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Die Apokalypse, der Katechon und das Ende der Menschheit

Wasnezow, Viktor Michailowitsch. 1848–1926. „Die vier apokalyptischen Reiter“, 1887. (Offenbarung 6, 2–8). Öl auf Leinwand, 72 × 136 cm. St. Petersburg, Museum für Religionsgeschichte https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Apocalypse_vasnetsov.jpg Die Weltuntergangsbilder der Neuen Rechten sind nicht christlich, sondern unterstützen das Weiter-So und beschleunigen damit das Ende der menschlichen Zivilisation. Sie warnen vor Woken, der Klimabewegung, Linken, dem Feminismus oder der LBTiQ Bewegung.
Die christliche Apokalyptik ist hingegen eine realistische Sicht auf den möglichen Kollaps der menschlichen Zivilisation durch die Gewalt und den Klima-Kollaps.
Die Hoffnung besteht in meinen Augen in drei Bezügen:
in der Nachfolge Jesu,
im Handeln im Heiligen Geist und
im Kommen des Messias Jesus.Die Neuen Rechten sehen sich als Katechon, der das Böse wie die Klimabewegung und den Feminismus aufhalten soll. Katechon bedeutet aus dem Altgriechischen übersetzt „der Aufhalter“ oder „das Aufhaltende“ und stammt aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher. Er beschreibt eine geheimnisvolle Macht oder Person, die das Auftreten des Antichristen, des falschen Messias und das Ende der Welt hinauszögern soll. Nach dem falschen Messias komme der wahre Messias, Jesus Christus. Diese dritte Phase wird von den Neuen Rechten bewusst nicht wahrgenommen.
Es könnte aber auch umgekehrt sein. Der Katechon sind die starken Demokratien, die UNO, die NGOs (gegen Klimawandel, soziale Gerechtigkeit) und Menschenrechte.
Der Antichristen sind die faschistoiden diktatorischen und populistischen PolitikerInnen.
Gregor Taxacher beschäftigt sich mit der christlichen Apokalypse. Er lehrt Systematische Theologie an der Uni Dortmund, ist Spezialist für Apokalyptik und politische Theologie und schrieb einen Artikel in der Zeitschrift Publik-Forum: „Der Katechon und das Ende der Welt“. https://www.publik-forum.de/religion-kirchen/der-katechon-und-das-ende-der-welt
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Planetarische Krise
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Der kollektive Suizid der Menschheit
Eine Klimaaktivistin der Letzten Generation in Deutschland wurde in der Nacht von der Polizei aus dem Bett geholt, ihre Wohnung durchsucht, weil die Staatsanwaltschaft von einer terroristischen Vereinigung ausging. Es stellte sich heraus, dass die Staatsanwalt falsch lag. Es war eine Kriminalisierung von friedlichen Protesten der Letzten Generation. Sie geht jetzt zu einer Therapeutin, um dieses Trauma zu heilen.
Ich erlebte, dass einige auch in Österreich kriminalisiert wurden, sogar ausgewiesen werden sollten. Einige wollten die Verwaltungsstrafe nicht bezahlen, weil sie es als eine Schikane sahen, wenn sie auf tausende Hitzetoten aufmerksam machten und dafür bestraft werden. Sie gingen ins Gefängnis, bis die Strafe gezahlt war.
Auch der Jesuit Jörg Alt verweigerte die Bezahlung und musste ins Gefängnis, weil er sich in Deutschland weigerte, die Vorschreibung zu bezahlen.
Klimaaktivisten erleben immer wieder schmerzhafte Enttäuschungen. Die Letzte Generation wurde gegründet, weil die großen Demonstrationen von Fridays for Future nichts bewirkten. Dies war die erste schmerzhafte Enttäuschung.
In der ersten Phase hoffte man, dass sich immer mehr der Bewegung anschließen. Als das nicht der Fall war, erlebten viele die zweite schmerzhafte Enttäuschung und einige gingen von der Letztem Generation weg.
Die übrigen gaben die Hoffnung nicht auf und machten weiter. Aber sie bekamen immer weniger Unterstützung und sie lösten die Letzte Generation auf. Es war die dritte schmerzhafte Enttäuschung.
Diese drei Enttäuschungen waren deswegen schmerzhaft, weil man die Katastrophen sah und Hoffnung in die Vernunft der Menschen setzte. Aber man sah, dass die Mitmenschen weiter unvernünftig handelten, obwohl immer mehr Menschen starben und unter den Katastrophen litten.
Ich sehe die Proteste als prophetisches Handeln.
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Die Toten von Nepal
29.08.2026. Die Zahl der Toten von Nepal steigt über 1000. Rettungskräfte suchen noch immer nach 2.500 Vermissten. Wer sind die Täter? Es sind jene, die weiter ohne Notwendigkeit CO2 emittieren.
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Nepal: Abschmelzen der Gletscher durch Erderwärmung
Gletscherforscher zur Flutkatastrophe„Gebirge erwärmen sich schneller als der Rest der Erde“

Die Erderwärmung führt zum Abschmelzen der Gletscher. Damit steigt das Risiko von Katastrophen wie jetzt in Nepal, sagt der Glaziologe Donovan Dennis.
Ein gutes Interview in der taz von Heike Holdinghausen mit dem Gletscherforscher Donovan Dennis.taz: Herr Dennis, kann man jetzt schon eine seriöse Aussage dazu machen, welchen Anteil der Klimawandel an der Katastrophe von Nepal hat?
Donovan Dennis: Bei einzelnen Ereignissen ist es immer schwer zu sagen: Das war eine direkte Folge des Klimawandels. Es ist auch noch nicht vollständig geklärt, was genau passiert ist, viele Messdaten sind mit den Messstationen verloren gegangen. Nach dem, was wir auf Satellitenbildern sehen, hat sich offenbar ein Teil eines Gletschers aus einem höher gelegenen Bereich gelöst und ist ins Tal gestürzt. Der Aufprall hat dann wohl einen größeren Felssturz ausgelöst, der ein Fluss blockierte. Das Wasser staute sich und floss dann mit einem Schwall ab. Dieses Szenario gleicht dem Gletscherbruch im Schweizer Lötschental, als der Fluss Lonza Teile eines Dorfes zerstört hatte.
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Keine Gletscher heißt kein Schiffverkehr

Wenn kein Gletscherwasser zum Rhein und zur Donau kommt, gibt es keinen Schiffverkehr.
Helmut Habersack: Wir müssen entscheiden, wer bekommt das Wasser am Ende des Tages. Wenn die Gketscher weg sind, haben wir 2050 um 25% weniger Wasser im Rhein.
Wasserexperte und Präsident der Internationalen Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes Helmut Habersack spricht in Stöckl über die Folgen des Wassermangels auf Grund der schwindenden Gletscher. Hier seine Aussagen, die ich an Hand des Facebook-Reel von Barbara Stöckl verschriftlicht habe:
Was kann man tun? Jetzt könnte ich noch mehr regulieren. Das ist ein Problem: Noch enger werden geht nicht, wo es jetzt schon so eng ist in den Flüssen. Ein Vorschlag, der kolportiert wurde: Kann ich nicht Wasser aus den Stauhalterungen in den Bergen von Schweiz und Österreich ablassen, damit man dort schifffahren kann. Können Sie sich vorstellen, welches politische Spektrum jetzt auftaucht ist. Weil die brauchen es für die Stromproduktion, die anderen brauche es für die Schiffahrt, die anderen wollen bewässern und Strom unten produzieren. Das Wasser wird wärmer, das ist für die Fische ein Problem. Kühlwasser für die Kernkraft brauche ich zum Beispiel in Frankreich.
Ich habe erstmals einen Schock gehabt und war sehr verblüfft, dass es in Mitteleuropa – in der Donau wird das noch erforscht werden – in diese Richtung geht.
Wir müssen entscheiden, wer bekommt das Wasser am Ende des Tages.
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El-Nino wird durch den Klimawandel verstärkt
David Friedberg vom All-In Podcast warnt vor einem bevorstehenden starken El Niño, der durch extreme Ozean-Energiespeicher Rekordhitze, Ernteausfälle in Brasilien und Südamerika sowie Monsun-Ausfälle in Indien auslösen könnte.Wissenschaftliche Prognosen aus August 2026 bestätigen eine sehr starke El Niño-Entwicklung mit Niño-3.4-Anomalien über +2,0 °C und hoher Wahrscheinlichkeit für eine der intensivsten Phasen seit 1950.Mögliche Folgen sind steigende globale Lebensmittel- und Energiepreise sowie erhöhte Risiken für Nahrungsmittelunsicherheit und Unruhen in betroffenen Regionen wie Südamerika, Afrika und Südasien.


Kernpunkte von Friedbergs Warnung
- Ozeane als Wetterbatterie: Die Ozeane haben enorme Mengen an überschüssiger Wärmeenergie gespeichert (ca. 11 Millionen Terawattstunden). [1]
- Rekordtemperaturen: Diese gespeicherte Energie wird an die Atmosphäre abgegeben, wodurch das kommende Jahr das mit Abstand heißeste der Menschheitsgeschichte werden könnte. [1]
- Globale Folgen für die Landwirtschaft: In Regionen wie Südargentinien, Chile und Brasilien kann es zu Rekordhitze und Ernteausfällen kommen. [1, 2]
- Risiko in Indien: Der mögliche Ausfall des indischen Monsuns bedroht 150 Millionen Landwirte und die Versorgung von 1,5 Milliarden Menschen. [1]
- Wirtschaftliche und soziale Effekte: Es drohen globale Preissprünge bei Rohstoffen sowie Unruhen in stark importabhängigen Ländern wie Indien, Vietnam und den Philippinen. [1]
Eine kompakte Zusammenfassung von David Friedbergs Aussagen über den bevorstehenden El Niño und die Risiken für die globale Versorgung:
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Statt einem zerstörerischen einen aufbauenden Lebensstil

Wir zerstören mit unserem Lebensstil die Grundlage des Lebens auf unserer Erde. Dürre, Waldbrände und Überschwemmungen sind nur Symptome der Verbrennung von Erdöl, Kohle und Erdgas. Durch unsere Nahrung nehmen wir Mikroplastik, Pestizide, Herbizide und andere Gifte auf. Mit Pestiziden sterben die Insekten, wichtige Bestäuber. Durch die Hitze leiden und sterben Kranke und jene, die im Freien arbeiten müssen. Auch durch die Fleisch- und Milchproduktion werden Treibhausgase ausgestoßen, die die Wärmestrahlen aufnehmen und nicht in den Weltraum lassen.
Die Treibhausgase CO2, Methan und Lachgas erhitzen die Atmosphäre und die Meere. Durch Abholzung sterben die Regenwälder und mit ihnen viele Arten.
John Ronald Reuel Tolkin hat unsere Verantwortung mittels der Worte einer seiner Figuren wie folgt beschrieben: „Doch unsere Sache ist es nicht, die Welt durch alle Zeiten zu steuern, sondern in den Jahren, auf die wir beschränkt sind, zu tun, was wir können, um das Übel auf den uns bekannten Feldern auszujäten, damit jene, die nach uns kommen, einen guten Boden vorfinden .“ (J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe, Bd 3, Die Wiederkehr des Königs, 184, in: Leo XIV, Die großartige Menschheit, 213)
Aufbauender Lebensstil:
- Statt Erdöl und Erdgas können wir mit Wärmepumpen die Häuser und Wohnungen beheizen.
- Statt mit Benzin- und Dieselautos können wir mit E-Autos, öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrädern, E-Bikes und zu Fuß uns fortbewegen.
- Statt Fleisch und Milchprodukte können wir uns pflanzenbasiert ernähren.
- Wir können Kleider anziehen, die nicht aus Erdöl hergestellt werden und Mikroplastik auswaschen.
- Gegenstände können wir reparieren oder recyceln.
- Den Zuckerkonsum können wir auf das sinnvolle Maß beschränken.
- Urlaubsreisen können wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchführen.
- Strom können wir mit Photovoltaik am Dach, an den Außenwänden oder auf dem Balkon erzeugen.
- Durch Speicher können wir den Strom dann zur Verfügung stellen, wenn keine Sonne scheint oder andere ihn brauchen.
- Biologische Landwirtschaft können wir unterstützen und mit ihr kooperieren.
Für einen aufbauenden Lebensstil ist es sicher sinnvoll, sich zu vernetzen.
Es ist auch sinnvoll, Organisationen und Parteien zu unterstützen, die die Lebensgrundlage von uns Menschen schützen und wieder herstellen.
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Klimaforschung begann vor 200 Jahren
Peter Hübner postete diese Grafik der Geschichte der Klimaforschung.

Der Wissenschaftler Joseph Fourier fragte sich 1824, warum die Atmosphäre in der Nacht nicht stärker abkühlt. 1965 gab es erste offizielle politische Warnungen in den USA. Einer, der heute noch warnt, ist der NASA Ingenieur James Hansen, der 1988 erklärte, wie der menschgemachte Klimawandel messbar und real ist. Das CO2, das wir in die Atmosphäre pusten, bleibt die nächsten 100 bis tausend Jahre in der Luft und erhitzt weiter die Oberfläche unseres Planeten. Dadurch zerstören wir die Lebendgrundlage der meisten Menschen. Es werden Milliarden Mitmenschen sterben.
Wir müssen sofort, heute und nicht morgen, auf null Ausstoß aller Treibhausgase kommen.
Um dieses Klimaziel zu erreichen, sind drastische Umstellungen auf globaler und lokaler Ebene unumgänglich:
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Manifest zur individuellen Moral in der Klimakatastrophe

Die einzelne Person ist gefragt. Nachdem die große Politik nichts ändert, die Mehrheit der Bevölkerung dem Ölwahn huldigt und Parteien wählt, die die Klimakatastrophe nicht verhindern, ist der Focus auf das Verhalten der einzelnen Person zu richten.
Für die einzelne Person ergibt sich die Frage, ob sie an diesem Projekt der Zerstörung und Tötung mitmachen möchte. Die Alternativen ergeben sich im individuellen Rahmen. Wenn die einzelne Person nicht will, dass andere an der Hitze sterben, kann sie als Vorbild beim Ausstoß von Treibhausgasen mit einer Änderung ihres Lebensstils die Alternativen zeigen. Es gab in der Geschichte immer wieder Menschen, die keine Mitläufer waren. Franz Jägerstätter verweigerte den Nationalsozialisten die Unterstützung. Verantwortung heißt Antwort geben auf die Frage: Hast du mitgemacht, als die Mehrheit mit der Hitze andere getötet haben?
Wer ist es, der fragt?
Es gibt bei den monotheistischen Religionen einen Schöpfergott, der fragen kann: Was hast du getan? Auch die Kinder oder die nächsten Generationen können fragen: Was hast du getan? Im Hinduismus und im Buddhismus kommt die Frage: Hast du anderen Leid zugefügt? Für Atheisten gibt es die Frage im Hier und Jetzt: Wie geht es dir, wenn du anderen Leid zufügst? Diese Frage stellt sich aber für jede Person: Wie geht es dir, wenn du anderen Leid zufügst?
Was ist in einer individuellen Moral zu tun?
1. Die Person kann pflanzenbasierte Nahrungsmittel konsumieren. Die Fleischproduktion stößt CO2, Methan und Lachgas aus. Die Milch und die Milchprodukte sind ohne Fleischproduktion nicht möglich. Jede Kuh muss jedes Jahr ein Kalb werfen, das dann gemästet und geschlachtet wird. Wer die Treibhausgase nicht ausstoßen möchte, greift zu pflanzenbasierten Nahrungsmittel aus Hülsenfrüchten wie Soja, Linsen, Erbsen, Bohnen und Süßlupinen.
2. Wer nicht will, dass andere Menschen an der Hitze sterben, kann öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Sie sind meistens mit Solar- Windstrom und Wasserkraft betrieben. Das Fahren mit anderen reduziert den Ausstoß von Treibhausgasen. Es gibt auch am Land Busse, Bahn, Park and Ride und Mobilitätsdienste mit E-Autos. Man kann auch das E-Auto mit anderen teilen oder andere mitnehmen.
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