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Kinder, die jetzt geboren werden, leben möglicherweise in einer Welt, in der nur halb so viel von den wichtigsten Nahrungspflanzen produziert wird

Einen sehr guten Artikel veröffentlichte CNN am 22.6.2025 über die Ernährungssicherheit im Klimawandel. Autorin ist Laura Paddison.
https://edition.cnn.com/2025/06/18/climate/food-crops-heat-rainIhre Ergebnisse sind krass. Jedes 1 Grad Celsius, das sich über dem vorindustriellen Niveau erwärmt, wird die globale Nahrungsmittelproduktion um durchschnittlich 120 Kalorien pro Person und Tag nach unten ziehen, so die Studie, die am Mittwoch in Nature veröffentlicht wurde.
Dies wird die Preise in die Höhe treiben und es den Menschen erschweren, Zugang zu Lebensmitteln zu erhalten, sagte Hsiang.
„Wenn sich das Klima um 3 Grad erwärmt, ist das im Grunde so, als ob jeder auf dem Planeten das Frühstück aufgibt“, sagte er. Die Welt ist derzeit auf dem Weg zu etwa 3 Grad Celsius Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts.
Weizen, Soja und Mais – hochwertige Kulturen für einen Großteil der Welt – werden besonders stark betroffen sein, so die Studie.
Wenn der Mensch weiterhin große Mengen fossiler Brennstoffe verbrennt, könnte die Maisproduktion im Getreidegürtel der USA, Ostchinas, Zentralasiens, des südlichen Afrikas und des Nahen Ostens um 40% sinken; die Weizenproduktion könnte in den USA, China, Russland und Kanada um 40% sinken; und die Sojabirnenerträge könnten in den USA um 50% sinken.
Die steigenden globalen Temperaturen werden die Nahrungsmittelpflanzen auf der ganzen Welt verwüsten, wobei besonders alarmierende Auswirkungen für die Vereinigten Staaten prognostiziert werden, wo die Produktion wichtiger Kulturen bis zum Ende des Jahrhunderts um 50% sinken könnte, so eine umfassende neue Analyse.
CNN: https://edition.cnn.com/2025/06/18/climate/food-crops-heat-rain
Nature-Studie: Auswirkungen des Klimawandels auf die globale Landwirtschaftsbilanz für Anpassung:
NATURE: https://www.nature.com/articles/s41586-025-09085-w
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Auswirkungen des Klimawandels auf die globale Landwirtschaft unter Berücksichtigung der Anpassung
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Die Atmosphäre erwärmte sich in den letzten zwanzig Jahren viermal so stark wie in den Jahrzehnten davor

Forscher:innen der Universität Graz belegen im Rahmen einer internationalen Studie, dass die weltweite Menge an Wärmeenergie in der Atmosphäre seit Beginn des 21. Jahrhunderts etwa viermal so stark zugenommen hat wie zwischen 1960 und 2000. In der Nordhemisphäre, außerhalb der Tropen, sogar rund sechsmal so stark. Grund dafür sind die vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen. „Eine derart starke Wärmezunahme in so kurzer Zeit ist rein durch natürliche Schwankungen nicht erklärbar“, sagt Gottfried Kirchengast, einer der Hauptautor:innen der Arbeit, die im Fachjournal Earth System Science Data erschienen ist. „Wenn der Wärmeanteil der Lufthülle im Vergleich zu Meer und Land so unverhältnismäßig wächst, treibt das Wetter- und Klimaextreme noch stärker an“, so der Forscher vom Wegener Center und Institut für Physik der Uni Graz.
Energie-Ungleichgewicht
Durch die fortdauernden fossilen Emissionen nimmt die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre stetig zu. Das verursacht ein Energie-Ungleichgewicht zwischen der auf unserem Planeten eintreffenden Sonnenstrahlung und der Rückstrahlung der Erde, die durch den Treibhausgasanstieg vermindert wird. „Dadurch verbleibt Jahr für Jahr ein riesiger Energieüberschuss von rund 13 Billionen Gigajoule im Erdsystem, mehr als das Zwanzigfache des Weltenergieverbrauchs. Das treibt die globale Erwärmung unausweichlich voran. Nur eine Emissionsreduktion auf null kann diesen Prozess stoppen“, erklärt Kirchengast.Quelle: https://www.uni-graz.at/de/neuigkeiten/heisslaeuferin/
Kommentar von mir: Eine Emissionsreduktion auf null ist bei den jetzigen politischen Verhältnissen nicht realistisch. Realistischer ist ein „Business As Usual“ (BAU) und ein schleichender Kollaps mit ständigen Klimakatastrophen.
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10°C über der vorindustriellen Zeit auf der Erde ist nicht bewohnbar

Das Szenario der globalen Erwärmung vom renommierten NASA-Wissenschaftler James Hansen sieht ein potenzielle Gleichgewichtserwärmung bis 10°C. Dieses Szenario, basierend auf dem aktuellen Niveau der Treibhausgasemissionen, prognostiziert einen Anstieg der globalen Temperatur um 10 °C (18 °F), bevor ein Gleichgewichtszustand erreicht wird. Es würde dann nur soviel Wärme von der Sonne an die Oberfläche der Erde kommen, soviel Wärme von der Erde in das Weltall abgegeben wird.
Gleichgewichts-Globale Erwärmung:
Das Konzept der Gleichgewichts-Globalen Erwärmung bezeichnet den Temperaturanstieg, der bei konstanten (!) Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre eintreten würde. Hansens Forschungen deuten darauf hin, dass der Gleichgewichts-Temperaturanstieg bei der aktuellen Treibhausgaskonzentration bei etwa 10 °C (18 °F) liegen könnte. Ein Planet mit 10°C über dem Vorindustriellen Zeitalter ist für uns nicht bewohnbar.
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Limits of Growth
Neue Berechnungen sollen ab 2025 einen wirtschaftlichen Abschwung bringen.
https://klementoninvesting.substack.com/p/the-limits-to-growth-are-coming-closer
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10 Jahre Laudato Si
Weiter in Sorge um unser gemeinsames Haus
Die weichenstellende Enzyklika „Laudato Si“ wurde am 24.5.2015
veröffentlicht. Gemeinsam blicken wir zurück auf eine Dekade des
Engagements für Umwelt und soziale Gerechtigkeit.
Dieser Nachmittag lädt uns ein, die Botschaft von Papst Franziskus aus
unterschiedlichen Sichtweisen neu zu entdecken und bietet Raum zur
Vernetzung.

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Die Extremereignisse 2025
Seit zwei Jahren sind die Meerestemperaturen extrem hoch. Die Folge sind weltweite Extremwetterereignisse. Viele Medien berichten kaum mehr darüber, obwohl hier eine unfassbare Krise direkt vor unseren Augen passiert. Diese Liste sammelt die Ereignisse, um Aufmerksamkeit darauf zu richten.
https://derklimablog.de/wissen/die-liste-extremwetter-2025-klimakatastrophe-live/
Angst lähmt. Hoffnung hilft nur, wenn sie von der Realität ausgeht. Diese gilt es einzuordnen. Das motiviert zum Handeln und ergibt Selbstwirksamkeit.
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Leo XIV für Solarstrom im Vatikan

Der neue Papst Leo XIV, Robert Prevost spricht sich offen für dringende Maßnahmen gegen den Klimawandel aus. Er betonte kürzlich, die Kirche müsse ihren Worten Taten folgen lassen. Wie sein Vorgänger Franziskus will er Photovoltaik und E-Autos im Vatikan fördern. Er warnte vor den schädlichen Folgen ungebremster technologischer Entwicklung und plädierte für einen reziproken, nicht tyrannischen Umgang mit der Umwelt. Gerade arme Menschen leiden unter den Extremereignissen des menschengemachten Treibhauseffekts. Er steht in enger Übereinstimmung mit den Umweltprioritäten von Papst Franziskus mit dessen Enzykliken Laudato Si und Laudate Deum. Er ist bekannt als Pragmatiker. Er will den Worten Taten folgen lassen.
Quellen: https://collegeofcardinalsreport.com/evidence/cardinal-prevost-on-focusing-on-climate-change https://www.fastcompany.com/91331254/the-new-pope-leo-xiv-has-spoken-out-about-urgent-need-for-climate-change-action -
Die Chancen der Dürre und der Hitze
Der Sommer wird extrem heiß und es kommt die große Dürre.
Die Vorausschau auf einen Hitzesommer birgt aber gute Chancen.- Wir bilden Gemeinschaften, um die Krise zu bewältigen. Gemeinsam Landwirtschaft betreiben, Strom produzieren, Handwerk und Kultur beteiben.
- Die Mehrheit der Bevölkerung hat ein Hitze- und Dürreproblem, nicht eine Minderheit. Damit können viele mobilisiert werden. Gerade in lokalen Gruppen liegt sehr viel Potenzial.
- Die Hitze ist eine Chance für die Wohnungen, Häuser und Plätze. Fassadenbegrünung hilft Insekten und Vögeln. Switch-Klimaanlagen können im Winter heizen. Sie brauchen Strom und kein Gas.
- Das Dürreproblem ist eine Chance für die Reduktion des Treibhausgasausstoßes. Wir können nicht mehr Tierfutter produzieren, sondern müssen pflanzliche Nahrungsmittel herstellen die gesünder sind.
- Auch die Extremwetterereignisse bringen Chancen. Durch den Wiederaufbau können viele Handwerkerinnen und Handwerker ihr Können entwickeln. Handwerk bekommt goldenen Boden.
- Die lokalen Gruppen und kleinen Gemeinden brauchen eine gemeinsame spirituelle Grundlage.
Wir sehen, dass es in den Hitzewellen und der Dürre gute Chancen gibt, eine Zukunft im Einklang mit der Natur und den Mitmenschen zu gestalten.
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Permakultur
