällt aber größer aus. Die durchschnittlichen Temperaturen in den arktischen Regionen werden auch weiterhin mindestens zweimal so schnell ansteigen wie die globale Durchschnittstemperatur.

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Die 27 Beschleuniger des Klimawandels

CORVALLIS, Ore. – Eine internationale Zusammenarbeit unter der Leitung von Wissenschaftlern der Oregon State University hat 27 Beschleuniger der globalen Erwärmung identifiziert, die als verstärkende Rückkopplungsschleifen (Kipppunkte, Feedback Loops) bekannt sind, darunter einige, von denen die Forscher sagen, dass sie in Klimamodellen möglicherweise nicht vollständig berücksichtigt werden.

Sie stellen fest, dass die Ergebnisse, die heute in der Zeitschrift One Earth veröffentlicht wurden, die Dringlichkeit erhöhen, auf die Klimakrise zu reagieren, und politischen Entscheidungsträgern einen Fahrplan bieten, der darauf abzielt, die schwerwiegendsten Folgen eines sich erwärmenden Planeten abzuwenden.
Beispiele im Bild:
A. Verringerung der Meereis-Rückstrahlung
B. Auftauen des Permafrosts
C. Schwelende Waldbrände in Mooren
D. Waldbrände
E. Wolkeneigenschaften
F. Austrocknen und Wüstenbildung
G. Waldsterben
H. Insektenbefall
I. Verringerung der Schneedecke-Rückstrahlung

In der Klimawissenschaft sind verstärkende Rückkopplungsschleifen Situationen, in denen eine klimabedingte Veränderung einen Prozess auslösen kann, der noch mehr Erwärmung verursacht, was wiederum die Veränderung verstärkt.

Ein Beispiel wäre die Erwärmung in der Arktis, die zum Schmelzen des Meereises führt, was zu einer weiteren Erwärmung führt, da Meerwasser die Sonnenstrahlung absorbiert und nicht reflektiert.

Die 56 Loops (20 physikalische, 21 biologische, 15 menschliche Loops, von den 41 ersteren sind 27 verstärkende, 7 ausgleichende und 7 unsicher Loops):

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Hülsenfrüchte – kleine Retter der Gesundheit und des Klimas

Ein Artikel von Pia Kruckenhauser im Standard inspiriert mich.

Hülsenfrüchte – kleine Retter der Gesundheit und des Klima – Ernährung – derStandard.at › Gesundheit

Ich mag Linsen und Humus. Begonnen hat es damit, dass mir meine Schwester vom Ernährungskompass von Bas Kast vorgeschwärmt hat. Sie hat mich angesteckt und ich habe meine Ernährung auf Linsen und Kichererbsen statt Fleisch und Käse umgestellt. Ich esse jetzt kaum Fleisch und fühle mich fantastisch. Von den Milchprodukten konsumiere ich Joghurt und Buttermilch zum Müsli-Frühstück und einen Schuss Milch zum Kaffee. Hartkäse lasse ich auch wegen dem schlechten Cholesterin weg.

Ich finde, man kann den Fleischkonsum und Käsekonsum auch wegen der Klimakrise weglassen. In dem Standardartikel steht:

‚Wer auf Hülsenfrüchte setzt, schützt außerdem die Umwelt. Um die gleiche Menge Eiweiß aus Rindfleisch zu generieren wie aus Hülsenfrüchten, verbraucht man nämlich sechsmal mehr Wasser. Für ein Kilo Rindfleisch sind 46 Quadratmeter Platz nötig, für ein Kilo Bohnen oder Erbsen nur 3,6 Quadratmeter. Und bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch entsteht 36-mal so viel CO2 wie bei einem Kilo Kichererbsen. Der Anbau verbessert außerdem die Bodenqualität und hilft, Düngemittel zu reduzieren. Knieli weiß: „Hülsenfrüchte sind Stickstoffbinder, sie waren früher wichtiger Bestandteil in der Fruchtfolge. Das heißt, sie bringen Stickstoff in den Boden ein, der sonst durch synthetische Düngemittel zugeführt wird.“‚ –

Düngemittel sind Treibgas-Schleuder: Dünger als Klimakiller schreibt der Spiegel. ‚Wird Stickstoff (N) nicht von Pflanzen aufgenommen, kann daraus im Boden Lachgas entstehen, das in die Atmosphäre entweicht. Lachgas ist ein 300 Mal stärker wirkendes Treibhausgas als Kohlendioxid und trägt sechs bis sieben Prozent zum weltweiten Treibhauseffekt bei. Es hält sich rund 120 Jahre in der Atmosphäre.‘

Michaela Knieli bringt auch köstliche Rezepte, eine Risipisi-Pfanne, ein indisches Linsendal und Brownies mit Kidneybohnen.
Quelle: Hülsenfrüchte-kleine Retter …

Die Arktis kommt nach Wien

Die Arktisforscher tagen eine Woche lang in der Wiener Universität. Die Arktis ist dramatisch bedroht vom Klimawandel. Eine Thema wird von 17. bis 24. Februar 2023 das Schmelzen des Eises sein. Wenn das Eis schmilzt, erwärmt sich das Wasser schneller. Auch die arktischen Wettereinbrüche waren in Nordamerika und Nordostasien durch die Veränderung des Jetstreams zu spüren.
Quellen:
ORF 700 Arktisforscher tagen in Wien
Arctic Science Summit Week (ASSW)